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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

wie lange zahlt die BG und wieviel prozent vom Lohn? bei einem

Kundenfrage

wie lange zahlt die BG und wieviel prozent vom Lohn? bei einem eindeutigem Arbeitsunfall. witwe 41 jahre;kein einkommen
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein:

Nach einem eingetretenen Versicherungsfall erhält der Geschädigte von der Berufsgenossenschaft nicht sofort die Unfallrente. Liegt eine Arbeitsunfähigkeit vor, springt vielmehr als Erstes für 6 Wochen die gesetzliche Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber ein.

Anschließend zahlt die BG eine Entgeltersatzleistung in Form von Verletztengeld, das 80 Prozent des Regelentgelts entspricht, aber nicht höher als das regelmäßige Nettoarbeitsentgelt sein darf. Abgezogen davon werden dann noch die Beitragsanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Zahlungen enden mit dem letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit, bzw. mit dem Beginn der Zahlung von Übergangsgeld: grundsätzlich spätestens mit Ablauf der 78. Woche - jedoch nicht vor Ende der stationären Behandlung.

Bleibt eine andauernde Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 20 Prozent durch einen Arbeitsunfall, einen Wegeunfall oder eine Berufskrankheit - die noch 26 Wochen nach dem Versicherungsfall besteht - zurück, so wird die gesetzliche Unfallrente, die BK- bzw. Verletztenrente, geleistet. Eine Ausnahme gilt bei Versicherungsfällen ab dem 1. Januar 2008 bei landwirtschaftlichen Unternehmern und ihren im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner, sowie nicht nur vorübergehend mitarbeitende Familienangehörige. Hier ist eine MdE von wenigstens 30 % Voraussetzung für einen Rentenanspruch.

Bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit (100 % MdE) wird eine Vollrente gezahlt. Diese beträgt 2/3 des vor dem Arbeitsunfall oder der Berufskrankheit erzielten Jahresarbeitsverdienstes (JAV).

Ist der Versicherte allerdings nur teilweise in seiner Erwerbsfähigkeit gemindert, so erhält er auch nur eine Teilrente. Dabei wird der Teil der Vollrente gezahlt, der dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht. Ein Anspruch auf Teilrente besteht ab einer MdE von mindestens 20 bzw. 30 (s.o.) Prozent.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt Ihre Nachfrage beantworte.

Ich hatte Ihre Fragen auch wohl falsch verstanden und zunächst nicht auf die Witwenversorgung bezogen.

Gern ergänze ich meine Antwort:

Die Witwenrente ist in § 65 des Sozialgesetzbiches 7 geregelt.

Es ist leider in der Tat so, dass diese auf einen Zeitraum von 24 Monaten beschränkt ist.

Die Rente beträgt
1.
zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes bis zum Ablauf des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats, in dem der Ehegatte verstorben ist,
2.
30 vom Hundert des Jahresarbeitsverdienstes nach Ablauf des dritten Kalendermonats,
3.
40 vom Hundert des Jahresarbeitsverdienstes nach Ablauf des dritten Kalendermonats,
a)
solange Witwen oder Witwer ein waisenrentenberechtigtes Kind erziehen oder für ein Kind sorgen, das wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung Anspruch auf Waisenrente hat oder nur deswegen nicht hat, weil das 27. Lebensjahr vollendet wurde,
b)
wenn Witwen oder Witwer das 47. Lebensjahr vollendet haben oder
c)
solange Witwen oder Witwer erwerbsgemindert, berufs- oder erwerbsunfähig im Sinne des Sechsten Buches sind.