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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 5096
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ragrass ist jetzt online.

Mein Koch möchte zum 30. 11. unser Restaurant nach 1 Jahr

Kundenfrage

Mein Koch möchte zum 30. 11. unser Restaurant nach 1 Jahr Betriebszugehörig verlassen. Kündigungsfrist wurde eingehalten. Seinen Resturlaubsanspruch durfte er auf seinen Wunsch hin bereits nehmen. Er hätte jetzt bis 30.11. noch arbeiten müssen. Sein Arbeitsvertrag über 40 h / Woche beinhaltet die Klausel, dass Überstunden nur auf Anordnung anerkannt werden.
Vor einigen Tagen fragte er mich ob er seine angeblich 250 Überstunden ausbezahlt haben könnte, worauf ich ihm antwortete, dass ich diese nie angeordnet habe und nicht anerkenne.
Mein Koch hatte heute Mittag noch normal gearbeitet und hätte wieder um 17 Uhr Arbeitsbeginn gehabt. Das Gespräch fand heute Vormittag statt.
Er hat mich gegen 16 Uhr angerufen, und mir mitgeteilt, das er das so nicht akzeptieren wird. Er könne unter so einem psychischen Druck nicht arbeiten und würde einen Arzt aufsuchen.
Er ist nicht zum Arbeitsbeginn um 17 Uhr erschienen.
Meine Frage: Was kann ich nun als Arbeitgeber tun bzw. welche Rechte habe ich?
Er wusste genau dass heute Abend viel Betrieb in unserem Restaurant ansteht.
Für einen Rat oder eine Auskunft wäre ich nun sehr dankbar, denn ich denke mir flattert nun wieder eine Krankmeldung bis Ende November ins Haus. Hinzu kommt, dass der Mitarbeiter bereits 6 Wochen im Sommer krank gemeldet war.
Meine Frage: Was kann ich kurzfristig tun, sollte ich etwas unternehmen und wenn ja was?
Gepostet: vor 15 Tagen.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

hat er sich offiziell krank gemeldet ? Welche Regelung besteht bei Ihnen hinsichtlich Vorlage einer AU ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hallo Frau Grass,
er hat heute nachmittga 16:00 Uhr telefonisch angekündigt, dass er aufgrund des Konflikts wegen der nicht zu zahlenden Überstunden sich einer psychischen Belastung ausgesetzt sieht, der er nicht standhalten kann und sich deshalb für den Rest des Monats krankschreiben lassen werden müsse.Daraufhin habe ich ihm mitgeteilt, dass er doch bitte vorbiekomme möge und wir darüber reden können, es gäbe keinen Grund jetzt so die Beschäftigung beenden zu wollen. Er zeigte sich einsichtig und bestätigte mit einem Okay, dass er weiterarbeiten würde.Ich meine, am 3. Tag nach Krankmeldung muss die AU vorliegen (gesetzliche Regelung?)
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Im Grunde sind die juristischen Möglichkeiten leider begrenzt. Esist schon denkbar, dass sich ein Arzt findet, der Ihren Mitarbeiterbis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses tatsächlich krankschreibt. Ihre Möglichkeiten wären dann, dass Sie eine Überprüfungder „Echtheit“ der Krankschreibung durch den Medizinischen Dienstder Krankenkassen veranlassen, indem Sie sich mit der Krankenkasse inVerbindung setzen und dort vortragen, dass der Mitarbeiter seineErkrankung angekündigt hat. Sollte sich aber bei der Überprüfungherausstellen, dass die Erkrankung (vermeintlich) echt ist, werdenSie leider nichts machen können.

Würde allerdings nicht fristgerecht die AU vorgelegt werden odersich durch den MDK herausstellen, dass die Krankschreibung nurfingiert ist, dann können Sie fristlos kündigen.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie umBewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Siebitte Kontakt auf.Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

noch Fragen ? Falls nicht, bewerten Sie bitte !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

warum bewerten Sie nicht ? Sie haben ausführliche Antwortenerhalten !!! Bitte bedenken Sie, dass das rein subj. Nichtgefallender Antwort keinen Grund darstellt, diese nicht zu bewerten. Sind Sieso fair und honorieren die Antwort durch Bewertung. Danke.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,wenn ich Sie richtig verstehe, heißt das, wenn er sich jetzt nicht ganz dumm anstellt, kann ich diesbezüglich nichts machen. Und das obwohl offensichtlich war, dass er sich nur deshalb krankmelden wird, weil ich mich weigere vermeintliche Überstunden zu zahlen.Der zweite Sachverhalt ist aber, dass er beabsichtigt rechtliche Schritte wegen der Überstunden einzuleiten. Aufgrund der Zeiterfassungspflicht im Zusammenhang mit dem Mindestlohn schreiben die Mitarbeiter bei uns ihre Zeiten auf. Ob die Höhe der Überstunden in 12 Monaten wirklich berechtigt ist, bezweifle ich, zumal niemals Überstunden angewiesen wurden.Wird ein solcher rechtlicher Schritt seinerseits erfolgversprechend sein und sollte ich hier noch Zugeständnisse machen oder ist das aufgrund der Klausel im Arbeitsvertrag ("Anordnung Voraussetzung für Anerkennung") eher nicht zu erwarten?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

genau das. Wenn er von einem Arzt eine AU bringt und der MDK diesefür korrekt einstuft können Sie leider gar nichts machen.

Überstunden, wenn sie denn angefallen sind, müssten natürlichvergütet werden. Allerdings gilt: Die Beweislast für dietatsächliche Existenz von Überstunden trägt der AN. Dies dürfteohne offizielle Zeiterfassung oder Abzeichnung von Stundenzettelndurch Sie kaum möglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für die Antworten. Ich bitte Sie mit der Bewertung noch um Geduld bis Montag. Ich verspreche aber, dass ich fair sein werde.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ist zwar nicht ganz nachvollziehbar, denn Sie können auch nachBewertung weitere Fragen stellen. Aber gut, wenn es fair bleibt.

Ich wünsche ein schönes Wochenende !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Das verspreche ich Ihnen, ganz bestimmt. Im übrigen gibt es doch noch eine: zwecks Ermittlung der Sonntagszuschläge sind die Zeiten in der Lohnabrechnung aufgelistet. Grundlage dafür war eine händische Aufzeichnung der Mitarbeiter in eine Liste.
Reicht das ggf. als Nachweis für den Mitarbeiter aus, um diese somit als angefallen zu beweisen?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 15 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie den Anfall der Überstunden bestreiten, reicht die eigeneAufzeichnung nicht als Beweis aus.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

haben sich noch Fragen ergeben ? Falls nicht, wollten Sie ja heute bewerten und ich würde Sie bitten, dies zu veranlassen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 11 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

sind Sie bitte so fair und stehen zu Ihrer Zusage zu bewerten. Sie hatten es zugesagt !!

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

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