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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26844
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo liebes Rechtsanwalts-Team, ich hatte bereits im Januar

Beantwortete Frage:

Hallo liebes Rechtsanwalts-Team,
ich hatte bereits im Januar ein Zwischenzeugnis angefordert, das ich Ende Februar erhalten habe und das in etwa einem gut-befriedigend entsprach. Allerdings wurden wesentliche Tätigkeiten nicht erwähnt und wichtige Leistungsaspekte wurden gar nicht erwähnt. Daraufhin hatte ich ein Gespräch mit der Chefin (4-Mann-Betrieb, Chef und Frau, 2 MAs) und habe um entsprechende Ergänzungen/Änderungen gebeten. Mir wurde zugesagt, das Zeugnis entsprechend zu überprüfen. Leider ist das nie geschehen und Ende Mai habe ich dann zum 30.6. gekündigt.
Nun habe ich mein Abschlusszeugnis erhalten. Die fehlenden Tätigkeiten sind zwar ergänzt worden, aber jetzt fehlen andere Dinge, die vorher (richtigerweise) enthalten waren. Zudem ist die Gesamtnote höchstens noch als „befriedigend“ einzustufen! Beide Zeugnisse sind außerordentlich pauschal formuliert (aneinander gereihte Sätze aus einem Zeugnisbuch!) und entsprechen absolut nicht meinen Leistungen!
Meine Fragen:
Darf das Abschlusszeugnis nach nur 4 Monaten eine solche Verschlechterung überhaupt aufweisen?
Wie kann ich mich grundsätzlich gegen das zu schlechte Zeugnis wehren?
Das erste Gespräch hat ja schon keinen Erfolg gebracht und nach meiner Eigenkündigung scheinen die Herrschaften ja noch schlechter auf mich zu sprechen zu sein.
Ich bedanke XXXXX XXXXX im voraus für Ihre Antwort!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

darf ich Sie höflich fragen:

Haben Sie denn den Arbeitgeber schon aufgefordert das Abschlusszeugnis nach Ihren Vorgaben nachzubessern?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nein, noch nicht. Ich habe zuerst eine unanhängige Zeugnisanalyse machen lassen, deren Ergebnis ich erst heute erhalten habe. Außerdem wollte ich erst abklären, ob meine Einschätzung, dass eine Verschlechterung des Zeugnisses nach einem so kurzen Zeitraum nicht zulässig ist, auch richtig ist.


 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Gut, dann wenden Sie sich zunächst an den Arbeitgeber und fordern ihn auf das Zeugnis zu berichtigen.

Diesbezüglich bestehen zwei Punkte:

1. Die Vollständigkeit

Sie haben nach der Rechtsprechung des BAG dann einen Anspruch auf Berichtigung des Zeugnisses, wenn es unvollständig ist.

Ihr Zeugnis muss eine Unternehmens und Tätigkeitsbeschreibung enthalten, Aussagen zu Fachwissen, Weiterbildung, Auffassungsgabe, Denkvermögen, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Arbeitsergebnis und Führungsfähigkeit.

Fehlen diese Punkte so müssen diese ergänzt werden.

Bei der Leistungsbeurteilung darf der Arbeitgeber Ihnen nur eine wohlwollende Beurteilung geben. Das bedeutet, ohne Grund darf keine befriedigende oder schlechte Note vergeben werden.

Das BAG hat hierzu entschieden, dass der Arbeitgeber nachweisen muss warum er eine schlechte Note vergeben hat.

Ich schlage folgendes vor:

Setzen Sie sich mit dem Arbeitgeber in Verbindung und machen Sie klar, dass Sie das Zeugnis so nicht hinnehmen werden. Übergeben Sie dem Arbeitgeber am Besten bereits einen vorformulierten Zeugnisvorschlag.

Sollte er sich weigern, so ergeben Sie vor dem Arbeitsgericht eine Klage auf Zeugnisberichtigung.

Das Gericht wird dem Arbeitgeber aufgeben die fehlenden Punkte zu ersetzen.

Was die Note anbelangt, so muss der Arbeitgeber Ihnen beweisen, dass Sie entsprechende Defizite gehabt haben. Kann er dies nicht, so muss er die Note nach oben korrigieren.

Für die Spitzennote "stets zur vollsten Zufriedenheit" sind Sie allerdings beweispflichtig, dass Sie entsprechende Leistungen erbracht haben.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

was ist mit der Abweichung zum Zwischenzeugnis?


Darf das Abschlusszeugnis nach nur 4 Monaten eine solche Verschlechterung überhaupt aufweisen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Grundsätzlich sind Abänderungen vom Zwischenzeugnis zum Endzeugnis zwar möglich.

Der Arbeitgeber muss aber im Streitfall vor dem Arbeitsgericht beweisen dass innerhalb der 4 Monate Veränderungen eingetreten sind, die die Verschlechterung rechtfertigen.

Kann er dies nicht, so muss er die Abweichungen wieder korrigieren.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sollte es, was ich befürchte, zu keiner Einigung mit meinem ehemaligen Arbeitgeber kommen, wie und wo reiche ich die Klage ein? Benötige ich hierfür einen Anwalt? Wie wird der Streitwert für einen „Zeugnisstreit“ festgelegt?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Einen Anwalt brauchen Sie nicht. Sie gehen zum Arbeitsgericht Rechtsantragstelle und erklären zu Protokoll, dass Sie eine Zeugnisberichtigungsklage einreichen möchten. Bringen Sie dabei die Arbeitszeugnisse mit. Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle hilft Ihnen sicher gerne.

Im Klageantrag muss im Einzelnen angegeben werden, auf welche formellen oder inhaltlichen Mängel sich der Berichtigungsanspruch richtet. Ferner ist durch ersatzweise Formulierungen anzugeben, in welcher Form das Zeugnis geändert werden soll, ggf. ist das Zeugnis vollständig neu zu formulieren.

Der Streitwert beträgt für ein qualifiziertes Zeugnis regelmäßig ein Bruttomonatslohn.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Ich denke, meine Fragen sind erstmal beantwortet!


 


Falls mir heute Nacht oder Morgen noch eine Frage einfällt, kann ich die dann im Rahmen dieser Angelegenheit auch noch stellen, oder wird dieser Fall mit der Abgabe meiner Bewertung endgültig geschlossen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Nein, Sie können natürlich noch Nachfragen stellen, auch wenn Sie breits bewertet haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Jetzt habe ich doch noch eine Frage:


Gibt es Fristen, die ich einhalten muss, um eine Änderung zu erwirken und ggf. Klage einzureichen? Kann/muss ich meinem alten Arbeitgeber für die Änderung eine Frist setzen und wenn ja, wie lange? Wie lange darf sich der AG Zeit lassen (es ist jetzt Ferienzeit!).

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Dem Arbeitgeber setzen Sie eine Frist von 14 Tagen.

Sie selbst müssen die Berichtigungsklage nach der Ansicht des BAG spätestens nach 5 Monaten nach Ende des Arbeitsverhältnisses einreichen.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.