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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16847
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Thema Arbeitgeberinsolvenz/Arbeitslosengeld.

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe eine Frage zum Thema Arbeitgeberinsolvenz/Arbeitslosengeld.
Mein Arbeitgeber hat Insolvenz angemeldet und mir aus betrieblichen Gründen (Geschäftsauflösung) zum 30.11.2014 gekündigt. Es wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und die Kdg wurde von ihm und dem Geschäftsführer unterzeichnet.
Nun ist es so das die Insolvenz vmtl. mangels Masse abgewiesen wird und mehrere Millionen Euro Schulden sehr wenig (vermutlich nur etwas mehr als die Einlage GmbH) Vermögen gegenüberstehen. Da nun die Kündigung verschludert wurde und mir einen Monat „zu spät“ gekündigt wurde komme ich über den Insolvenzgeldzeitraum von 3 Monaten hinaus und hätte noch den ganzen November ein Anstellungsverhältnis, jedoch keinen Anspruch auf Insolvenzgeld mehr. Es wurde kein Lohn o.Ä. für August, September und voraussichtlich dann auch Oktober bezahlt. Auch eine Vorfinanzierung fand nicht statt, da wir nur noch 2 Angestellte sind…
Auf Anraten der Arbeitsagentur hatte ich Anfang des Monats meinen Arbeitgeber angemahnt, binnen einer Woche den rückständigen Lohn zu zahlen. Passiert ist natürlich nichts, woher auch bezahlen wenn kein Geld da ist. Der Berater beim Amt hat mir zugesichert, bei erfolgter Abmahnung sofort Arbeitslosengeld ohne Sperrzeit beziehen zu können und auch von meinem Recht auf Arbeitsverweigerung von Arbeitsamtseite aus ruhig gebrauch machen könnte und mir keine Sperrzeit entsteht wenn ich jetzt fristlos kündigen würde.
Ich benötige eine Abwägung, Einschätzung der Lage wie ich mich ab besten nun verhalte. Ich kann
1) Zum Monatsende fristlos kündigen und Arbeitslosengeld ohne Sperre beziehen
2) meine Arbeit verweigern und nicht kündigen und quasi auf die Wirksamkeit der Kündigung des Arbeitgebes Ende November warten.
Kann ich in Fall 2 auch Arbeitslosengeld beantragen, quasi als Ersatz zum Insolvenzgeld dass mir ja für November nicht mehr zusteht? Oder ist es vielmehr so dass mein Lohn nur auf die Insolvenztabelle wandern würde und dann aber nichts passiert da dort nichts zu holen sein wird?
Ich müsste einfach nur eine rechtliche Einschätzung bekommen ob ich irgendwelche Vorteile davon habe jetzt nicht fristlos zu kündigen sondern „nur“ meine Arbeit zu verweigern. Steht mir dann Arbeitslosengeld zu oder laufe ich bei Arbeitsverweigerung Gefahr am Ende nicht einmal das für die verweigerte Zeit zu erhalten?
Übrigens hat mein Arbeitgeber aufgrund diverser Verflechtungen, Mutterfirma und „Personalunionen“ durchaus Vorteile von meiner Arbeit und versucht mit der verzögerten Kündigung nur meine Arbeitsleistung quasi kostenlos von der Insolvenzversicherung bzw. dann jetzt vom Arbeitsamt zu bekommen. An einem Rechtsstreit in diesem Feld habe ich aber kein Interesse da ich leider keine RSV habe…
Danke ***** *****
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.
In Fall 2 bekommen Sie Ihren Lohn aus der Masse, dh aus dem , was die Firma aktuell erwirtschaftet .
Aus der Tabelle bekommen Sie den Lohn, der bis zur Insolvenzeröffnung anfällt .
Alle folgenden Gehälter bekommen Sie aus dem was die Firms erwirtschaftet .
Da dies nicht möglich sein wird, kann Ihnen das Arbeitsamt das Geld vorschießen , wenn der Arbeitgeber zahlungsunfähig ist.
Wenn Sie nicht bezahlt werden haben Sie das Recht, die Arbeitsleistung zurück zu halfen .
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

das weiß ich ja alles. Hier erneut meine Frage:

Ich benötige eine Abwägung, Einschätzung der Lage wie ich mich ab besten nun verhalte. Ich kann
1) Zum Monatsende fristlos kündigen und Arbeitslosengeld ohne Sperre beziehen
2) meine Arbeit verweigern und nicht kündigen und quasi auf die Wirksamkeit der Kündigung des Arbeitgebes Ende November warten.

Ich müsste einfach nur eine rechtliche Einschätzung bekommen ob ich irgendwelche Vorteile davon habe jetzt nicht fristlos zu kündigen sondern „nur“ meine Arbeit zu verweigern. Steht mir dann Arbeitslosengeld zu oder laufe ich bei Arbeitsverweigerung Gefahr am Ende nicht einmal das für die verweigerte Zeit zu erhalten?

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender ,
Ich rate Ihnen fristlos zu kündigen.
Von Ihrem Arbeitgeber haben Sie ohnehin nichts mehr zu erwarten und durch die Arbeitsverweigerung handeln Sie sich garantiert Ärger mit dem lnsolvenzverwalter ein.
Dass Sie berechtigt die Arbeit verweigern wird diesem egal sein .
So können Sie sich arbeitslos melden und sich in Ruhe nach einer neuen Arbeit umsehen .ä
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geeehrter Ratsuchender, leider haben Sie mich bis jetzt noch nicht positiv bewertet.Ich würde sehr gerne die Beratung abschliessen und dafür vergütet werden.Dafür brauche ich ihre Rückmeldung, was denn an meiner Antwort noch fehlt. Es kann auch sein, dass ich Ihre Nachfragen nicht bekommen habe. Ich würde dann bitten, Ihre Fragen hier noch einmal zu stellen, damit ich sie beantworten kann.Vielen Dank ***** ***** Verständnis.