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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Guten Abend, mein Mann lag 2 Wochen im künstlichen Koma und

Kundenfrage

Guten Abend, mein Mann lag 2 Wochen im künstlichen Koma und ist seit 1 Woche wieder wach und prompt bekommt er von seinem Arbeitgeber die Kündigung. Mein Mann ist derzeit noch in der Probezeit. Erhalt der Kündigung am 16.05.2013 per Einschreiben zum 31.05.2013. Schriftform durch Kürzel in Stempel nicht gewahrt und in meinen Augen auch die gesetzliche Kündigungsfrist nicht eingehalten. Von anteiligem Urlaub und Überstunden Vergütung ganz zu schweigen. Wie kann er jetzt vorgehen? Das Krankenbett kann er in der nächsten Zeit noch nicht verlassen! Viele Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

Voranzustellen ist, dass die Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 3 BGB in der Probezeit 14 Tage beträgt. Insofern hat der Arbeitgeber vorliegend die Frist gewahrt, es sei denn arbeitsvertraglich ist eine andere Frist ausdrücklich vereinbart worden.

Ihre Zweifel an der Schriftform dürften dann gerechtfertigt sein, wenn keine eigenhändige Namensunterschrift vorhanden ist, sondern lediglich ein Kürzel.

Insofern könnte gegen die Kündigung arbeitsgerichtlich durch Klage - hier Feststellungsklage, dass das Arbeitsverhältnis durch die unwirksame Kündigung nicht beendet worden ist, sondern fortbesteht - vorgegangen werden.

Die Klagefrist beträgt 3 Wochen gerechnet ab Zugang der Kündigung.

Ihr Mann kann einen Anwalt oder Sie bevollmächtigen, die Klage zu erheben, wenn er selbst hierzu nicht in der Lage ist.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Gern helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Für mein Empfinden hätte eine fristgerechte Kündigung am 15.05.2013 eintreffen müssen, aber gut. Wie sieht es mit dem anteiligen Urlaub und den geleisteten Überstunden aus? Überstunden seit dem 01.02.2013 jeden Tag zwischen 3 und 4 Stunden bei einer 6 Tage Woche, verfällt das einfach? Viele Grüße
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage bezogen auf den Beendigungszeitpunkt. Die Kündigung muss also spätestens 14 Tage vor dem beabsichtigten Beendigungszeitpunkt beim Emfänger eingehen.

Die Kündigung selbst hat keine Auswirkungen auf bestehende Vergütungsansprüche aus der Vergangenheit. Ihr Mann kann also die Vergütung seiner Überstunden verlangen und hat zudem Anspruch auf Abgeltung noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubs (anteilig für dieses Jahr).

Grundsätzlich verjähren Vergütungsansprüche aus Arbeitsvertrag erst nach drei Jahren. Vertraglich kann allerdings eine kürzere Frist vereinbart werden. Das sollten Sie prüfen.

Der Arbeitgeber hat das Arbeitsverhältnis bei Beendigung zum 31.05.2013 ordnungsgemäß abzurechnen. Tut er das nicht, kann hier zudem Zahlungsklage beim Arbeitsgericht erhoben werden.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.

Habern Sie Nachfragen oder besteht weiterer lärungsbedarf ?

Gern helfe ich weiter.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, darf ich noch um eine abschließende positive Bewertung biten.

Vielen Dank.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Gern helfe ich weiter.

Sollten Sie keine Nachfragen haben, würde ich mich über eine abschließende positive Bewertung freuen.

Vielen Dank.

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