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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17042
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

ich erhielt ein Jobangebot mit dem Zusatz, wenn ich mich für

Kundenfrage

ich erhielt ein Jobangebot mit dem Zusatz, wenn ich mich für die Position entscheide, könne ich am nächsten Tag starten - ich verstehe das als bindendes Angebot, und wenn ich zusage, habe ich den Job.

Nun war ich zu dem angesetzten Termin, indem man mir jedoch mitteilte, dass man mir vorab abgesagt hätte - eine solche Nachricht war jedoch nicht auf meinem AB.

Kann ich in dem Fall eine Ausfallgage geltend machen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Darf ich fragen

Hatte man sich denn über die Art der Tätigkeit und das Gehalt geeinigt ?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

die Art der Tätigkeit war ausgeschrieben und somit klar, ebenso befand sich das Angebot in der Rubrik Normalverdienst, es gibt hierzu Vorgaben, wie hoch der Verdienst für diese Position ist.

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratauchender

ob hier ein wirksamer Arbeitvertrag zustande gekommen ist hängt davon ab, ob man sich über die wesentlichen Arbeitsbedingungen und die Vergütung geeinigt hat.

Wenn das bei Ihnen der Fall war, wenn also feststehend war ist ein Arbeitsvertrag zustande gekommen, wenn Sie das an Sie gerichtete Angebot angenommen haben.

Ist ein Vertrag zustande gekommen so hätten Sie Schadensersatzansprüche.

Diese würden sich in der Höhe bewegen, wie Se stünden wenn man Sie eingestellt hätte.

Dann ist es aber so, dass in den meisten Arbeitsverträgen eine Probezeit vereinbart ist von 14 Tagen


In dieser Frist hätte man Ihnen ohnehin kündigen können, so dass Ihr Schadensersatzanspruch auf das Gehalt von 14 Tagen beschränkt ist



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen


Bitte fragen Sie sehr gerne nach


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um positive Bewertung

danke
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für die Antwort.


In der Zwischenzeit wurde der Arbeitgeber von meinem Anwalt zur Zahlung aufgefordert - der AG behauptet natürlich, es sei kein Vertrag zustande gekommen. Jedoch hatte ich sowohl im persönlichen Vorstellungstermin, nachdem ich lt. vorliegender mail ja gleich starten könne, so ich mich für die Position entscheide, als auch danach noch einmal per mail meine Arbeitskraft angeboten.


 


Für meine Begriffe befindet sich der AG nach wie vor im Annahmeverzug.


 


Jedoch hätte ich vorab gern eine realistische Einschätzung, wie hier die Chancen stehen, wenn das Ganze vor dem Arbeitsgericht geklärt werden muss.


 


Ich fasse also nochmal zusammen: es gab ein schriftliches Angebot mit dem Zusatz, dass der Job der meine ist, wenn ich ihn nach dem persönlichen Gespräch annehme.


Zu dem Gespräch war ich, jedoch teilte man dort mit, dass man kurz zuvor auf meinem AB agesagt haben wollte - was definitiv nicht so war - andernfalls hätte ich mich da nicht hinbemüht.


In diesem "Termin" teile ich mit, dass dies nicht korrekt ist, und der AG an sein Angebot gebunden ist, da er die Entscheidung ja von mir abhängig machte - ich habe sowohl dort, als auch kurz danach per mail meine Arbeitskraft weiterhin angeboten - darauf gab es keine Reaktion.


 


Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben ja das schriftliche Angebot.


Das haben Sie per Mail angenommen, so dass Sie hier etwas in der Hand haben.

Ich schätze Ihre Chancen daher als gut ein.


Der Arbeitgeber schuldet Ihnen zumindest den Schadensersatz für 14 Tage Arbeit.

Wenn er es versäumt , Ihnen höchstvorsorglich zu kündigen, sogar den Arbeitslohn darüber hinaus




Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.



Wenn ich helfen konnte freue ich mich über eine positive Bewertung
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Schön, ich sehe das auch so, "mein" Anwalt leider nicht - n.m.E. gilt hier auch § 145, denn das Angebot war mit dem Zusatz "Sie können gleich starten, wenn Sie sich für den Job entscheiden." eindeutig verbindlich.


 


Ob ein Vertrag zustande kam scheint ja nicht sehr eindeutig?


 


Ich kenne es jedoch auch so, dass lediglich Arbeitsort und -zeit feststehen müssen und über das Gehalt nicht unbedingt gesprochen worden sein muss, da hierfür das übliche Gehalt angenommen werden kann.


 


Ich stütze mich hier eher auf das bindende Angebot, welches ja in Schriftform vorliegt.


 


Wenn Sie mir hierzu noch ein Mal antworten können.


 


Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Es ist hier so, dass Tätigkeit und Gehalt zwar feststehen müssen .

Wenn Ihr Gehalt aber dahingehend feststehend ist, dass es einer externen Quelle entnommen werden kann und es dadurch sicher feststeht, so ist das ausreichend.

Vor allem aber spricht für ein bindendes Angebot das Versprechen , dass Sie morgen anfangen können .

Dies konnten Sie nur so verstehen, dass Ihnen der Job verbindlich zugesagt wurde

Sie brauchten das Angebot Ihres
Arbeitgebers daher nur noch annehmen



Wenn ich helfen konnte bitte ich sehr höflich um Bezahlung durch eine positive Bewertung

Vielen Dank