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daniela-mod
daniela-mod , JustAnswer Staff
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24
Erfahrung:  JustAnswer Support Staff
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daniela-mod ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe eine Frage in Bezug auf Arbeitsrecht. Ich

Kundenfrage

Guten Abend,
ich habe eine Frage in Bezug auf Arbeitsrecht.
Ich bin 32 Jahre alt und arbeite als Immobilienkauffrau in einer kleineren Hausverwaltung in Berlin.
Mein Arbeitsverhältnis begann am 18.9.2014. Wir sind insgesamt ca. 15 Mitarbeiter, allerdings kann ich nicht genau sagen, wer für welche Unterfirma arbeitet.
Am Mittwoch erfuhr ich durch einen Fehler einer Mitarbeiterin, die wohl den falschen Drucker benutzte, dass mir gekündigt werden soll. jedenfalls kam ich nach der Mittagspause wieder ins Büro und sah ein umgedrehtes A4-Blatt auf meiner Tastatur, welches ich aus Neugier umdrehte und dann sah, dass dies ein Entwurf eines Kündigungsschreibens an mich ist. Mir sollte am 30.4. zum 31.05.2015 gekündigt werden. Dies kommt völlig überraschend, ich habe zu keiner Zeit eine Abmahnung erhalten. Auch ein allgemeiner Stellenabbau steht außer Frage- nachdem ich dies nun wusste, habe ich mich bis einschließlich 8.5.2015 krankschreiben lassen, um für den Eventualfall die Frist zu verlängern (es weiss keiner, dass ich es weiss). Meine Frage: Wie reagiere ich in einem solchen Fall ? Es ist ja (noch) nichts offiziell...
Vielen lieben Dank schon mal für kommende Antworten.
Gepostet: vor 1 Jahr.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst müssen Sie alleine bereits aufgrund des Arbeitsvertrages ihre Arbeit weiterhin fortsetzen. Bisher ist die Kündigung ja auch noch nicht ausgesprochen.

Sie sollten sich zunächst auch noch nicht anmerken lassen, dass sie von der Kündigungsabsicht Kenntnis haben. Ein Gespräch mit der dem Arbeitgeber dürfte hier auch zunächst wenig bringen, es sei denn, es besteht ein sehr guter Kontakt und man könnte über das Vorhaben sprechen.

Ansonsten sollten Sie sich gegebenenfalls parallel bereits um einen möglichen neuen Job kümmern. Sofern die Kündigung dann ausgesprochen wird, können Sie diese innerhalb von drei Wochen mit einer Kündigungsschutzklage angreifen. Der Arbeitgeber müsste dann im gerichtlichen Verfahren vortragen, warum er die Kündigung ausgesprochen hat und einen Kündigungsgrund benennen. Dieser Kündigungsgrund ist dann gerichtlich überprüfbar.

Möglicherweise könntest dann auf eine einvernehmliche Aufhebung mit Zahlung einer Abfindung vor Gericht hinauslaufen, was für Sie dann positiv wäre, wenn Sie bereits eine neue Arbeit in Aussicht haben.

Nur nebenbei gedacht ist allerdings auch fraglich, ob die Kündigung tatsächlich vom Arbeitgeber oder gegebenenfalls von einem Kollegen stammt, der Ihnen einen Schreck einjagen wollte, da zumindest nicht ersichtlich ist, dass diese auch vom Arbeitgeber dorthin gelegt worden ist, gerade weil ja offensichtlich war, dass Sie hier von Kenntnis erhalten erhalten sollten, wenn das Blatt auf Ihrer Tastatur liegt.

In diesem Fall wäre dann tatsächlich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber vorab sinnvoll.

Ich hoffe, dass ich Ihnen bis hierher hilfreich antworten könnte und stehe bei weiterem Nachfragebedarf gerne zur Verfügung.

Über ihre anschließende positive Bewertung freue ich mich.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

vielen dank für die rasche antwort, eine kleine frage hätt ich aber noch: mal angenommen, ich erhalte am montag die kündigung und werde freigestellt- wäre damit mein resturlaub abgegolten ? ich habe für dieses jahr noch 23 tage...

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 1 Jahr.
Der Arbeitgeber kann mit einer Freistellung Resturlaub abgelten. Dann muss er dies allerdings in der Freistellungsmitteilung explizit ausführen, also zum Beispiel, dass mit der Freistellung (widerruflich oder unwiderruflich) noch offener Urlaub abgegolten ist.
Dann haben Sie keine weiteren Ansprüche mehr auf Urlaub.
Wenn er sie nur freistellt ohne auf den Urlaub Bezug zu nehmen, haben Sie noch Anspruch auf Urlaub bzw. dessen Auszahlung.
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 1 Jahr.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,


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