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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26216
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, wir sind ein kleines Transportunternehmen

Kundenfrage

Guten Morgen,

wir sind ein kleines Transportunternehmen mit 5 Mitarbeitern. Wir haben einen Mitarbeiter, Eintrittsdatum 15.09.2013, mit 3 Monaten Probezeit dem wir kündigen möchten, da er seine Arbeit unzureichend erledigt. Beispiel, er belügt Kunden, er habe nur 3 Paletten abzuladen dabei sind es 14 um schneller dranzukommen. Diese Kunden haben sich massiv beschwerd, bei meinem Mann. Oder er fährt einfach ohne Absprache nach Hause weil er angeblich einen Arzttermin hat. Er raucht im LKW, obwohl wir ihm im Bewerbungsgespräch ausdrücklich darauf hingewiesen haben, das wir das nicht wünschen, er fährt Schäden an den LKW, sagt nicht bescheid und darauf angesprochen, leugnet er, er wäre das nicht gewesen ( er hat aber als einziger den LKW gefahren). Als das hat uns in der letzten Woche zu dem Entschluß gebracht das wir eine Kündigung aussprechen werden. Nun ist der Mitarbeiter am Freitag bei einen Kunden auf dem Hof in ein Loch getreten und hat einen Mittelfußknochen gebrochen. Er hat einen Krankenschein reingegeben bis zum 6.1.14. Nun meine Frage ist es richtig das wir Ihn während der Probezeit trotz Krankenschein kündigen können wenn die Kündigung nicht auf die Krankheit zurückzuführen ist, sondern wegen der mangelhaft ausgeführten Arbeit?
Mit freundlichen Grüßen
Anja Kühnel
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Selbstverständlich können Sie Ihren Mitarbeiter auch dann kündigen, wenn er arbeitsunfähig krank ist.

Die Krankheit schützt nicht vor einer Kündigung.

Die Tatsache dass Ihr Mitarbeiter krank geschrieben ist hat allein zur Folge, dass er von seiner Pflicht zu arbeiten entbunden wird.

Mehr steckt hinter einer Krankschreibung nicht.

Wenn sich Ihr Mitarbeiter noch in der Probezeit befindet, dann muss auch keinerlei Grund für eine Kündigung vorhanden sein.

Allein wichtig und von Ihnen zu beachten ist, dass Ihrem Mitarbeiter die Kündigung vor Ablauf der Probezeit zugeht. Also spätestens am 15.12.2013 muss Ihr Mitarbeiter die Kündigung nachweislich in Händen halten.

Stellen Sie dem Mitarbeiter daher die Kündigung entweder durch einen Boten oder durch ein Einwurfeinschreiben zu. Ein Einschreiben Rückschein sollten Sie vermeiden, da die Kündigung nicht als zugestellt gilt, wenn der Arbeitnehmer die Kündigung nicht innerhalb der Lagerfrist abholt.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

 


 


Ist das nicht so das wenn man während der Krankheit kündigt, das ausgelegt werden kann das es wegen der Krankschreibung ist und der AG dann verpflichtet ist 6 Wochen LfZ zu leisten?


 


Anja Kühnel

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nein, ganz und garn nicht. Sie können ganz ohne Einschränkungen kündigen egal ob der Arbeitnehmer nun krank ist oder nicht.

Das Arbeitsverhältnis und somit auch die Lohnfortzahlungspflicht endet dann nach § 622 BGB nach 2 Wochen (soweit Sie im Arbeitsvertrag keine längere Kündigungsfrist vereinbart hatten).





Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank für Ihren Rat.


 


Mit freundlichen Grüßen


Anja Kühnel

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Bitte sehr gerne!

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