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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24885
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Hallo liebes Rechtsanwalt Team, ich habe zum 31.07. meinen

Kundenfrage

Hallo liebes Rechtsanwalt Team,
ich habe zum 31.07. meinen Arbeitsvertrag gekündigt. Insgesagt war ich seit 01.01.2009 dort beschäftigt und in dieser Zeit sind ca. 350 Überstunden angefallen. Branche ist Grosshandel Heizung/Sanitär in Baden Württemberg. Die Zeiterfassung erfolgte über das EDV System und ich habe einen Nachweis über jede Überstunde pro Monat.

Im Arbeitsvertrag ist nichts über Mehrarbeit/Überstunden erwähnt. Allgemein noch diese Klausel:
Die Firma ist Mitglied im Groß-/Außenhandelsverband Baden-Württemberg e.V. Tarifverträge, die während der Dauer dieser Mitgliedschaft mit dem Groß- und Außenhandelsverband abgeschlossen wurden, finden bis zu Ihrem Außerkrafttreten ergänzende Anwendung; danach anzuwendende tarifliche Kündigungsfristen gehen den gesetzlichen Fristen gegebenenfalls vor.

Ich habe die Überstunden machen müssen, da das Tagesgeschäft mit dem normalen Pensum nicht zu schaffen war! In einer Betriebsversammlung wurde auch mal vereinbart das man auch Überstunden abfeiern kann, hierzu hab ich nichts schriflich. Aber es war eh nie möglich, wegen der vielen Arbeit.
Anfang dieses Jahres habe ich dann die Überstunden reduziert, weil ich letztes jahr kritisiert wurde in einem Monat -2 Stunden gehabt zu haben. Daraufhin hat mich dann mein Abteilungsleiter im Juni vorgeworfen ich würde zuwenig Überstunden machen! Und das wir die Mehrarbeit durch eine geschäftliche Erweiterung auch über Überstunden stemmen sollen!

In meiner Kündigung habe ich schriftlich die Auszahlung meiner Überstunden angefordert. Die Antwort der Geschäftsleitung war dann:

Vergütung von Mehrarbeit aus der Zeit vom 01.12.2009 bis 30.05.2013 in Höhe von insgesamt 351,63 Stunden können Sie hingegen nicht beanspruchen. Zum Einen hat mir Ihr Vorgesetzter herr Maucher auf Nachfrage erklärt er habe niemals Überstunden angeordnet oder gar geduldet. Zum Anderen wären nahezu sämtliche Vergütungsansprüche für Mehrarbeit verfallen. Gemäß §21 des für das Arbeitsverhältnisses geltenden Tarifvertrages hätten sämtliche Ansprüche drei Monate nach Fälligkeit mir gegenüber geltend gemacht werden müssen.

Dieser Herr Maucher war es aber auch der mich kritisiert hat wegen der reduzierten Überstunden!

Ich habe gelesen das lt einem Gerchtsbeschluß 3 Jahre rückwirkend die überstunden eingeklagt werden können. Macht das in meinem Fall sinn? Lohnt sich das? Wie soll ich weiter vorgehen.
Habe leider keinen Arbeitsrechtschutz.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Netzer
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich können Sie die Überstunden 3 Jahre rückwirkend einklagen.

Darf ich Sie fragen:

Können Sie beweisen (Arbeitskollegen,..) dass die Überstunden seitens Ihres Vorgesetzten oder Chefs angeordnet wurden?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Die Überstunden wurden nicht schriftlich oder mündlich angeordnet, nur mal in einer Besprechung aufgefordert mehr zu machen. Und als man nach Entlohnung für die Überstunden gefragt hatte, wurde immer wieder gesagt wenn es mal möglich ist könnte man abfeiern.....


 


Die Mitarbeiter die das mit der Aufforderung zu mehr Überstunden mitbekommen haben sind noch im Unternehmen und stehen somit im Gewissenskonflikt.


 


Wie hoch sind die Kosten fürs einklagen ca.? Bzw. kann ich allein vor Gericht gehen ohne Anwalt? Es gibt ja bereits Gerichtsurteile.


Danke

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu vergüten sind Überstunden nur, wenn sie entweder angeordnet oder mit Wissen des Arbeitgebers geleistet worden sind. Eine Duldung durch den Arbeitgeber ist allenfalls dann anzunehmen, wenn er von den Überstunden Kenntnis hatte.

Sie müssen daher, wenn Sie vor dem Arbeitsgericht erfolg haben wollen dem Arbeitsrichter beweisen, dass der Arbeitgeber die Überstunden angeordnet hat oder aber der Arbeitgeber eben wusste, dass Sie Überstunden leisten.

Da dies in Ihrem Betrieb wohl Gang und Gäbe war, sollten Sie diesen Beweis mittels Ihrer Mitarbeiter als Zeugen führen können.

Vor dem Arbeitsgericht brauchen Sie keinen Anwalt.

Sie können die Klage mündlich zu Protokoll bei der Geschäftsstelle des Amtsgerichts erklären.

Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle hilft Ihnen gerne bei der Formulierung.

Sie müssen lediglich Gerichtskosten bezahlen.

Bei einem Streitwert von 4500 EUR zum Beispiel beträgt eine Gerichtsgebühr 105 EUR.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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