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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3251
Erfahrung:  zertifizierter Testamentsvollstrecker
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bzgl des Urlaubsentgelts bei einer

Kundenfrage

ich habe eine Frage bzgl des Urlaubsentgelts bei einer Gehaltserhöhung. Ich habe eine deutliche Gehaltserhöhung erhalten von knapp 40%. Ich hatte zu meinem alten Gehalt noch 19 Urlaubstage übrig. Jetzt meint mein Arbeitsgeber dass er bei neuem Urlaub dann auch die 13 Wochenregelung mit dem Durchschnittsgehalt nehmen darf. Ich habe mich informiert und weiß dass die Bemessungsgrundlage dann der Arbeitslohn ist und nicht der Durchscnitt von den 13 Wochen. Wie wird jetzt eigentlich mit den 19 Urlaubstagen die ich noch aus meinem alten Gehalt hatte weiter verfahren? Müssen diese mir auch mit neuem Gehalt ausgezahlt werden?

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet wird.

Immer dann, wenn eine Gehaltserhöhung in den Berechnungszeitraum fällt, ergibt sich für den Arbeitgeber aus § 11 BUrlG die Verpflichtung, das Urlaubsentgelt auf der Grundlage der Gehaltserhöhung zu berechnen.

Ihr Urlaubsanspruch bleibt weiterhin bestehen. Der Urlaub muss - auf der Grundlage der Bestimmungen des BUrlG - im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden.

Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringenden betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen.

Ihr Urlaub verfällt insoweit nicht.

Für weitere Fragen stehe ich über den Button „Experten antworten“ zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

K. Roth

- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Kann man das ganze auch mathematisch durchgehen.

Ich habe bis 30. Mai als Beispiel pro Tag 100€ im Schnitt verdient.

Ich habe aber keinen Urlaub bis zum 30. Mai aufgebraucht und hab insgesamt noch 19 Urlaubstage aus der Zeit übrig.

Ich verdiene jetzt bspw. ab 01.Juni 200 Euro im Schnittn pro Tag.

Bekomme ich dann die 19 Tage Urlaub die zu meinem alten EInkommen übrig waren auch mit 200€ pro Tag vergütet als Bemessungsgrundlage und wird für die alten Urlaubstage dann auch noch der 13 Wochenschnitt als Grundlage angesetzt?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das wäre nur dann der Fall, wenn dies vertraglich vereinbart wäre, wovon ich nicht ausgehe.

Welche Regelung enthält denn Ihr Arbeitsvertrag ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Vertraglich war nichts vereinbart.

Gesetzlich dürfte doch jetzt die 13 Wochenregelung nicht mehr zum tragen kommen oder?

Und ich müsste dann für die 19 Tage welche übrig waren das neue Gehalt beim Urlaub bekommen, sonst würde ja mein Gehalt bei Urlaub sinken.

Ich weiß jetzt aktuell nicht wie man gesetzlich mit den 19 verfahren soll, da die Gehaltssteigerung sehr hoch ist und dies einiges ausmacht

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

oder anders gefragt.

Habe ich aufgrund der Nichtinanspruchnahme des Urlaubs jetzt rein gesetzlich 19 x 100€ (Lohndifferenz altes und neues Einkommen) Gewinn gemacht, da die 19 übrigen Tage dann mit dem neuen Gehalt als Bemessungsgrundlage abgegolten werden?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

der errechnete Gesamtarbeitsverdienst ist mit der Anzahl der genommenen Urlaubstage zu multiplizieren und dann durch die Anzahl der Arbeitstage zu dividieren.

(Gesamtarbeitsverdienst in 13 Wochen x Urlaubstage) ./. 65 Arbeitstage (5 Tage x 13 Wochen = Urlaubsentgelt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Hallo,

also meine konkrete Frage lautet.

Wie werden die 19 Tage mit dem alten Gehalt vergütet?

Wir waren anscheinend beide an dem Punkt an dem wir wissen, dass bei einer Gehaltserhöhung die 13 Wochenregelung nicht greift mit dem Durchschnittsgehalt der letzten 13 Wochen.

ich habe eine Gehaltserhöhung erhalten und habe noch 19 Tage Resturlaub zu meinem alten Verdienst übrig.

Diese 19 Tage Urlaub darf ich noch behalten.

Aufgrund der GEhaltserhöhung müssten doch diese 19 Tage mit neuem Gehalt abgegolten werden.

ISt das gesetzlich so oder gelten da andere Regeln?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

das ist richtig. Die Abgeltung erfolgt auf der Grundlage des neuen - erhöhten - Gehaltes.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Hallo,

könnten Sie das ganze bitte noch mit einem Beispiel und anhand von Gesetzesparagraphen belegen wie sich eine Gehaltserhöhung auf das Urlaubsentgelt auswirkt
?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn innerhalb der dreizehn Wochen oder des Urlaubs der Verdienst dauerhaft erhöht wird, ist Ihr Arbeitgeber nach § 11 Absatz 1 Satz 2 BUrlG verpflichtet, das Urlaubsentgelt auf der Basis der Verdiensterhöhung zu berechnen.

Verdiensterhöhungen wirken sich daher rückwirkend auf das Urlaubsentgelt aus. Nach § 11 Absatz 1 Satz 3 BUrlG werden Verdienstkürzungen allerdings nicht berücksichtigt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Hallo,

gibt es auch einen vergleichbaren Paragraphen bei Krankheit?

Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein.

Mit freundlichen Grüßen

RA K. Roth

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