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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26860
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte, meine Probezeit wurde im Anfang Dezember

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte,
meine Probezeit wurde im Anfang Dezember 2013 von meinem Arbeitgeber mündlich (im Beisein eines Zeugen Arbeitskollege), mit sofortiger Wirkung aufgehoben und ich wurde von der Position Servicekraft zur Serviceleiterin befördert.
Jedoch wurde mir ende Februar 2014 eine schriftliche Kündigung innerhalb der Probezeit zum 1.3..2014 ausgestellt. Leider konnte ich gegen die Kündigung nicht rechtlich vorgehen, weil mir die Polizei und mein Arbeitgeber untersagt haben kontakt zu dem Zeugen auf zunehmen. Da dieser beschuldigt wird einen Einbruch im Dezember 2013 in das Unternehmen meines Arbeitgeber begangen zu haben.

Da ich jetzt nicht mehr in diesem Unternehmen Arbeite, haben ich kontakt zu diesem Zeugen aufgenommen. Dieser würde den Sachverhalt bezeugen und kann dies auch in Form eines gesichertem Chatverlauf mit dem Arbeitgeber beweisen.

Meine Frage lautet daher, welche rechtlichen Schritte ich jetzt noch anwenden kann

Mfg
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage.

Sie können und müssen nun eine Kündigungsschutzklage erheben.

Zwar haben Sie die Klagefrist von 3 Wochen versäumt, das Arbeitsgericht muss aber nach § 5 KschG Ihre verspätete Klage zulassen da Sie ja mangels Zeuge verhindert waren die Klage fristgerecht zu erheben.

Sie müssen sich also an das Arbeitsgericht wenden und einmal einen Antrag auf nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage erheben und gleichzeitig die Kündigungsschutzklage selbst einreichen.

Dies können Sie persönlich beim Arbeitsgericht erledigen. Sie können sich an den Urkundsbeamten der Geschäftsstelle wenden. Der wird den Antrag und die Klage für Sie formulieren.

Dabei müssen Sie dem Gericht vortragen und beweisen, dass Sie erst jetzt Klage erheben konnten, weil Sie vorher von der Zeugenaussage keine Kenntnis hatten.

In der Kündigungsschutzklage selbst wird dann anhand der Zeugenaussage festgestellt werden, dass sie sich nicht mehr in der Probezeit befanden. Der Richter wird dann in der Güteverhandlung eine gütliche Einigung mit dem Arbeitgeber und Ihnen herbeizuführen versuchen.

Sollte diese Scheitern wird das Arbeitsgericht ein Urteil aussprechen ob die Kündigung Ihr Arbeitsverhältnis beendet hat oder nicht,

Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt