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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16564
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Vater ist Geschäftsführer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater ist Geschäftsführer einer UG (eigenes Unternehmen) und hat eine Pfändungsgrenze bei ca. 1.600 Euro netto. Nun braucht er dringend eine KV wieder, jedoch kostet diese um die 800 Euro, da er sich nur privat versichern kann. Mit dem o.a. Gehalt ist dies natürlich unmöglich. Nun unsere Frage:

Die Pfändungsgrenze bezieht sich ja auf das Nettogehalt. Kann die UG die Beitrage der KV direkt zahlen und dies vom BRUTTOgehalt abziehen? So, dass dann am Ende das Pfändungskonto das selbe bleibt?

Vielen Dank!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Das pfändbare Einkommen berechnet sich nach § 850 e zpo




850e
Berechnung des pfändbaren Arbeitseinkommens

Für die Berechnung des pfändbaren Arbeitseinkommens gilt Folgendes:

1. Nicht mitzurechnen sind die nach § 850a der Pfändung entzogenen Bezüge, ferner Beträge, die unmittelbar auf Grund steuerrechtlicher oder sozialrechtlicher Vorschriften zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen des Schuldners abzuführen sind. Diesen Beträgen stehen gleich die auf den Auszahlungszeitraum entfallenden Beträge, die der Schuldner
a) nach den Vorschriften der Sozialversicherungsgesetze zur Weiterversicherung entrichtet oder
b) an eine Ersatzkasse oder an ein Unternehmen der privaten Krankenversicherung leistet, soweit sie den Rahmen des Üblichen nicht übersteigen.


Von daher sind die Beiträge nicht pfändbar .


Es sollte mit der UG und Ihrem Vater vereinbart werden, dass der Arbeitgeber die Beiträge zur privaten Krankenkasse vollumfänglich übernimmt.


Dann können sie einfach vom Gehalt abgezogen werden, pfändbar sind sie so und so nicht.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


kann ich Ihnen noch weiterhelfen ?

Gerne

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