So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26015
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Thema Arbeitnehmerrecht. Ich

Beantwortete Frage:

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Thema Arbeitnehmerrecht.

Ich bin seit Februar 2013 krank geschrieben. Am kommenden Montag trete ich eine stationäre Therapie in einer Klinik an. Diese ist erst einmal für 4 Wochen geplant, Verlängerungen sind nicht auszuschließen.

Hier meine Frage:
Aktuell bin ich von meinem Arzt bis zum 15.07. krank geschrieben. Mein Arbeitgeber fordert jetzt von mir eine Bestätigung der Klinik an, dass ich mich dort zur Therapie einfinde.
Reicht hier nicht erst einmal meine Krankmeldung bis 15.07., die darauf folgende Krankmeldung erfolgt dann ja durch die Klinik??
Dazu muß man noch sagen, dass das Vertrauensverhältnis zwischen meinem Arbeitgeber und mir durch andere Dinge sehr angeschlagen ist.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe :-)
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie ergänzend fragen:

Befindet sich in Ihrem Arbeitsvertrag einen entsprechende Verpflichtung dies zu tun?

Warum fordert der Arbeitgeber eine solche Bestsätigung? Hat er irgendwelche Verdachtsmomente?

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,


 


nein, eine zusätzliche Verpflichtung besteht nicht. Meine Krankmeldungen sind immer rechtzeitig von mir vorgelegt worden.


 


Ich habe vor 14 Tagen einen Brief von meinem AG erhalten in welchem er von mir bzw. meinem Therapeuten wissen wollte ab wann ich wieder, ohne Einschränkungen, einsatzfähig bin.


Mein Therapeut hat eine "Bescheinung" ausgestellt, dass man dies erst nach dem Klinikaufenthalt beantworten könnte.


 


Verdachtsmomente sollten eigentlich nicht bestehen! Aber wie schon erwähnt ist das Vertrauensverhältnis durch andere Vorfälle stark beeinträchtigt.


So wurde mir eine von mir gewünschte Versetzung von Wiesbaden nach Hamburg erst zugesagt und ca. 10 Tage später wieder zurück genommen. Persönliche/vertrauliche Daten wurden für andere Kollegen (wohl versehendlich) zugänglich gemacht.


 


Mit freundlichem Gruß


C. Seiler

Experte:  hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In diesem Falle gilt das Entgeltfortzahlungsgesetz, welches regelt, was Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen müssen.

Gem. § 5 Abs. 1 S. 1 EFZG sind Sie verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer mitzuteilen.

Nach dem Gesetzeswortlaut haben Sie über die Art der zur Arbeitsunfähigkeit führenden Erkrankung und dem Heilverlauf, sowie die Behandlung keine Mitteilung zu machen

Damit trägt der Gesetzgeber dem Schutz Ihrer Privatsphäre Rechnung.

Ausnahmen gelten aus Gründen des Gefahrenschutzes. Unter Gefahrenschutz fällt beispielsweise eine ansteckende Krankheit.

Das bedeutet:

Ein Berechtigtes Interesse an der Information über den Therapieantritt kann Ihr Arbeitgeber nicht nachweisen, also müssen Sie nur dem Arbeitgeber laufend Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.

Ihre nächste AU-Bescheinigung wird Ihnen der behandelnde Arzt in der Klinik ausstellen. Mehr brauchen Sie dem Arbeitgeber nicht mitteilen.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht