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ra-steininger
ra-steininger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 304
Erfahrung:  Rechtsanwalt seit 2002
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ra-steininger ist jetzt online.

Kündigung in der Probezeit

Kundenfrage

Hallo.

Bis Montag war ich in einem Heim zur Wiedereingliederung psychisch kranker Menschen mit richterlichen Unterbringungsbeschluss als ungelernte Hilfskraft tätig. Ich arbeite im sozialen Bereich bereits seit 2010, da ich aber erst die Arbeitsstelle gewechselt habe, wurde ich noch in der Probezeit, ohne Angaben von Gründen, zumindest stehen die nicht in der Kündigung, gekündigt. Natürlich hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin deshalb und weiß, was der Grund für die fristlose Kündigung war: Ich habe mit einer der Bewohnerinnen, welche primär an Borderline erkrankt ist, aus therapeutischen Gründen eine Art Tagebuch geführt in das sie alles reinschreiben durfte was sie wollte und ihren Gefühlen sozusagen freien Lauf lassen durfte und da sie mir anfangs erzählt hat, dass sie schriftlich besser "Dampf ablassen" kann, hab ich sie eben gefragt, ob sie Lust dazu hat, was sie auch bestätigte. Wir haben auch Regeln ausgemacht, was das Buch betrifft. Die wichtigste Regel war die, dass alles was in das Buch reingeschrieben wird auch da drin bleibt und unseren Umgang bzw. allgemein unser reales Leben davon nicht beeinflusst wird. Also, sollte ihr danach sein mich in dem Buch wegen irgendwas zu kritisieren oder mich gar beleidigen, so wird sich das nicht darauf auswirken, wie ich mit ihr während meiner Dienstzeiten umgehe. Und es war für uns beide ein Mittel um uns den Frust von der Seele zu schreiben, was also gleichzeitig bedeutet, dass teilweise wirklich sehr private Dinge darin stehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben niemandem davon erzählt, aber nicht weil so etwas verboten ist, oder wir ein Geheimnis draus machen wollten, sondern weil es einfach etwas war, was nur uns beide anging und wir es nicht für wichtig hielten, jemandem davon zu erzählen. Ich habe das Buch aus Versehen im Dienstzimmer auf dem Fensterbrett liegen lassen nach meinem Spätdienst und derjenige der in dieser Nacht Dienst hatte, muss es wohl gefunden, gelesen und an die Chefin weitergegeben haben. Nun habe ich in dem Buch u.a. auch mal Kritik an den angebotenen "Therapiemaßnahmen" geübt, wobei der Plural hier eigentlich nicht genommen werden dürfte, da zur Zeit zumindest, außer der Arbeitstherapie, und einer Gruppe für die Suchtkranken, die aber nur sporadisch stattfindet, keine weiteren Therapiemaßnahmen durchgeführt werden. Meine Chefin war total empört über die Kritik und hat mich deshalb fristlos entlassen. Sie hat mir somit meine ganzen Zukunftsperspektiven geraubt, denn ich wollte im September endlich die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin starten. Ich will diese Ausbildung unbedingt machen, mir liegt einfach so viel daran und ich finde es muss doch einen Weg geben, wie man sich, auch in der Probezeit, gegen so etwas wehren kann. Das was ich an Kritik rausgelassen habe ist die Meinung von 90% meiner Ex-Kollegen. Nur weils von mir schriftlich festgehalten wurde, und man es den anderen nicht nachweisen kann, werde ich gekündigt. Meine Chefin behauptete übrigens während des Gesprächs, dass sie ihre Entscheidung auch mit dem Betriebsrat besprochen hat, was aber nicht wirklich stimmt. Sie hat lediglich ein Mitglied des Betriebsrates, welches sich aber zur Zeit im Krankenstand befindet, angerufen, um von der Kündigung zu berichten, alle weiteren Betriebsratsmitglieder wussten davon aber nichts, also hat keine Besprechung stattgefunden. Zumindest nicht so, wie meine Chefin behauptet hat. Außerdem wurde sie sehr persönlich und meinte Sachen wie, ich wäre nicht geeignet um in diesem Bereich zu arbeiten und ich bräuchte doch selbst eine Therapie. Ich bin davon überzeugt gute Arbeit zu leisten und der beste Beweis dafür ist der, dass die Bewohner eine Unterschriftenaktion gestartet haben, um die Kündigung rückgängig zu machen. Jeder hat unterschrieben. Ich hoffe, dass das an Infos erst mal genügt und dass mir hier weitergeholfen wird, denn ich bin deshalb ziemlich verzweifelt. Vielen Dank ***** ***** im Voraus für ihr Bemühen.

Viele Grüße, Stephanie D.

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Mirko-cssm hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank für Ihr Bemühen!!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Erneut posten: Noch keine Antwort.
Ich habe bisher noch keine Antwort auf meine Frage erhalten, bräuchte aber wirklich dringend einen Rat!!
Experte:  ra-steininger hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Tag,

grundsätzlich ist eine ordentliche Kündigung wâhrend der Probezeit immer möglich, die fristlose benötigt aber einen Grund.

Ob dieser hier vorliegt, kann zumindest bezweifelt werden.

Darüber hinaus erscheint die notwendige Anhörung des Betriebsrates nicht ordnungsgemäß, so dass die Kündigung auch deshalb unwirksam wäre.

Hiergegen müssen Sie klagen, und zwar innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung. Daher sollten Sie umgehend anwaltliche Vertretung in Anspruch nehmen.