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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22087
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, bei mir auf der Arbeit ist vor ein paar Wochen festgestellt

Kundenfrage

Hallo, bei mir auf der Arbeit ist vor ein paar Wochen festgestellt worden das Benzin aus einem frei zugänglichen Kanister entwendet worden, welchen ich eine Woche zuvor betankt hatte, jetzt denkt mein Chef das ich das Benzin entwendet habe was ich aber ditrekt verneint habe, da ich es auch nicht gewesen bin.
Kann mich mein Chef dennoch auf den Verdacht hin kündigen?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, Ihr AG wird Ihnen nicht auf seinen bloßen Verdacht hin kündigen können!

Soweit Ihnen ein Diebstahl zur Last gelegt wird, steht eine so genannte Verdachtskündigung im Raum. Sie kommt immer dann in Betracht, wenn der AG konkrete Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat am Arbeitsplatz zu haben glaubt.

Angesichts der einschneidenden Folgen für den Arbeitnehmer werden sehr hohe Anforderungen an die konkreten Anhaltspunkte gestellt, die den Verdacht stützen. Sie müssen von einer Intensität und Stärke sein, die jedenfalls die besondere Schärfe der Verdachtskündigung zu rechtfertigen geeignet sind.

In grundsätzlicher Weise hat das Bundesarbeitgericht entschieden, dass Mutmaßungen und bloße Annahmen keinesfalls zur Rechtfertigung eines dringenden Tatverdachts ausreichen (BAG, Urteil v. 29.11.07, 2 AZR 724/06). In einer weiteren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass der Verdacht so dringend sein muss, dass es als nahezu sicher gelten kann, dass die Tat von dem betreffenden Arbeitnehmer begangen wurde (BAG, Urteil v. 13.03.08, 2 AZR 961/06).

Zudem ist unbedingte Wirksamkeitsvoraussetzung der Verdachtskündigung die Anhörung des betroffenen Arbeitsnehmers, um diesen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Darüber hinaus hat der AG alles zu unternehmen, um den zur Verdachtskündigung führenden Vorfall einer umfassenden Klärung zuzuführen. Er hat andere Mitarbeiter anzuhören und gegebenenfalls weitere Ermittlungen anzustellen, die zur Entlastung des Arbeitnehmers führen können.

Die vorstehenden Voraussetzungen liegen in Ihrem Fall überhaupt nicht vor, sofern Ihr AG nur glaubt, dass Sie das Benzin gestohlen haben. Diese reine Vermutung reicht - wie erwähnt - NICHT aus, um auf dieser Grundlage eine Verdachtskündigung gegen Sie auszusprechen.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, Ihr AG wird Ihnen nicht auf seinen bloßen Verdacht hin kündigen können!

Soweit Ihnen ein Diebstahl zur Last gelegt wird, steht eine so genannte Verdachtskündigung im Raum. Sie kommt immer dann in Betracht, wenn der AG konkrete Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat am Arbeitsplatz zu haben glaubt.

Angesichts der einschneidenden Folgen für den Arbeitnehmer werden sehr hohe Anforderungen an die konkreten Anhaltspunkte gestellt, die den Verdacht stützen. Sie müssen von einer Intensität und Stärke sein, die jedenfalls die besondere Schärfe der Verdachtskündigung zu rechtfertigen geeignet sind.

In grundsätzlicher Weise hat das Bundesarbeitgericht entschieden, dass Mutmaßungen und bloße Annahmen keinesfalls zur Rechtfertigung eines dringenden Tatverdachts ausreichen (BAG, Urteil v. 29.11.07, 2 AZR 724/06). In einer weiteren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass der Verdacht so dringend sein muss, dass es als nahezu sicher gelten kann, dass die Tat von dem betreffenden Arbeitnehmer begangen wurde (BAG, Urteil v. 13.03.08, 2 AZR 961/06).

Zudem ist unbedingte Wirksamkeitsvoraussetzung der Verdachtskündigung die Anhörung des betroffenen Arbeitsnehmers, um diesen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Darüber hinaus hat der AG alles zu unternehmen, um den zur Verdachtskündigung führenden Vorfall einer umfassenden Klärung zuzuführen. Er hat andere Mitarbeiter anzuhören und gegebenenfalls weitere Ermittlungen anzustellen, die zur Entlastung des Arbeitnehmers führen können.

Die vorstehenden Voraussetzungen liegen in Ihrem Fall überhaupt nicht vor, sofern Ihr AG nur glaubt, dass Sie das Benzin gestohlen haben. Diese reine Vermutung reicht - wie erwähnt - NICHT aus, um auf dieser Grundlage eine Verdachtskündigung gegen Sie auszusprechen.

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, sofern Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Sie bewerten, indem Sie einmal auf einen der Smileys/Buttons klicken - entweder auf "Frage beantwortet" oder auf "Informativ und hilfreich" oder auf "Toller Service".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Seien Sie so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben.

Ihre Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, so fair zu sein, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Teilen Sie mir bitte mit, was Sie an der Abgabe einer positiven Bewertung hindert.

Ihre Anfrage ist ausführlich beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte. Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, gemäß den geltenden Vertragsbedingungen dieses Portals eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie denn noch eine Nachfrage, die ich nicht erhalten habe?

Nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten" für etwaige Nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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