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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26991
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage. Ich habe

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage. Ich habe am 01.10.1993 einen Arbeitsvertrag nach Manteltarifvertrag als Medizinische Fachangestellte in Vollzeit unterschrieben.
Seit 2001 arbeite ich nach der Geburt meiner Tochter in dieser Praxis in Teilzeit, nach mündlicher Absprache. Seit 2005 wurde aus der Einzelpraxis eine Gemeinschaftspraxis.
Bis zum heutigen Tag habe ich nichts mehr schriftlich vereinbart. Nun hätte ich gerne gewusst wir meine Kündigungsfrist ist.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Info
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Kündigungsfrist ergibt sich aus § 18 des Manteltarifvertrages.

Für eine Kündigung durch Sie als Arbeitnehmerin ändert sich nichts, für Sie gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen (zum 15. oder zum Mondatsende, so wie sie in § 622 BGB vorgesehen ist.

Was nun die Kündigung durch Ihren Arbeitgeber anbelangt, so kommt es darauf an wie lange das Arbeitsverhältnis rechtlich Bestand hat.

Beschäftigungszeiten aus einem vorangegangenen Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber sind trotz Unterbrechung anzurechnen, wenn zwischen den Beschäftigungsverhältnissen ein enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang besteht (Vgl BAG AP BGB § 622 Nr 62).

Das bedeutet, dass der Wechsel 2001 auf Teilzeit an der Beschäftigungsdauer auf die § 18 des Manteltarifvertrages nichts ändert.

Es bleibt daher allein die Frage ob die Änderung in die Gemeinschaftspraxis eine Änderung des Arbeitgebers darstellt. Eine schriftliche Vereinbarung existiert nicht, so dass der Arbeitsvertrag sich nur durch schlüssiges Verhalten geändert haben kann.

Bei dem Wechsel in die Gemeinschaftspraxis kommt es daher darauf an, ob die Identität des Betriebes gewahrt wurde. Also wenn lediglich ein Neuer Arzt hinzugekommen ist, der Betrieb aber im Übrigen unverändert, mit demselben Personal, nahtlos fortgesetzt wurde.

Ich gehe davon aus, dass Sie nach der Umwandlung in die Gemeinschaftspraxis dort nahtlos ohne Unterbrechung weiter gearbeitet haben, so dass auch hier keine Zäsur zu machen wäre.

Es ist in Ihrem Falle also von einer Beschäftigungsdauer von 19 Jahren auszugehen, so dass Ihre Kündigungsfrist 6 Monate zum Ende des Kalendermonats beträgt.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt