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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16762
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich habe folgendes Anliegen:

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe folgendes Anliegen: mir soll zum Ende der Probezeit gekündigt werden und der Sachverhalt stellt sich so dar:
1) die erstgenannte Begründung lautete, dass ich nicht ausreichend ins Team integriert sei. Auf Nachfrage wurde mir ein Beispiel genannt,wobei ich nach Aussage eines Kollegen auf einer Weiterbildung,die ausserhalb der Arbeitsstätte stattfand,mit einer evenfalls teilnehmenden Kollegin nichts hätte unternehmen wollen. Dies konnte ich sowohl direkt entkräften als auch im Gespräch mit der Kollegin (die völlig erstaunt war weil sie eine solche Aussage nie getätigt hatte). Daraufhin gab es kein weiteres konkretes Beispiel,es würden aber alle so sehen. Da ich einen wirklich guten Kontakt mit den meisten Kollegen habe war ich sehr erstaunt und habe selber die Meisten Kollegen angesprochen und keiner war je dazu befrsgt worden geschweige denn dass sie die Meinung teilen. Es stellte sich dann heraus,dass eine Gruppe von ca 4-5 Personen nachweisliche Lügen an den Chef herangetragen hatteb (diese Personen sind alle befreundet und die einzigen von ca 50 Kollegen,zu denen ich tatsächlich nicht den grossen Draht habe,wo aber trotzdem ein freundlicher Umgangston herrschte und keine Probleme in der Arbeit miteinander). Als ich den Chef dann erinnerte, dass er selber noch vor wenigen Wochen zu mir sagte er fände,ich hätte mich sehr gut eingelebt und integriert und ob er es nicht seltsam fände, dass 5 Monate lang keiner sich beschwert und kurz vor Ablauf der Probezeit hätten plötzlich alle ein Problem, zeigte sich, dass die Kündigung andere Gründe hat.
2) bei uns laufen zwei befristete Verträge zun Herbst aus und es werden Stellen gestrichen. Somit ist die Hoffnung,durch meine Entlassung als "neue" einen der länger dort arbeitenden halten zu können. Und zufälligerweise ist einer der Betroffenen auch der,der o.g. lügen an den Chef herangetragen hat. Mir wurde zusätzlich noch explizit bestätigt, dass ich mir fachlich nichts habe zu Schulden kommen lasse und sehr gute Arbeit machen würde.

Ich weiss, dass eine Kündigung in der Probezeit auch ohne Gründe möglich ist. Es fällt mir aber schwer,einfach hinzunehmen,dass ein (bis zwei) Kollege bewusst Unwahrheiten streut um mich zu diskreditieren und dadurch seine Stelle zu retten.
Daher meine Fragen:
1) kann man sich dagegen (unabhängig von der Kündigung) wehren? Wir haben einen Verhaltenskodex der u.a. besagt,dass die Mitarbeit fair und v.a. respektvoll miteinander umzugehen haben
2) ich arbeite in einer GmbH (areitsvertrag zwischen mir und "xy klinik GmbH") stimmt es, dass die Kündigung dann vom Geschäftsführer unterschrieben sein muss bzw wenn von der Personalabteilung dann mit Originalvollmacht? Bzw dass andernfalls die Kündigung als unwirksam zurück geschickt werden kann?
3) ich habe an meinem letzten Arbeitstag bislang noch einen Nachtdienst. Mein Vertrag würde ja aber un 24 Uhr enden. Bei befristeten Verträgen beginnt dadurch ja ein neuer Vertrag, wie ist das bei Kündigung?
Vielen Dank XXXXX XXXXX
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.

Schiessl Claudia :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist richtig , dass in der Probezeit ohne Grund gekündigt werden kann


Wenn diese beabsichtigte Kündigung aber auf Verbreitung von Unwahrheiten beruht und dies gegen den Verhaltenskodex verstößt können Sie sich wehren.

Die Einhaltung eines Code of Compliance gehört zu den vertraglichen Nebenpflichten


Am besten Sie wenden sich an den Betriebsrat mir der Bitte um Holfe dabei, dies richtig zu stellen.


Wenn konkrete Unwahrheiten über Sie verbreitet werden, können Sie die entsprechenden Mitarbeiter zur Unterlassung auffordern


Die Kündigung muss von dem unterschrieben werden, der berechtigt ist, sie auszusprechen

Das ist der Geschäftsführer es können aber auch andere Angestellte in Führungspositionen diese Befugnis haben


Wird die Kündigung von einem Mitarbeiter unterschrieben, der diese Befugnis nicht hat, muss der Kündigung eine Originalvollmacht beiliegen


Ist das nicht gegeben, muss der Gekündigte die Kündigung unverzüglich mangels Bevollmächtigung zurückweisen


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen


Bitte fragen Sie sehr gerne nach



Wenn ich helfen konnte freue ich mich über eine positive Bewertung


vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe noch zwei Nachfragen:
1) Woher weiss ich denn,wer berechtigt ist? Bzw die Kündigung wird vermutlich von jemandem aus der Personalabteilung unterschrieben werden. In dem Falle müsste dann ja eine Vollmacht dabei sein,weil es sich da um keine Führungsperson der GmbH handelt?
2) wie sieht es aus mit dem Nachtdienst am letzten Arbeitstag? Hat es irgendeine Relevanz,dass ich damit über das Vertragsende hinaus arbeite ( bei Befristung entsteht dadurch ja ein neuer Vertrag,was passiert bei Kündigung??)?
Vielen Dank!
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihren Nachtrag

Spricht der Personalleiter eine Kündigung aus, wird es in der Tat schwierig

Denn beim Geschäftsführer gibt das Handelsregister Auskunft, beim Personalleiter nicht

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist es aber so, dass die Position des Personalleiters regelmäßig mit einer Kündigungsberechtigung verbunden ist.


Die Position des Personalleiters muss aber allen Mitarbeitern im Betrieb bekannt gegeben worden sein.

Die Arbeit über das Vertragsende hinaus ist nur bei der Befristung gesetzlich gereglt und damit relevant.

Bei der Kündigung gibt es eine entsprechende Votschrift nicht



Wenn ich helfen konnte freue ich mich sehr über eine positive Bewertung

vielen Dank