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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3666
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin Altenpflegerin und habe einen

Beantwortete Frage:

Guten Tag,
ich bin Altenpflegerin und habe einen Arbeitsvertrag als Wohnbereuchsleiter. IM April 2016 habe ich die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung begonnen und beende die am 30.09.2017 erfolgreich. Die Lehrgangskosten und prüfungsgebühren hat die Firma gezahlt, Anfahrtskosten ich selbe. ich wurde von der Arbeit für sie Schule freigestellt.
Nun habe ich mich als stellv. Pflegedienstleitung bim huas intern beworben, da diese Stelle frei wurde. Nach 4 Wochen hat man mit mitgeteilt, dass man eine externe Stellv. Pflegedienstleitung einstellen wird, die bei mir im Wohnbereich auch als normale Pflegefachkraft arbeiten wird. Damit hat man mir die Perspektive genommen und eine auf der eine Seite Vorgesetzte soll gleichzeitig bei mir in der tagtäglichen Arbeit unterstellete mitarbeiterin sein. Dieses Konstrukt halte ich für sehr schwierig. Daher möchte ich die Einrichtung verlassen und frage mich, muss ich trotzdem die Fortbildungskosten zurückzahlen? Freigestellt wurde ich 4 Stunden in der Woche. Muss ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer entsprechend der Qualifikation auch einsetzen, zu mal man mir im Gespräch bestätigt hat, mich für kompetent zu halten?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Zur Bearbeitung Ihrer Anfrage muss ich zunächst höflichst nachfragen:

Gibt es denn eine Rückzahlungsklausel, in der Sie sich verpflichtet haben, die Fortbildungskosten zurückzuzahlen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja es gibt so einen Vertrag, wobei die genaue Summe der Rückzahlung nicht enthalten ist. Es wurde bei uns eine Stelle als stellv, PDL frei, sie wude extern ausgeschrieben, intern haben sich 2 MA mit entsprechendes Fortbildung beworben, beide wurden abgelehnt, mit der Begründung, mit der externen Bestzung bekommt man eine Fachkraft ins Haus. Das heißt, da in der Altenpflege ein stäniger Fachkräftrmangel herrscht, haben wir internen MA bei gleicher Qualifikation, nie eine reelle Chance , entsprechend der Weiterbildung zu arbeiten und auch Geld zu verdienen?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Ich kann nicht beurteilen, warum Ihr Arbeigeber lieber eine externe Besetzung wählt. Ich sehe aber keinen direkten Anspruch Ihrerseits auf diese Stelle. Sie haben Anspruch darauf entsprechend der Regelung in Ihrem Arbeitsvertrag beschäftigt zu werden. Das gibt keinen Anspruch auf eine ausgeschriebene Stelle. Etwas anderes könnte dann gelten, wenn der Arbeitgeber Ihnen bei der Einstellung oder auch danach eine solche Stelle zugesprochen hat.

Was die Erstattung der Fortbildungskosten betrifft, so gibt es eine Entscheidung des BAG, wonach eine Rückzahlungsklausel unwirksam ist, wenn der Betrag der Rückzahlung für den Arbeitnehmer nicht erkennbar ist und durch den Arbeitgeber festgelegt wird. Diese Klausel scheitere am Transparenzgebot (BAG, Urteil vom 21.08.2012 – 3 AZR 698/10). Das könnte auf Ihren Sachverhalt zutreffen, sodass Sie ohne Rückzahlung der Fortbildungskosten kündigen könnten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle Antwort, diese beruhigt mich schon einmal ein wenig. Ich sende Ihnen die beiden Fortbildungsverträge zu, mit der Bitte diese zu prüfen. Es ist eine Fortbildung bestehend aus einem Basiskurs als Wohnbereichsleitung und einem Aufbaukurs mit dem Abschluss Pflegedienstleitung
Sollte ich dann eine Rückzahlung kündigen, würden sie mir dann bei der Formulierung wegen der Rückzahlung auch helfen oder muss ich mir da einen anderen Anwalt suchen?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für Ihre postive Bewertung und den Bonus!

Die von mir zitierte Entscheidung des BAG finden Sie unter folgendem Link:

https://openjur.de/u/630242.html

Meines Erachtens könnte der Sachverhalt auf Ihren Fall passen, da in Ihrem Vertrag die entstehenden Kosten nicht dem Grunde und der Höhe nach im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren angegeben sind.

Wenn es mit Ihrem Arbeitgeber Probleme gibt, dann sollten Sie sich vor Ort einen Arbeitsrechtsanwalt suchen. Denn dann wird es voraussichtlich auch eine Verhandlung geben. Da ist es zweckmäßig wenn der Anwalt vor Ort ist.