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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26592
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe vor einigen Wochen einen befristeten Arbeitsvertrag

Kundenfrage

Ich habe vor einigen Wochen einen befristeten Arbeitsvertrag bei einem Zeitarbeitsunternehmen unterschrieben. Der Einsatz soll am 1. September 2015 starten. Mein altes Arbeitsverhältnis habe ich fristgerecht gekündigt, als der neue Vertrag vorlag. Nun lässt mich der neue Arbeitgeber wissen, dass das Unternehmen, bei dem ich starten soll, die Verträge mit dem Zeitarbeitsunternehmen nicht unterschreiben will und das Arbeitsverhältnis daher höchstwahrscheinlich nicht zum Tragen kommen wird. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich hier. Im Arbeitsvertrag steht jedoch die Klausel, dass das Arbeitsverhältnis innerhalb der Probezeit mit einer Frist von zwei Wochen ohne Angaben von Gründen gekündigt werden kann. Aufgrund der Situation zweifle ich diese Klausel an.
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich Sie höflich fragen:
Wurden Sie denn bei Unterzeichnung des Arbeitsvertrages darüber informiert, dass der Vertrag mit dem neuen Arbeitgeber noch gar nicht unterschrieben wurde?
Haben Sie denn nur wegen dem neuen Arbeitsvertrag gekündigt?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Der Vertrag bei dem Partner meines Arbeitgebers war ja laut Aussagen der Firma bereits vereinbart und der Rest nur noch Formsache und mein Arbeitsvertrag ist auf Grund dieser Tatsache auch nur zustande gekommen. Der Vertrag wäre sonst nicht zustande gekommen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich habe nur aufgrund meines vorliegenden neuen Arbeitsvertrages gekündigt.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank!
Nach § 622 III BGB kann leider eine Probezeit mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen vereinbart werden. Dies gilt auch für befristete Verträge.
Die Kündigung ist also an sich in Ordnung.
Was aber nicht in Ordnung ist, ist das Verhalten des Arbeitgebers bei Vertragsabschluss. Wenn er Ihnen das neue Arbeitsverhältnis als sicher darstellt und Ihnen verschweigt, dass in Wirklichkeit der Vertrag mit der Firma noch gar nicht unter Dach und Fach ist, d***** *****egt darin eine Pflichtverletzung durch den neuen Arbeitgeber vor, mit der Folge, dass er Ihnen nach § 280 BGB Schadensersatz schuldet.
Der Schadensersatz will dabei den Schaden ersetzen, der Ihnen durch die Aufgabe Ihres alten Jobs entstanden ist. Hätte der neue Arbeitgeber Ihnen nämlich reinen Wein eingeschenkt, dann hätten Sie den alten Vertrag niemals gekündigt.
Der neue Arbeitgeber muss daher als Schaden das Gehalt zahlen, dass Sie beim alten Arbeitgeber erhalten hätten, solange bis Sie einen neuen Job gefunden haben. Wenn Sie allerdings Arbeitslosengeld beziehen, dann müssen Sie dieses Geld vom Schaden natürlich in Abzug bringen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
konnte ich Ihnen behilflich sein?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung (lachender Smilie, Sterne) sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt