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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26369
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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Mündliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Kundenfrage

Mündliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Ich arbeite in einer gGmbH und bin Sozialarbeiterin. Das Klima in unserem Team ist meistens familiär und offen. Allerdings vermischen sich dadurch meiner Meinung nach private und geschäftliche Themen. Ich arbeite und betreue psychisch kranke und traumatisierte Frauen und in diesem Bereich ist natürlich Abgrenzung und Stabilität wichtig keine Frage. Seit einiger Zeit besteht meine Chefin darauf, dass ich mir eine Therapeutin suchen soll, sie hat den Eindruck dies sei notwendig um zuverlässige, stabile Arbeitsleistung zu gewährleisten. Wir haben darüber keine schriftliche Vereinbarung getroffen, es war eher eine Empfehlung ihrerseits und da ich dem gegenüber grundsätzlich offen bin hab ich gesagt ich kann mir das vorstellen und höre mich um. Sie fragt regelmäßig nach ob ich nun schon eine Therapeutin habe, da dies aber sehr persönlich ist und zudem alleinerziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter bin und dadurch meine private freie Zeit sehr eingeschränkt ist war dies bis jetzt noch nicht umsetzbar. Ursprünglich wurde ich als langfristige Krankheitsvertretung eingestellt mit der Option auf eine unbefristete Stelle falls diese Kollegin kündigt. Die Wahrscheinlichkeit war sehr hoch, da die Kollegin chronisch krank ist. Ich arbeite dort seit zwei Jahren und nach einem Jahr war klar dass die Kollegin nicht mehr kommt und kündigt. Erst hieß es, dass ich dann einen unbefristeten Vertrag bekomme, was ja auch schon in meinem Einstellungsgespäch thematisiert wurde. Mir wurde von meiner Chefin gesagt, dass die Kollegin für die in Krankheitsvertretung eingestellt wurde nun gekündigt hat und ich deshalb einen festen Arbeitsvertrag kriege. Dann war es aber so, dass die Geschäftsführung beschlossen hat, diese Stelle einer Kollegin die schon ein halbes Jahr länger da ist als ich anzubieten und meine Stelle dafür in eine Elternzeitvertretungsstelle umzuwandeln von einer anderen Kollegin die bereits seit längerem in Elternzeit ist wieder mit der Option dass diese nicht mehr kommt weil sie mittlerweile weit weggezogen ist (380 km). Die Begründung war, dass die Kollegin schon länger da ist und ihr deshalb zuerst die unbefristete Stelle zusteht. Ursprünglich hatte sie die Elternzeitvetretungsstelle und so wurden unsere beiden (Vertretungs-)Stellen sozusagen getauscht. Das habe ich, im nachhinein gesehen vielleicht zu schnell, unterschrieben bzw. mir wurde nicht lange Zeit gelassen darüber nachzudenken. Mir wurde versichert dass das kein Problem ist sondern ein ganz normales Prozedere dass an dieser Arbeitsstelle normal ist. Das heißt aber nun dass ich jetzt die Stelle einer langfristigen Elternzeitvertretung habe und meine Chefin nun angedeutet hat, dass falls ich mir bis Mai 2016 nicht wie vereinbart eine Therapeutin gesucht habe sie sich überlegt, ob sie meinen Arbeitsvertrag verlängert, wenn die Kollegin in Elternzeit ihren Vertrag kündigt. Meine Frage ist nun ob das rechtmäßig so einfach geht? Ich weiß die Fragestellung ist sehr komplex ich hoffe trotzdem dass sie verständlich ist. Natürlich stehe ich für Rückfragen zur Verfügung. Vielen Dank. Verena Widl
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Rechtlich gesehen kann Ihre Chefin nicht von Ihnen verlangen, dass Sie sich einer Therapie unterziehen. Wenn Ihre Arbeitsleistung in Ordnung ist besteht hier keinerlei Handhabe des Arbeitgebers.
Allerdings besteht auf der anderen Seite rechtlich gesehen auf keine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers Ihren Arbeitsvertrag zu verlängern oder in eine unbefristete Stelle umzuwandeln.
Der Arbeitgeber kann also ohne weiteres und ohne Begründung den bestehenden Vertrag auch einfach auslaufen lassen.
Insoweit wäre es ratsam die Therapie (obwohl hierzu keine Pflicht besteht) zu beginnen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Ratsuchender,
konnte ich Ihnen behilflich sein?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie, Sterne) sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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