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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17101
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zu meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zu meiner jetzigen Kündigung, ich hatte vom 23.07.2012 bis 23.07.2013 einen befristeten Vertrag (12 Monate) in einem Blumenhandel gehabt. Von März bis August arbeitete ich in einer anderen Branche, im Oktober 2014 fing ich wieder mit einem befristeten Arbeitsvertrag (10 Monate) an zu arbeiten und erhielt vier Wochen später zum Ende des Monats meine Kündigung. Lt. Aussage einer Kollegin wurde ich nur "Ausversehen" eingestellt. In der Bewerbung gab ich an, dass ich dort schon mal gearbeitet hatte, auch beim Vorstellungsgespräch kam dies zur Rede. Von einem Freund habe ich gehört, man hätte mich nicht mehr befristet einstellen dürfen sondern unbefrstet; kann dies ein möglicher Grund gewesen sein? Kann ich auf Wiedereinstellung klagen?
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** Nutzung von Justanswer.
Sie wurden quasi erneut in dem gleichen Blumenhandel eingestellt?
War der Vertrag wieder befristet? War eine Probezeit vereinbart?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Beim ersten Mal war der Vertrag befristet auf 12 Monate. jetzt beim zweiten Mal wieder befristet aber auf 10 Monate mit 6 Monate Probezeit.

Ok, danke.

Das Vereinbaren einer neuen Probezeit ist eigentlich nicht zulässig.

Auch bei einer wiederholten Befristung bestehen Bedenken.

Dennoch kann das Unternehmen je nach Größe auch normal kündigen.

Die Frage ist hier nur, weshalb man nicht bemerkt hat, dass Sie dort schonmal gearbeitet haben.

Haben Sie dies nicht angegeben, ggf. sogar verschwiegen, oder hat die Firma das einfach übersehen?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Doch ich hatte es in der Bewerbung eingeschrieben, das Arbeitszeugnis beigelegt und beim Vorstellungsgespräch noch mal angegeben.

Ohne Rechtschutzversicherung ist das sicherlich alles zwecklos.

Ok, dann hat die Firma den Fehler gemacht.

Dann war die Probezeit unzulässig.

Ob eine 2. Befristung wirksam war, kommt auf die Begründung in beiden Verträgen an.

Eine Kündigungsschutzklage kostet aber auf alle Fälle Geld. Man muss hier die Kosten auch allein tragen.

Sie könnten aber ggf. Prozesskostenhife beantragen, wenn es finanziell nicht möglich ist und sie entsprechend bedürftig sind.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

die Kostenhilfe wurde abgelehnt, da waren 100E zu viel. Man rät mir nächsten Monat wiederzukommen, wenn ich Arbeitslosengeld erhalte, aber da ist die Frist doch abgelaufen.

Müsste mich dann der Arbeitgeber mit 3-monatiger Kündigungsfrist kündigen?

Was würde das Verfahren kosten?

Wenn er mehr als 10 Angestellte hat, muss er auch einen Kündigungsgrund angeben.

Dann lohnt sich die Klage.

Hat er weniger als 10 Angestellte braucht er keinen Grund.

Dann lohnt sich die Klage nicht.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

im gesamten Unternehmen mehr als 10 oder nur in der Filiale?

In der Filiale arbeiten 4, das Unternehmen hat mehr als 10 Filialen und im Lager arbeiten auch mehrere.

Was würde mich so ein Verfahren kosten, was bringen?

Wenn die Filiale nicht eigenständig ist, sondern zum Unternehmen gehört, dann zählen alle Mitarbeiter.

Das Verfahren kostet nur Anwaltskosten, wenn Sie sich einen nehmen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Oki, ich werde schauen wo ich das Geld hernehme, bekomme in zwei Monaten Hartz IV. Vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe.

Gern, alles Gute.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ich habe so eben im befristeten Arbeitsvertrag eine Klausel gefunden, in dieser steht, § 14Abs. 2 Teilzeitbefristungsgesetz "Der Arbeitgeber weist den Arbeitnehmer darauf hin, ..." und "Mit Rücksicht darauf versicherte Arbeitnehmer mit seiner Vertragsunterschrift ausdrücklich, dass er innerhalb der letzten drei Jahre zu keinem Zeitpunkt in einem Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitgeber gestanden hat". Doch habe ich beim Vorstellungsgespräch dem Arbeitgeber davon in Kenntnis gesetzt, auch stand es in der Bewerbung und im Lebenslauf und ich hatte ein Arbeitszeugnis in der Bewerbungsmappe.

Ist der Arbeitsvertrag nun doch nicht unzulässig?

Hier müsste man im Streitfall nachweisen, weshalb Sie das so unterschrieben haben und weshalb der Arbeitgeber dies nicht bemerkt hat.

Wenn Ihnen sehr viel an der Stelle gelegen ist und Sie die finanziellen Möglichkeiten haben, sollte man prozessieren.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

kann ich mit dieser Sache direkt zum Arbeitsgericht oder muss ich zwingend einen Anwalt dazu nehmen?

Es geht auch ohne Anwalt beim Arbeitsgericht.
raschwerin und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.