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Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3079
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator
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Meine Mutter ist seit 20 Jahren in einer kleinen Fleischerrei

Kundenfrage

Meine Mutter ist seit 20 Jahren in einer kleinen Fleischerrei mit eine Filiale in einem Einkaufszentrum beschäftigt. Der Chef hat nun eine neue Freundin die sich nun als Chefin "verwirklicht". Meine Mutter hat eine 40h Stundenwoche. Neuerdings sollen alle Mitarbeiter 15min vorher erscheinen und Sie müssen sich eine Stunde als Pausenzeiten anschreiben.
Ausserdem hängt seit Montag ein Aushang im Pausenraum (ist ein ca. 2x4m großer Raum ohne Fenster), das Einkäufe ins z.Bsp. benachbarte Kaufland untersagt sind. Nun muß man sagen das die Mitarbeiter eigentlich gar keine richtige Pause haben, da sie personaltechnisch sehr schwach besetzt sind und daher ständig nach den Kunden sehen und natürlich aufstehen wenn ein Kunde vor dem Ladentisch steht (es wird auch Mittagstisch angeboten). Ausserdem wüßte ich, gern wann man als Arbeitnehmer eine Camera in eine Verkaufsstelle installieren darf.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Bei einer 40 Stunden Woche und einem angenommenen 8 Stunden Tag steht dem Arbeitnehmer nach dem Arbeitsortgesetz eine Pause von mindestens 30 Minuten zu. Der Arbeitgeber darf diese Pause jedoch nicht verlängern, da er sodann in Freizeitbereich eingreift, er muss allerdings auch diese 30 Minuten gewähren. Die Pause kann auch geteilt werden, zum Beispiel in 2x 15 Minuten oder 3 × 10 Minuten.

Wie der Arbeitnehmer sodann diese Pause nutzt, ist ihm grundsätzlich überlassen, wobei der Arbeitgeber allerdings im Rahmen seines Direktionsrechts anordnen darf, wann die Pausen zu nehmen sind. Was der Arbeitnehmer sodann in den Pausen macht, ist seine Angelegenheit, allerdings muss er tatsächlich im Rahmen dieser Pausen auch Erholung finden, also dem Zwecke der Pausen nachkommen. Dies dürfte nicht gegeben sein, wenn der Arbeitnehmer einkaufen geht, es sei denn, er beschafft sich Nahrung oder Getränke, die er dann in der Pause verzehren möchte oder bei der Arbeit zu sich nimmt, so dass grundsätzlich hier der Auffassung des Arbeitgebers auch bezüglich des Verlassens der Arbeitsstätte eher zu folgen ist, als der Auffassung, dass Einkaufen uneingeschränkt erlaubt sei.

Dies ist im übrigen auch ein unfallversicherungsrechtliches Problem, da nach der Rechtsprechung hier lediglich Unfälle versichert sind, die im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme in den Pausen passieren. Geht also ihre Mutter Essen für die Pause oder zum Verzehr bei der Arbeit kaufen, ist dies unfallversichert. Geht sie anderweitig einkaufen ist dies nicht von der Unfallversicherung umfasst.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich Antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

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