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ra.weichel
ra.weichel, Sonstiges
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
95252382
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ra.weichel ist jetzt online.

Ich betreibe eine Online-Fitnesscommunity und beabsichtige

Kundenfrage

Ich betreibe eine Online-Fitnesscommunity und beabsichtige selbständigen Trainern Zugang zu dieser Community zu gewähren. Die Trainer sollen eigenständig ihre Klienten über die Community trainieren.
Die selbständigen Trainer bekommen kostenpflichtig Zugriff auf die Community und das beinhaltete Angebot und bestimmen frei über ihren Arbeitsaufwand. Für jeden Klient, der über die Trainer auf die Plattform gelangt, sollen die Trainer eine Provision erhalten.
Folgende Fragen habe ich zu dem Thema.
- Wann würde ein selbständiger Trainer als Mitarbeiter zählen?
- Wie kann ich mich rechtlich absichern? Gibt es eine Art Vertrag in dem festgelegt wird, dass der Trainer auch als selbständiger Trainer tätig ist und nicht im Auftrag des Unternehmens arbeitet?
Ich bitte Sie diese Email vertraulich zu behandeln und nicht als Beispiel zu veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen,
A. Wirth
Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra.weichel hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke ***** ***** sich für eine anwaltliche Beratung zum Pauschalpreis bei JustAnswer entschieden haben.
Gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1.

Arbeitnehmer sind Personen, die privatem Dienst angestellt sind und die aus diesem Dienstverhältnis Arbeitslohn beziehen. Ein Dienstverhältnis liegt vor, wenn der Angestellte dem Arbeitgeber seine Arbeitskraft schuldet. Dies ist der Fall, wenn die tätige Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im geschäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist.

Arbeitnehmer ist nicht, wer Leistungen innerhalb der von ihm selbständig ausgeübten gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit im Inland gegen Entgelt ausführt. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts unterscheidet sich das Arbeitsverhältnis von einem freien Dienstverhältnis durch den Grad der persönlichen Abhängigkeit, in welchem der zur Dienstleistung Verpflichtete zu dem jeweiligen Dienstberechtigten steht. Zu prüfen ist demnach, in wie weit der Trainer seine Tätigkeit frei gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann. Arbeitnehmer ist demnach im Umkehrschluss, wer dies nicht kann, sondern seine Dienstleistung gegenüber einem Dritten im Rahmen einer von diesem bestimmten Arbeitsorganisation zu erbringen hat.

Gemessen an diesen Grundsätzen wäre der jeweilige Trainer nicht Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinne.

2.

Um sich rechtlich abzusichern, könnten Sie beim Finanzamt eine sog. verbindliche Anfrage stellen. Ferner sollten Sie im Rahmen Ihrer Plattform unmissverständlich klarstellen, dass kein Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und den Trainern zustande kommt. Sie sollten besonders hervorheben, dass die Trainer lediglich für die Nutzung der Plattform ein Nutzungsentgelt entrichten müssen und der Plattformbetreiber (Sie) für jede Vermittlung eine Provision erhält.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Bitte geben Sie noch abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (Bewertungssterne 3=5), damit die Auszahlung des Honorar an den Experten als Honorierung seiner anwaltlichen Beratungsleistung erfolgt und die Beratung vom Portal geschlossen werden kann.

Sollten Sie noch weitere Rückfragen haben, könne Sie die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen. Setzen Sie hierzu einfach den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten fort.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. iur. Sven Weichel

Rechtsanwalt

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