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kai-mod
kai-mod,
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1
84422447
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kai-mod ist jetzt online.

Hallo, in unserem Betrieb gibt es immer wieder gewisse Vorfälle,

Kundenfrage

Hallo,
in unserem Betrieb gibt es immer wieder gewisse Vorfälle, wo mir die Rechtliche Situation nicht bekannt ist und ich wissen möchte ob man sich das gefallen lassen muss oder nicht.
Wir sind insgesamt 5 Modefachgeschäfte und insgesamt ca. um die 30 Mitarbeiter.
Es kommt aber immer wieder vor das einem der freie Tag gestrichen wird (ohne absprache) und wenn eine Kollegin wegen Krankheit ausfällt, muss man an seinem freien Tag abrufbereit sein um einzuspringen.
Ich arbeite jetzt seid über einer Woche durch und habe mir wichtige Termine auf meinen jetzigen freien Tag gelegt. Mein Arbeitgeber hat mir telefonisch (am morgen meines freien Tages) mitgeteilt, dass ich einspringen muss. Ich habe gesagt, dass ich Termine habe und ihn auf die Woche hingewiesen in der mein freier Tag schon verfallen war. Seine Antwort war, dass ihm das egal sei und ich arbeiten kommen muss. Habe letztendlich eingewilligt, da ich meinen Job nicht riskieren will.
Hat er das Recht den freien Tag einfach zu streichen und bin ich verpflichtet an meinem freien Tag einzuspringen?
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Sicherlich hat der Arbeitgeber ein gewisses Dispositionsrecht. Allerdings kann er nicht beliebig über Ihre Arbeitszeit verfügen und muss entsprechende Vereinbarung akzeptieren.

2. Der Arbeitgeber verlagert die Problematik der Fehlzeiten vollständig auf die Arbeitnehmer, was in dieser Form nicht zulässig ist. Dies stellt einen Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Regelungen dar.

3. Wenn der Arbeitgeber hier eine entsprechende Bereitschaft einfordert, muss er für diesen Bereitschaftsdienst auch eine Vergütung zahlen, auch wenn Sie nicht abgerufen werden.

4. Ansonsten kann der Arbeitgeber ein Einspringen nur verlangen, wenn der Arbeitnehmer diesem zustimmt.

5. Insbesondere die Anforderung für den gleichen Tag ist zu kurzfristig. Die weitere Vorgehensweise ist sicherlich nicht einfach, allerdings kann der Arbeitgeber Sie auch nicht wirksam kündigen, wenn Sie nicht einspringen, da dies nicht zu Ihrer vertraglichen Pflicht gehört.

Schränken Sie die Erreichbarkeit an Ihrem freien Tag für den Arbeitgeber ein. Sollte er Sie dennoch erreichen, teilen Sie ihm mit, dass Sie Ihren freien Tag haben und aus terminlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen.


Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort positiv bewerten, wenn Sie mit dieser zufrieden sind. Sollte meine Antwort Ihre Frage noch nicht vollständig beantworten oder Sie noch Fragen haben, fragen Sie nach ("Antworten Sie dem Experten") bevor Sie eine Bewertung abgeben.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA

Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke, ***** ***** mir schon etwas weiterhelfen. Eine Frage habe ich da aber noch. Ich habe meinem Chef abgesagt, dass ich nicht auf der Arbeit erscheinen werde, da ich wichtige Termine wahrnehmen muss.

Er sagte, dass ich dann mit den Konsequenzen leben müsse die sich daraus erstellen.

Gilt das schon für Arbeitsverweigerung? Und welche Rechtlichen Konsequenzen könnten mir nun bevor stehen?

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für die Rückmeldung.

1. Zunächst sollten Sie einen Gesprächsvermerk über das Telefonat anfertigen. Notieren Sie sich Uhrzeit, Datum und Inhalt des Gespräches.

2. Eine Arbeitsverweigerung stellt dies nicht dar, da der betreffenden Tag ein freier Tag und kein Arbeitstag war.

3. Arbeitsrechtliche Konsequenzen kann der Arbeitgeber zwar veranlassen, wären aber rechtswidrig.

4. Für die Zukunft empfehle ich, die Arbeitseinteilung nachweisbar festzuhalten, damit Sie vor eigenmächtigen Änderungen des Arbeitgebers geschützt sind. Sollte der Arbeitgeber mit einer Abmahnung vorgehen, sollten Sie gegen diese Abmahnung mit anwaltlicher Hilfe vorgehen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den entsprechenden Smiley unter meiner Antwort klicken).

Viele Grüße

Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.

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