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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 6032
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Arbeitsstätte Stundenprogramm

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren! Meine Frage ist Folgende: Wir haben in meiner Arbeitsstätte ein Stundenprogramm, in dieses müssen wir, auf unsere verschiedenen Projekte, unsere Stunden eintragen. Diese werden dann dem einzelnen Kunden in Rechnung gestellt. Da mein Chef mich seit ungefähr 2 Jahren moppt und ich unter täglichem Stress stehe (ich bin auch seit 2 Jahren in therapeutischer Behandlung), habe ich aus Überforderung im letzten halben Jahr ca. 100 Stunden nicht eingetragen. Diese wurden dann natürlich dem Kunden auch nicht in Rechnung gestellt. In meinem Arbeitsvertrag steht nichts unter Haftung des Arbeitnehmers oder so. Jetzt will mein Chef mir diese Stunden vom Gehalt abziehen. Darf er das? Vielen Dank für Ihre Antwort! Mit freundlichen Grüßen ***

Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Fragensteller,Ihre Anfrage will ich, unter der Annahme dass Sie Arbeitnehmer sind, wie folgt beantworten:Für eine Haftung Ihrer Person für die nicht eingetragenen Stunden in das Zeitkonto, und der hieraus nicht erfolgten Inrechnungstellung ggü. dem Kunden, käme als Schadensanspruchsberechtigter lediglich das Unternehmen selbst in Frage. Dritte wurden nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht geschädigt.Der Gesetzgeber hat die Haftung des Arbeitnehmers für Schäden, die in Erfüllung seines Arbeitsverhältnisses entstehen, im Gegensatz zu schuldrechtlichen Verträgen, erheblich begrenzt. Der Grund hierfür liegt u.a. darin, dass der Arbeitnehmer sich nach den Anweisungen des Arbeitgebers zu richten und hierüber tätig zu werden hat.Der Arbeitnehmer hat daher nur für grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz einzustehen. Weiter gilt für Ihn gemäß § 618a BGB eine Beweislastumkehr, worüber der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Pflichtverstoß mit dem entsprechenden Verschulden nachweisen muss. Auch schränkt die gängige Rechtsprechung eine nachgewiesene Haftung nur auf einen anteilsmäßigen Schadensausgleich ein.Unter Berücksichtigung des von Ihnen vorgetragenen Sachverhalts (Mobbing, Krankheit, Überlastung etc.) kann die Nichteintragung der Zeiten meines Erachtens lediglich als Fahrlässigkeit gewertet werden. In der Konsequenz könnte dies maximal eine quotale Beteiligung am Schaden (wenn überhaupt) bedeuten. Dies hätte letztlich jedoch ein Gericht unter Würdigung der Beweislage zu entscheiden.Eine einfache Umrechnung des Arbeitgebers auf die entgangene Forderung ggü. dem Kunden und ein Abzug von Ihrem Gehalt als Schadenswiedergutmachung ist meines Erachtens nicht rechtens. Sofern Ihr Chef seine Drohung wahr macht, sollten Sie sich hiergegen wehren und einen Rechtsanwalt zur Wahrung Ihrer Interessen hinzuziehen.Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.Mit freundlichen GrüßenDr. TraubRechtsanwalt
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über dieBewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können,würde ich mich sehr freuen.Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazubitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.Mit freundlichen GrüßenDr. TraubRechtsanwalt