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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, kurze Erläuterung: Dem Arbeitnehmer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
kurze Erläuterung: Dem Arbeitnehmer wurde gekündigt, ist vor Gericht gegangen, hat Recht bekommen, Firma muss bis zur rechtskräftigen Kündigung zum Tag X den Arbeitnehmer weiter beschäftigen. Arbeitnehmer legt Krankmeldung bis zum Tag A vor mit Hinweis auf mögliche Verlängerung. Es erfolgt keine neuerliche Krankmeldung und auch kein Arbeitsantritt nach dem Tag A. Der Arbeitgeber erlangt Kenntnis, dass der Arbeitnehmer vier Monate vor der rechtskräftigen Kündigung zum Tag X eine neue/andere Arbeitsstelle am Tag B angetreten hat.
Frage: Muss der "alte" Arbeitgeber trotz dieser Umstände - "nicht Antreten der alten Arbeitsstelle nach Tag A und Antritt einer neuen Arbeitsstelle zum Tag B" - dem Arbeitnehmer für 4 Monate das Gehalt zahlen ?
Für eine unverbindliche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer bis zum Tag X einen Gehaltsanspruch.
Es gilt jedoch § 11 des Kündigungsschutzgesetzes.
Hier heißt es:
Besteht nach der Entscheidung des Gerichts das Arbeitsverhältnis fort, so muss sich der Arbeitnehmer auf das Arbeitsentgelt, das ihm der Arbeitgeber für die Zeit nach der Entlassung schuldet, anrechnen lassen,
1.
was er durch anderweitige Arbeit verdient hat,
2.
was er hätte verdienen können, wenn er es nicht böswillig unterlassen hätte, eine ihm zumutbare Arbeit anzunehmen,
3.
was ihm an öffentlich-rechtlichen Leistungen infolge Arbeitslosigkeit aus der Sozialversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch oder der Sozialhilfe für die Zwischenzeit gezahlt worden ist. Diese Beträge hat der Arbeitgeber der Stelle zu erstatten, die sie geleistet hat.
Sie haben daher zunächst gegenüber dem ehemaligen Angestellten einen Anspruch auf Darlegung, welche Einkünfte er in der Zwischenzeit vereinnahmt hat.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Sie haben meine erste Antwort gelesen.
Haben Sie Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?
Gern helfe ich weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rösemeier,

ich habe Ihnen vorhin mhr Details zu dieser Sachlage aufgegeben,

bin mir aber leider nicht sicher, ob diese an Sie rausgegangen sind.

Wenn nicht, bitte kurze Info.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Leider habe ich keine Nachfrage erhalten.
Es scheint gelegentlich technische Probleme zu geben.
Stellen Sie einfach nochmals weitere Informationen ein.
Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

hier nochmals nähere Details:

Kündigung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber zum 30.04.

Arbeitnehmer geht gerichtlich dagegen vor und bekommt recht,

Arbeitnehmer muss bis zum 30.09.weiterbezahlt werden, erst dann ist die Kündigung rechtskräftig.

Krankschreibung des Arbeitnehmers vom 22.04.bis einschl.25.04.

"Gelber Schein" liegt vor.

am 28.04 erfolgt kein Arbeitsantritt des Arbeitnehmers, auch eine

verlängerte Krankschreibung wird nicht vorglegt.

Am 02.05 erhält der Arbeitgeber ein Einschreiben vom Arbeitnehmer, dass sich die Krankschreibung bis voraussichtlich Ende Mai verlängert.

Ein erneuter "Gelber Schein" wird nicht vorgelegt.

Eine Wiederaufnahme der Arbeit durch den Arbeitnehmer zum 02.06. erfolgt nicht. Stattdessen erfährt der Arbeitgeber durch Zufall, dass der Arbeitnehmer am 02.06.eine neue/andere Arbeitsstelle angetreten hat.

Hat der Arbeitnehmer hier nicht grob fahrlässig gegen das Arbeitsrecht verstoßen ?

1.weil er zweimal keine Karnkmeldung vorlegt, 2.zweimal die "alte" Arbeitsstelle nicht antritt, trotz Rechtsprechung und 3.eine "neue/andere" Arbeitsstelle annimmt, ohne den "alten"Arbeitgeber zu informieren !!!

Ein bewusstes Nichtantreten der "alten " Arbeitsstelle ist dem Arbeitnehmer schon vorher bewusst, da er sich bereits während seiner Krankmeldung um eine "neue" Arbeitsstelle bewirbt und diese am 02.06.

antritt. Eine Bewerbung erfolgt ja nicht von einem auf den anderen Tag.

Wie sieht es jetzt mit einer Fortzahlung des Gehaltes bis zum 30.09.aus?

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
der betreffende Arbeitnehmer hat natürlich nur dann einen Lohnanspruch, soweit er entschuldigt der Arbeit ferngeblieben ist.
Ist keine neue Krankschreibung vorgelegt worden und der Arbeitnehmer nicht erschienen, besteht kein Anspruch.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie weitere Nachfragen oder benötigen Sie zusätzliche Informationen ?
Falls nicht, hinterlassen Sie bitte noch eine positive Bewertung.
Vielen Dank ***** ***** Rückmeldung.