So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26210
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Ich arbeite in einem Bestattungsunternehmen

Kundenfrage

Hallo,
ich arbeite in einem Bestattungsunternehmen in dem ich alleine für drei Büros zuständig bin.
Letzte Woche war ich aufgrund einer Grippe krank.
Dann ist im Laufe der letzten Woche ein lieber Bekannter und am Sonntag noch ein guter Freund verstorben was mich völlig aus der Bahn geworfen hat.
Gestern habe ich das schon dem Chef mitgeteilt weil ich mich nicht in der Lage fühle momentan Angehörige zu beraten oder eine Trauerfeier durchzuführen. Darauf hin kam schon die Aussage "Sie müssen aber".
Nachdem ich gestern und heute vormittag schon um die übrigen Arbeiten gekümmert hatte, jedoch merkte dass ich einfach keine Kraft und keine Nerven dafür habe, bin ich heim und habe ihm das mitgeteilt. Mit dem Zusatz dass ich deshalb heute noch einen Arzt aufsuchen würde.
Daraufhin rief er mich an, brüllte ins Telefon und beschimpfte mich mit sehr üblen Worten und mit sehr übler Nachrede!
Ich würde ihn kennen lernen wenn ich nicht in 15 Minuten an meinem Arbeitsplatz erscheinen würde. Dass ich schon von Anfang an geweint hatte war ihm egal.
Nun weiß ich nicht was ich machen soll. Ich bin nicht in den 15 Minuten erschienen.
Meine Frage ist: Kann er etwas machen? Wie reagiere ich? Ich bin völlig fertig.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage
Wenn Sie durch Ihren Arzt krank geschrieben werden, dann sind Sie von Ihrer Pflicht zur Arbeit entbunden. In diesem Falle kann Ihr Chef nichts gegen Sie unternehmen. Er kann Sie weder Abmahnen noch kündigen.
Ihre Reaktion auf das Verhalten des Chefs sollte daher einmal sein. dass Sie Ihren Arzt aufsu*****, *****n Ihrem Chef mitteilen, wie lange Sie voraussichtlich krank sein werden und als drittes, dass Sie die AU Bescheinigung einreichen.
Damit sind Sie auf der sicheren Seite.
Wenn Sie von Ihrem Chef beschimpft und beleidigt werden, dann müssen Sie dies in keinem Falle hinnehmen. Sie haben in diesem Falle einen Anspruch auf Unterlassung nach § 1004 BGB analog. Sie können also insoweit, wenn Sie wollen, auch gerichtlich gegen Ihren Chef vorgehen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke für die rasche Antwort.

Was wäre dann als weiteres Vorgehen ratsam?

Es erst einmal auszusitzen und auf die Reaktion vom Chef warten?

Ich fühle mich derzeit nicht in der Lage wieder für ihn zu arbeiten.

Zumal der Psychoterror schon länger andauert.

Ich wurde vor 10 Monaten eingestellt mit der Versprechung nur jedes zweite Wochenende den Bereitschaftsdienst zu übernehmen und dass ich unter der Woche nicht zwangsläufig die Bereitschaften über Nacht übernehmen muss. Heißt dann derjenige der in dem Moment verfügbar ist.

Seit einigen Monaten habe ich fast jedes Wochenende Bereitschaft und wenn ich Abends oder Nachts nicht binnen 15 Minuten zurück rufe dann bekomme ich schon eine Rüge.

Bedeutet ich muss 24Std an 7 Tagen die Woche jederzeit zur Verfügung stehen.

Er hat zu keiner Zeit Anstallten gemacht meine Situation zu verändern indem eine Aushilfskraft gesucht wird. Es war selbstverständlich dass ich "Wie hoch" frage wenn er sagt "springen Sie".

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
was die gegenwärtige Erkrankung anbelangt, so brauchen Sie in der Tat nichts weiter zu unternehmen.
Was den Bereitschaftsdienst anbelangt, so darf Ihr Chef nicht eigenmächtig die Arbeitszeiten ändern. Wenn jedes zweite Wochenende Bereitschaftsdienst vereinbart wurde, dann ist dies so für den Arbeitgeber bindend.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
konnte ich Ihnen behilflich sein?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie, Sterne) sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht