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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ich bin seit 10 Jahren in einem Landwirtschaftlichem Betrieb

Kundenfrage

Ich bin seit 10 Jahren in einem Landwirtschaftlichem Betrieb tätig, in meinem Arbeitsvertrag unter § 4 Arbeitszeit steht:
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 40 Stunden wöchentlich. Der Arbeitnehmer ist bereit Überstunden in gesetzlichen vorgesehenem Umfang zu leisten.
Der Arbeitnehmer erklärt sich ebenfalls bereit z.B. im Frühjahr sowie in der Erntezeit zusätzliche Arbeitsstunden zu leisten. Hiermit wird auch die Samstagsarbeit vereinbart. Die Arbeitseinteilung wird vom Vorgesetzten geregelt.

Von Montag bis Freitag arbeitete ich ca. über 50 Stunden. Am Samstag erschien ich nicht zu Arbeit, obwohl der Arbeitgeber mich am Freitag darum bat. Am Montag bekam ich dann direkt die Quittung dafür "Die Abmahnung" per Einschreiben für die Arbeitsverweigerung.

Meine Frage an Sie:
Wurde mir die Abmahnung mit Recht zugesand? Bin ich jetzt JEDEN Samstag dazu verpflichtet zur Arbeit zu erscheinen, wenn der Arbeitgeber mich darum bittet? Als mein Arbeitgeber mich darum bat am Samstag zu erscheinen, waren keine Zeugen anwesend, mal davon ab, das ich am Samstag keine Landwirtschaftliche Arbeit leisten sollte, sondern einige Tätigkeiten auf seinem Hof entrichten sollte.
Ist es möglich, bzw. kann ich es abstreiten, das mein Arbeitgeber mich bat am Samstag zur Arbeit zu erscheinen?
Hat mein Arbeitgeber das Recht darauf, unser Gespräch auf seinem Mobil Telefon aufzuzeichnen? Und als Beweis vorzulegen?
Wie gehe ich am besten mit meiner Abmahnung vor? Was kommt auf mich zu, wenn ich die Abmahnung nicht unterschreibe?
Wenn ich mit der Abmahnung nicht einvestanden bin, welche Begründung kann ich hinzufügen?
Hat der Arbeitgeber das Recht mich bei einer weiteren Abmahnung zu entlassen?
Wie gehe ich am besten und am sichersten mit der Sache um? Da ich meine Arbeitsstelle als 55 Jähriger behalten möchte.

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Solche Vereinbarungen sind immer rechtlich grenzwertig.

Insbesondere kann man nicht verpflichtet, Überstunden zu leisten und einen Tag mehr in der Woche zu arbeiten.

Damit kommt man ja auch gute 15 bis 20 h mehr in der Woche.

Da es dafür keine weitere Vergütung gibt, ist dies nicht zulässig.

So ist auch die vorliegende Abmahnung unwirksam.