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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16768
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag, meine Tochter ist gerade 4 Wochen über die Reguläre

Kundenfrage

Guten Tag,

meine Tochter ist gerade 4 Wochen über die Reguläre Probezeit drüber gewesen als sie Ihren Chef um einen Aufhebungsvertrag bat. Sie ist als Lehrling in der Hörgerätakustik beschäftigt und bekommt 400€ Lehrlingsgehalt. Jetzt will der Ausbilder auf Schadenersatz fordern, nötigenfalls klagen vorher wird es kein Aufhebungsvertrag geben. Meine Frage wäre auf was kann er meine Tochter verklagen, in welcher höhe könnte das ausfallen. Ich möchte auch nicht das sich der Aufhebungsvertrag solange hinzieht, einen neuen Ausbildungsbetrieb wartet schon.

MfG
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Aus welchem konkreten Grund will Ihre Tochter denn das Ausbildungsverhältnis vorzeitig beenden?



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sie fühlt sich dort nicht wohl,kommunikation mit dem Ausbilder sehr schwierig. leider ist eine ordentlich Kündigung in dem Falle niht möglich...darum geht es auch nicht...möchte nur wissen auf was der Ausbilder das Mädchen verklagen kann

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Das ist die entsprechende Vorschrift



§ 23 Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung

(1) Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende oder Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht im Falle des § 22 Abs. 2 Nr. 2.
(2) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird.


Kein Schadensersatz wird geschuldet wenn sich Ihre Tochter für eine andere Ausbildung entscheidet, was sich aus § 22 des Berugsbildungsgesetzes ergibt.






Der Arbeitgeber kann sie nur dann verklagen, wenn er durch ihre vorzeitige Kündigung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist einen Schaden erleidet.

So ein Schaden kann darin liegen, dass er ein Projekt nicht verwirklichen kann, dass er eine Aushilfe einstellen muss usw.


Der Schaden ist aber nur theoretischer Natur.


Zum einen ist der Ausbilder verpflichtet, sich Ersatz zu suchen.

Unterlässt er dies trifft ihn ein Mitverschulden an einem etwa erlittenen Schaden.


Zum anderen vermindert sich der Schaden dadurch, dass er sich ja das Gehalt Ihrer Tochter spart.






Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.



Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung

danke