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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26201
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen,ich habe einmal eine grundsätzliche Frage zu

Kundenfrage

Guten Morgen,
ich habe einmal eine grundsätzliche Frage zu Workshops in Unternehmen.

Wir bekamen vor 2 Monaten die Mitteilung, dass an drei Terminen von 16:30 bis 19:30 h Workshops angesetzt worden sind. Unsere Arbeitszeit ist bis 18.00 h und die Zeit von 18.00 bis 19:30 h wären keine Überstunden.

Es gab im Vorwege keinen Hinweis, dass jetzt regelmäßig Workshops auch außerhalb der regulären Arbeitszeit stattfinden würden.

Ok haben wir uns gesagt, machen wir mit.

Nach dem 3. Termin bekamen wir neue Einladungen zu weiteren Workshops.

Müssen wir dem Arbeitgeber nach 18.00 h zur Verfügung stehen und unsere privaten Belange - ich habe an zwei Tagen in der Woche um 19:30 h Weiterbildungen - die ich dadurch nicht wahrnehmen kann?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Tipp, wie man hier sich richtig verhalten muß.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nachricht:

Darf ich Sie höflich fragen:

Sind denn die von Ihnen genannten Arbeitszeiten (bis 18. Uhr) im Arbeitsvertrag geregelt?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Bei mir kommt hinzu, dass ich keinen AV habe, bin aber seit fast 8 Jahren im Betrieb. In den neueren Verträgen steht von 09 bis 18.00 h


 


Formulierung aus dem AV


Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden, 5 Tage die Woche (Mo. bis Fr. 09.00 – 18:00 h).

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort:

Darf ich dann fragen:

Seit wie lange arbeiten Sie denn schon in der Zeit von 9-18 Uhr?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Seit fast 8 Jahren

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.


Warum ich Sie fragen hat folgenden Hintergrund:

Grundsätzlich hat Ihr Arbeitgeber ein Weisungsrecht wann und wo Sie welche Arbeit / Fortbildung wahrnehmen müssen (§ 106 GewO)

Das bedeutet, wenn der Arbeitgeber eine Fortbildung anordnet, dann müssen Sie dieser Weisung grundsätzlich nachkommen.

Das Weisungsrecht des Arbeitgebers wird allerdings eingeschränkt.

Dies geschieht einmal durch den Arbeitsvertrag, durch eine langjährige Übung oder durch den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.

Das bedeutet:

Auch wenn Sie keinen Arbeitsvertrag haben, so wird das Weisungsrecht einmal durch die betriebliche Übung (Sie arbeiten seit 8 Jahren in der Zeit von 9-18 Uhr und die Gleichbehandlung mit Ihren übrigen Mitarbeitern eingeschränkt.

Das bedeutet:

Der Arbeitgeber darf grundsätzlich keine Fortbildung außerhalb der Arbeitszeit anordnen.

Sie müssen der Fortbildung (Workshop) daher nur bis 18.00 Uhr beiwohnen.

Sie sollten sich mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen und ihm mitteilen, dass die Fortbildung außerhalb der Arbeitszeit erfolgt und der Arbeitgeber diese Fortbildung aufgrund der betrieblichen Übung und des Gleichbehandlungsgrundsatzes mit den anderen Mitarbeitern (Arbeitszeit bis 18.00 Uhr) nicht anordnen kann und darf.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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