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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17095
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ich (female, 30) befinde mich in einem Arbeitsverhältnis, Lohn.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich (female, 30) befinde mich in einem Arbeitsverhältnis, Lohn.
Bezahlung nach Tarif IGM. Mein Kollege (male, 50) erhält 2 Lohngruppen mehr als ich. Neu eingestellte Mitarbeiter erhalten 1 Lohngruppe mehr als ich. In der Firma sind den Rollen/Stellen Entgeltgruppen lt ERA zugeordnet.
Welche Möglichkeiten habe ich ein höheres Entgelt durchzusetzen? Betriebsrat, Gewerkschaft, Jurist,...
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Wie ist Ihr Arbeitsvertrag gestaltet? Angelehnt an den Tarifvertrag oder Außertariflich?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Nach tarif, kein AT

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ok, danke. Dann ist es in der Tat nicht nachvollziehbar, weshalb es zu einer unterschiedlichen Einstufung kommt. Ist dies aus dem TV gerechtfertigt?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Das weißich nicht. Wie und wo kann ich das nachvollziehen?

Arbeitsort ist Berlin

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Man müsste Einsicht in den Tarifvertrag nehmen. Leider sind nicht alle TV öffentlich zugänglich, sodass ich dazu nichts gefunden habe. Falls Sie den TV haben, schicken Sie ihn mir gern.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Gern sende ich Ihnen den Tarifvertrag zu.

Bitte Geduld bis Freitag.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ok, danke, ***** *****
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

MMit dem Antwortformular bekomme ich das pdf.File nicht angehängt.

Wie kann ich ihnen das Dokument zukommen lassen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank. Ein Ar­beit­ge­ber kann sei­ne Ar­beit­neh­mer für glei­che Ar­beit un­gleich ent­loh­nen, oh­ne da­mit ge­gen den ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz zu ver­s­toßen. Das folgt aus der Ver­trags­frei­heit, die we­nig wert wäre, wenn man bei (Neu-)Ein­stel­lun­gen über den Lohn nicht mehr ver­han­deln könn­te. Eine Aus­nah­me sind Fälle, in de­nen ei­ne un­glei­che Be­zah­lung ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung im Sin­ne des AGG wäre, d.h. ei­ne Schlech­ter­stel­lung we­gen des Ge­schlechts, we­gen des Al­ters, we­gen ei­ner Be­hin­de­rung, we­gen des Glau­bens, we­gen der se­xu­el­len Ori­en­tie­rung oder we­gen der eth­ni­schen Her­kunft. In sol­chen Fällen muss der Ar­beit­ge­ber im Er­geb­nis glei­che Ar­beit gleich be­zah­len, d.h. hier geht die Gleich­be­hand­lung der Ver­trags­frei­heit vor. Wenn man hier also davon ausgehen kann, dass es einen Unterschied gibt, weil der Kollege ein Mann und Sie eine Frau sind, dann hat man eine solche diskriminierende Ungleichbehandlung.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke für den Überblick.

Zitat letzter Absatz, "Wenn man hier also davon ausgehen kann, dass"

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass das "Wenn" gegeben ist?

Können Sie sich bei der Antwort bitte auf die eingangs gestellte Frage beziehen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Jahr.
Erstmal muss man prüfen, ob es eine solche Ungleichbehandlung gibt. Wenn man dies bejaht, fordert man eine Gleichbehandlung schriftlich an. Wird dies abgelehnt, kann man dies vor dem Arbeitsgericht geltend machen.