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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

hallo, ich bitte um hilfe. wurde ohne vorankündigung plötzlich

Kundenfrage

hallo, ich bitte um hilfe.
wurde ohne vorankündigung plötzlich in der probezeit gekündigt. die kündigung wurde mir per einschreiben nachweislich am 27.09. zugestellt. das datum auf dem kündigungsbrief selbst ist der 26.09., worauf auch die kündigungsfrist von 14 tagen ausgerechnet ist, also kündigung zum 11.10. nicht wie es eigentlich richtig wäre zum 12.10.
ist dies ein formfehler des arbeitgebers und die kündigung somit unwirksam ? müßte die kündigung neu geschrieben werden, wenn ich wegen der falschen berechnung um den 1 tag einspruch dagegen einlege und muß er mir eine neue kündigung schreiben, gilt dann die kündigungsfrist erst ab dem datum der erneuten zustellung ? oder kann er diese rückwirkend nur nur um den 1 tag korrigieren ?
herzlichen dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

troesemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage.

troesemeier :

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung wie folgt:

troesemeier :

Eine Kündigung ist wird erst mit Zugang beim Arbeitnehmer wirksam. Maßgebend für die Kündigungsfrist daher die Kenntnisnahme durch den Kündigungsempfänger.

troesemeier :

Ist Ihnen die Kündigung am 27. September zugegangen wirkt diese zum 11. Oktober.

troesemeier :

Am 11.Oktober sind genau 14 Tage vergangen.

troesemeier :

Die Kündigung des Arbeitgebers ist somit leider richtig.

troesemeier :

Unabhängig davon würde diese auch nicht unwirksam werden, wenn der Beendigungszeitpunkt falsch berechnet worden ist.

troesemeier :

Es ist dann nach der Rechtsprechnung davon auszugehen, dass der nächstmögliche Termin gemeint sein soll.

JACUSTOMER-jhea3dpq- :

sofern ich rechergiert habe, beginnt die kündigungsfrist ab dem tag zu laufen, der auf den tag des zugangs der kündigung folgt. das wäre hier also nicht der 11. sondern der 12. oktober

troesemeier :

einen moment

troesemeier :

ich schaue in den kalender

troesemeier :

sorry, ich bin von 31 Tagen im September ausgegangen.

troesemeier :

Es gilt jedoch oben Gesagtes. Ist der Beendigungszeitpunkt in der Kündigung falsch angegeben, wird die Kündigung dadurch nicht unwirksam.

troesemeier :

Die Kündigung ist nach § 133 BGB so auszulegen, dass dann die Kündigung zum nächsten richtigen Termin wirkt.

troesemeier :

Das Arbeitsverhältnis endet also vorliegend zum 12. Oktober.

troesemeier :

Der Arbeitgeber hat das Arbeitsverhältnis bezogen auf diesen Tag abzurechnen.

JACUSTOMER-jhea3dpq- :

in der kündigung iat jedoch der 11.10 als kündigungsfrist angegeben, nicht wie korrekt wäre der 12., das ist also kein formfehler? kann ich keine korrektur forden und hätte dies auswirkung auf den genauen zeitpunkt (erneute zustellung und 14 tägige kündigungsfrist)

troesemeier :

Wie bereits gesagt, die Kündigung ist zu korrigieren, aber ist nicht unwirksam.

troesemeier :

Es bedarf keiner neuen Kündigung und keines neuen Zugangs des Kündigungsschreibens.

troesemeier :

Das Arbeitsverhältnis endet somit am 12. und ist auf diesen Zeitpunk durch den Arbeitgeber abzurechnen.

JACUSTOMER-jhea3dpq- :

aber einspruch einlegen sollte ich wohl doch? weil wenn ich dies nicht tue, würde ich doch sicher das angegebene datum automatisch akzeptieren? auch wenn es sich nur um 1 tag handelt

troesemeier :

Ja natürlich sollten Sie dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass der Kündigungszeitpunkt fehlerhaft ist und eine Bestätigung abverlangen, dass das Arbeitsverhältnis dann erst zum 12. endet.

troesemeier :

Darauf haben Sie ein Recht und könnten sogar eine arbeitsgerichtliche Feststellungsklage führen, wenn der Arbeitgeber dies nicht akzeptiert bzw. bestätigt.

troesemeier :

Haben Sie Nachfragen ?

troesemeier :

oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

troesemeier :

gern helfe ich weiter.

troesemeier :

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, hoffe ich, dass ich Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen konnte.

troesemeier :

Ich würde mich daher über eine positive Bewertung und damit die Freigabe des ausgelobten Honorars freuen.

troesemeier :

Vielen Dank und alles Gute.

troesemeier :

?

troesemeier :

?.

troesemeier :

Leider haben Sie keine positive Bewertung hinterlassen. Ich darf Sie bitten, dies nachzuholen und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.

troesemeier :

Vielen Dank.