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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17057
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,ich wurde

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde heute von meinem Vorgesetzten darüber in Kenntniss gesetzt, dass ich zum 30.09.2013 gekündigt bin. Dies sei eine betriebsbedingte Kündigung, andere Kollegen seien ebenfalls betroffen. Ich sei ab sofort freigestellt, eine noch nicht festgelegte Abfindung ist in Aussicht gestellt. Angestellt bin ich bei meinem Noch-Arbeitgeber seit Oktober 2010. Zuletzt habe ich 50% Teilzeit gearbeitet. Ich habe zwei Kinder (3 u. 11 Jahre) und bin alleinerziehende Mutter im Trennungsjahr kurz vor der Scheidung. Welche Möglichkeiten habe ich, um mich gegen die Kündigung zu wehren bzw. eine möglichst gute Abfindung zu verhandeln. Welche Voraussetzungen muss mein Arbeitgeber erfüllen, um betriebsbedingt kündigen zu können? Oder kann er das einfach so? Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüsse xxxx xxxxx

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer.

Liegt denn etwas an beim Arbeitgeber? Stellenabbau? Teilverkauf?

Warum kündigt er betriebsbedingt?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Einer der Geschäftsführer hat mir gegenüber erklärt, dass das Unternehmen derzeit zu wenig Geld verdient, in diesem Jahr wurden keine Boni ausbezahlt, angeblich hätten sich die Geschäftsführer selber die Gehälter gekürzt.


Darüber hinaus habe ich keine weiteren Informationen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok, aber der Arbeitgeber muss dies schon begründen und auch einen Sozialplan darlegen.

Sie sollten daher durchaus erwägen, gegen diese Kündigung binnen 3 Wochen ab Zugang zu klagen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie muss er es denn begründen? Was ist ein angemessener Grund für eine betriebsbedingte Kündigung?


Was genau ist ein Sozialplan?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Einfach die Aussage, die Firma habe zu wenig Geld reicht nicht aus.

Man muss schon konkret Zahlen vorlegen.

Ein Sozialplan ist laut § 112 Abs. 1 Satz 2 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) die schriftliche Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat über den Ausgleich oder die Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die den Arbeitnehmern des Betriebs infolge einer vom Arbeitgeber geplanten Betriebsänderung entstehen. Die Betriebsänderung kann beispielsweise eine Neuausrichtung des Unternehmens sein, bei der Abteilungen geschlossen oder ausgelagert werden und Massenentlassungen unvermeidlich sind.

In der Regel geht es vor allem darum, wie die Nachteile, die dem Arbeitnehmer durch den Verlust seines bisherigen Arbeitsplatzes entstehen, abzumildern sind. Im Klartext: in den meisten Fällen geht es um die Höhe der Abfindung. Allerdings kann ein Sozialplan auch erstellt werden, wenn die Arbeitsplätze erhalten bleiben, sich aber Arbeitsinhalte, -methoden oder -ort verändern. Auch hier geht es dann um den Ausgleich für entstehende Nachteile, beispielsweise Umzugshilfen oder Ausgleichszahlungen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tut mir leid, ich bin noch ein wenig verwirrt. Wenn ich also am Freitag meine Papiere bekommen soll, kann ich die Kündigung zurückweisen, weil mein Arbeitgeber keine zahlen vorweisen kann? Sprich, nicht beweisen kann, dass die Kündigung betriebsbedingt ist? Und wenn er mir eine Abfindung bietet, wie hoch müsste die dann sein, bzw, was kann ich verlangen? Vg

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein, Sie müssen die Kündigung erstmal hinnehmen, aber binnen 3 Wochen dagegen klagen.

Es sei denn, die Abfindung ist so gut, dann klagt man nicht.

Mindestens muss die Abfindung 1,5 Gehälter sein.

Aber wenn man dafür auf den Job verzichtet, sollte man schon an 3 bis 5 Monate Lohn denken.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Mit welchem Argument bringe ich den Arbeitgeber dazu, mehr als 1,5 Gehälter zu zahlen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wenn er Sie loswerden will, wird er das schon machen.

Ein gerichtliches Verfahren kann ihn teurer zu stehen kommen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Also nochmal für blöde zum mitschreiben - da kein Sozialplan vorliegt, habe ich die Möglichkeit zu klagen. Daraufhin kriegt mein Arbeitgeber kalte Flüsse und ist großzügig?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

So ist der Plan.

Jedenfalls lassen Sie sich nicht einfach so vom Arbeitsplatz verdrängen, sondern kämpfen dagegen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Könnte ich morgen nochmal auf sie zukommen, ich muss jetzt mal einen klaren Kopf bekommen.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja gern.