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Roland Hoheisel-Gruler
Roland Hoheisel-Gruler, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 374
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Systemischer Berater Fachanwalt für Familienrecht
98035192
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Roland Hoheisel-Gruler ist jetzt online.

Guten Tag Ich habe einen Pfändungs... Guten Tag Ich habe

Kundenfrage

Guten Tag Ich habe einen Pfändungs...
Guten TagIch habe einen Pfändungs und überweisungsbeschluss erhalten mit diesem soll mein Lohn gepfändet werden.
Laut diesem beantragt der Gläubiger das mein Sohn 18 Jahre und in der Ausbildung, netto 650€ Einkommen und meine Ehefrau netto ca 800€ als nicht Unterhaltspflichtigbei der berechnung des pfändungsfreien einkommens unberücksichtigt bleiben.
Mein Nettoeinkommen beträgt ca 1800€.Wir wohnen alle drei zur Miete in einer Wohnung 750€ zugleich Heizung ca 150€ und Strom ca 100€ im Monat
Weiterhin haben wir jeder ca 120€ Fahrkosten im Monat für Bahn Bzw Busfahrkarten
Sowie kosten für Versicherungen etc.
Wie kann ich beantragen Bzw begründen das beide bei der Berechnung mit zu berücksichtigen sind
08.08.2017 05:13
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Roland Hoheisel-Gruler hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage:

Leider ist es so, dass Ihr Sohn und Ihre Ehefrau tatsächlich bei einer Überprüfung der Berücksichtigung als Unterhaltsberechtigte außen vor bleiben müssen. Der Grund liegt darin, dass das pfändungsfreie Einkommen Ihrerseits von der Anzahl der Unterhaltsberechtigten abhängt. Hier gibt es Freibeträge für die erste unterhaltsberechtigte Person und weitere Freibeträge für weitere Personen, dabei ist der Freibetrag für die erste unterhaltsberechtigte Person deutlich höher.

Der Grund ist darin zu sehen, dass der erste Freibetrag für die Ehefrau gilt und von Alleinverdienern ausgeht.

Wenn nun aber Unterhaltsberechtigte Einkommen haben, die über dem jeweiligen Freibetrag liegen, dann sieht die ZPO vor, dass diese bei der Berechnung unberüclsichtigt bleiben.

Da nun Ihre Ehefrau deutlich mehr verdient und auch Ihr Sohn, der bei Ihnen im Haushalt lebt auch, sehe ich hier leider keine Erfolgsaussicht.

Ich rate Ihnen aber, direkt mit dem Gläubiger über eine ratierliche Rückführung der aufgelaufenen Schulden zu verhandeln mit dem Ziel, dass diese Pfändungsmaßnahme ruhend gestellt wird. Dann wäre dieses Problem für Sie erst einmal gemildert.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

...... auch wenn diese Antwort nicht so ausgefallen ist, wie Sie erwartet haben könnten, würde ich mich über eine wohlwollende Bewertung Ihrerseits sehr freuen. Dankeschön.