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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 4804
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich bin Auszubildende in einem Betrieb. Mein Ausbilder hat

Kundenfrage

ich bin Auszubildende in einem Betrieb.

Mein Ausbilder hat gegen seine Pflichten verstoßen, mich nicht ausgebildet, keinen Ausbildungsplan zur Verfügung gestellt und mich ausbildungsfremde Tätigkeiten ausüben lassen. Zudem bildet er mich in einem Beruf aus, obwohl er etwas in einem anderem Bereich studiert hat. Was habe ich für Rechte?

Ich wurde zudem von einem Kollegen während meiner Krankheit mit privaten Mails belästigt, wo er mich nach den Gründen für meine Krankheit gefragt hat und ob es Probleme gibt. Ist dies zulässig?

Außerdem hat die Personalsachbearbeiterin andere Auszubildende über vertrauliche Sachen, dass mir eine Attestpflicht vor besteht und das mein Ausbildungsvertrag deswegen verändert wird in Kenntnis gesetzt. Das ist Inhalt eines Mitarbeitergespräch, was noch ansteht. Ich finde es nicht in Ordnung, dass sie da ohne meines Wissens mit anderen darüber spricht. Was würden Sie mir raten? Und würde mir im Falle eines Aufhebungsvertrag eine Abfindung zustehen aufgrund der genannten Punkte?

Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihre Fragen beantworten.

1.) Mein Ausbilder hat gegen seine Pflichten verstoßen, mich nicht ausgebildet, keinen Ausbildungsplan zur Verfügung gestellt und mich ausbildungsfremde Tätigkeiten ausüben lassen. Zudem bildet er mich in einem Beruf aus, obwohl er etwas in einem anderem Bereich studiert hat. Was habe ich für Rechte?

Gem. § 14 BBiG ist der Ausbilder verpflichtet, Ihnen die vereinbarte Ausbildung zu ermöglichen. Ein Ausbildungsplan ist hierfür nicht zwingend notwendig bzw. kann auch nachgefertigt werden.

Ausbildungsfremde Tätigkeiten sollten Ihnen als Auszubildende nicht auferlegt werden. Hierin könne ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag zu sehen sein.

Ob der Ausbilder eine entsprechende Befugnis zur Ausbildung hat, hängt von seiner Zertifikation und Ausbildungsbescheinigung ab. Dies muss jedoch nicht gleichlaufend mit seinem Studium sein.

Zum Zwecke der optimalen Vorbereitung können Sie sowohl einen Ausbildungsplan als auch verlangen, keine ausbildungsfremden Tätigkeiten ausüben zu müsssen.

2.) Ich wurde zudem von einem Kollegen während meiner Krankheit mit privaten Mails belästigt, wo er mich nach den Gründen für meine Krankheit gefragt hat und ob es Probleme gibt. Ist dies zulässig?

Während der Krankheit ist der Auszubildende arbeitsunfähig. Eine "Belästigung" durch die Unternehmung ist unzulässig. Eine Erkundung nach der Gesundheit kann nicht verhindert werden. Insbesondere wurde in Ihrem Fall per E-Mail angefragt. Die E-Mails müssen Sie nicht beantworten.

3.) Außerdem hat die Personalsachbearbeiterin andere Auszubildende über vertrauliche Sachen, dass mir eine Attestpflicht vor besteht und das mein Ausbildungsvertrag deswegen verändert wird in Kenntnis gesetzt. Das ist Inhalt eines Mitarbeitergespräch, was noch ansteht. Ich finde es nicht in Ordnung, dass sie da ohne meines Wissens mit anderen darüber spricht. Was würden Sie mir raten?

Inwiefern dieser Vorgang der Vertraulichkeit und dem Datenschutz unterliegt müsste genauer geprüft werden. Allerdings können Sie sich darauf berufen, dass keine vertraulichen Daten an Dritte weitergeleitet bzw. offengelegt werden.

4.) Und würde mir im Falle eines Aufhebungsvertrag eine Abfindung zustehen aufgrund der genannten Punkte?

Insgesamt wiegen die Vorfälle in Ihrem Fall nicht so schwer, dass eine fristlose Kündigung Ihrerseits gerechtfertigt wäre. Ein Aufhebungsvertrag kann in gegenseitigem Einvernehmen geschlossen werden.

Eine Abfindung wird durch den Arbeitgeber meist zur Befriedung der Sache bezahlt. Einen Rechtsanspruch auf eine Abfindung gibt es im Gesetz nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

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Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

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