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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3810
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Es bestand Krankheit vom 11.06.2012 (6 Wo. Lohnfortzahlung)

Beantwortete Frage:

Es bestand Krankheit vom 11.06.2012 (6 Wo. Lohnfortzahlung) bis 05.08.2013. Es gilt der Tarifvertrag Metall mit 30 Tagen Urlaubsanspruch.
Schwerbehinderung 80% seit Okt. 2012.
Wieviele Urlaubstage stehen für 2012 zu? Wieviele Urlaubstage für 2013.
Arbeitgeber will pro Jahr 20 Tage gesetzlichen Urlaub gewähren (5-Tage-Woche).
Wie ist die Rechtslage?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Jahren.


Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne Auskunft gebe wie folgt.

Die Regelung im Tarifvertrag geht der gesetzlichen Regelung vor, sodass Sie Anspruch auf Urlaub von 30 Arbeitstagen haben.

Als Schwerbehinderter haben Sie Anspruch auf Zusatzurlaub von fünf Tagen im Jahr (§ 125 SGB IX).

Dieser Urlaub ist dem tariflichen Urlaubsanspruch hinzuzurechnen, sodass Sie Anspruch auf 35 Tage Urlaub haben in 2013.

In 2012 haben Sie anteiligen Anspruch auf Zusatzurlaub, da Sie erst ab Oktober schwerbehindert sind. Es ergibt sich hier gerundet ein Tag Zusatzurlaub, sodass Sie insgesamt Anspruch auf 31 Urlaubstage haben.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Krüger,


 


vielen Dank für Ihre Antwort.


 


Da ich den Tarifvertrag nicht im Einzelnen kenne: besteht die Möglichkeit, dass eine abweichende Regelung im Krankheitsfall vorgesehen ist, d.h. eine Reduzierung von 30 festgeschriebenen Tagen auf den gesetzlichen Anspruch von 24 bzw. 20 Tagen? Und ist es richtig, dass der Anspruch auf Übertragung aus 2012 erst am 31.03.14 erlischt (wie auch der Anspruch aus 2013)?


 


Danke für die Beantwortung meiner Zusatzfragen.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Jahren.


Danke für Ihre Rückmeldung.

1.
Die Erkrankung kann den tariflichen Urlaubsanspruch nicht verkürzen. Ich habe hierzu keine anderslautende tarifliche Regelung gefunden.

2.
Ich habe im Tarifvertrag auch keine Regelung zur Übertragung von Resturlaub gefunden.

Es gilt also die gesetzliche Regelungen des § 7 BUrlG. In Abs. 3 heißt es hierzu:

  • Der Urlaub muß im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muß der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist ein nach § 5 Abs. 1 Buchstabe a entstehender Teilurlaub jedoch auf das nächste Kalenderjahr zu übertragen.


Die Übertragung von Resturlaub ist also nicht ohne weiteres möglich. Nur wenn dringende betriebliche (zu viel Arbeit, Kollege ist krank, keine Vertretung da) oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe (z.B. Erkrankung) es unmöglich gemacht haben, den Urlaub zu nehmen, kann er übertragen werden.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.