So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rebuero24.
rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3086
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
rebuero24 ist jetzt online.

Guten Tag, mein Lebensgefährte hat gestern einer Mitarbeiterin

Kundenfrage

Guten Tag, mein Lebensgefährte hat gestern einer Mitarbeiterin gekündigt. Die im Arbeitsvertrag (25 Tage Urlaub) vereinbarte Kündigungsfrist ist 6 Wochen zum Monatsende. Die ordnungsgemäße Kündigung wäre nach meinem Verständnis also 6 Wochen zum Ende September 2013. Da mein Lebensgefährte das Arbeitsverhältnis aber als nicht mehr zumutbar ansieht, vor allem weil die Mitarbeiterin die Philosophie und das Konzept der Praxis nicht trägt und sie in seinen Augen viele selbstverständliche Arbeitstätigkeiten nicht erkennt, hat er Sie verbal gestern entlassen. Wir haben die Mitarbeitein immer unterstüzt, wenn ihr Sohn erkrankt war und sie musste diese Zeit vielleicht an 3 Tagen nacharbeiten. Seit Beginn des Arbeitsverhältnisses am 14.6.2011 war ihr Sohn an 23 Tagen erkrankt. Sie möchte natürlich ein Kündigunsschreiben. Ich habe 2 Fragen: 1. Wie kann diese fristlose Kündigung juristisch sicher ausgeprochen werden? Keine der im Gesetz genannten Gründe passt meines Erachtens. 2. Die Praxis ist ab nächster Woche 12.-23. August geschlossen und die Mitarbeiterin hat eine Krankmeldung vom 5-18. August eingereicht. Wie verfährt man mit den restlichen Urlaubstagen? 3. Müssen wir der Mitarbeiterin die Urlaubstage (12.-16. August) als Krankheitstage anrechnen und den Urlaub wieder gutschreiben? Herzlichen Dank XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Zunächst sollte die Kündigung in jedem Fall schriftlich erfolgen, da eine mündlich ausgesprochene Kündigung mit hoher Wahrscheinlich keit rechtlich nicht wirksam ist. Wenn möglich mit einem Zugangsnachweis, zb: Einschreiben mit Rückschein, Bote oder persönliche Übergabe mit Empfangsbekenntnis.

Gründe müssen Sie in der Kündigung zunächst nicht angeben, Sie sollten jedoch den Hinweis nicht vergessen, dass die Mitarbeiterin sich nach Erhalt der Kündigung unverzüglich beim Arbeitsamt melden muss.

Sie sollten sie sodann unter Anrechnung der Urlaubstage bis zum Ende der Kündigungsfrist (6 Woche zum Monatsende wäre hier der 30.09.2013) freistellen. Das hat zur Folge, dass Sie den Urlaub abbummelt. Während der Krankschreibung wird der Urlaub dann nicht angerechnet. Bleiben Urlaubstage bestehen, müssten diese dann ausgezahlt werden.

Sie sollten auch in das Kündigungsschreiben mit aufnehmen, dass Sie hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen, für den Fall, dass die ausgesprochene Kündigung zum o.g. Kündigungstermin nicht wirksam ist.

Konnte ich Ihnen zunächst helfen? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Über Ihre positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Tag Herr Joachim,


 


vielen Dank für Ihre Antwort.


 


Gibt es in unserem Fall nur die Möglichkeit, ordnungsgemäß zu kündigen, wie von Ihnen oben beschrieben. Oder können wir auch juristisch sicher eine fristlose Kündigung (ohne Begründung) mit sofortiger Wirkung aussprechen? Wenn ja, was müssen wir im Schreiben beachten?


 


MfG


S. Lasar


 


 

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Für eine fristlose Kündigung ist ein entsprechender Kündigungsgrund notwendig, der mir so aus Ihrer Sachverhaltsschilderung zunächst nicht ersichtlich ist. Alleine das Fehlen selbständiger Arbeit oder das bloße Nichtmittragen der Philosophie dürften hier nicht ausreichend sein. Hier müssen zumindest Verstöße gegen Anweisungen und schwee Verfehlungen vorgekommen sein, um eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen. Auch ist grds. eine Abmahnung vor der fristlosen kündigung erforderlich.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht