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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26883
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag Ich bin mit 80 Stunden im Monat angestellt, arbeite

Kundenfrage

Guten Tag
Ich bin mit 80 Stunden im Monat angestellt, arbeite jedoch zur zeit 220 Stunden.
Von meinem Chef habe ich eine schriftliche Vereinbarung das die Mehrarbeit auf ein Stundenkonto kommt und ich dafür Freizeitausgleich bekomme.
Nun habe ich zum 31.05. gekündigt und habe 259 Überstunden.
Leider ist außer mir sonst niemand hier am arbeiten. Stehe also alleine im Laden. Wenn ich nicht komme bleibt der Laden zu. Meine frage: kann ich jetzt zu Hause bleiben und bis zum letzten Arbeitstag meine Überstunden ab feiern?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie mit ihrem Arbeitgeber einen Freizeitausgleich vereinbart haben für die abgeleisteten Überstunden, dann haben Sie einen Anspruch gegen den Arbeitgeber, dass Ihnen der Freizeitausgleich auch gewährt wird.

ABER:

Sie dürfen die Überstunden nicht eigenmächtig, das bedeutet, ohne Einverständnis des Arbeitgebers abfeiern.

Ihr Arbeitgeber aber darf dieses Einverständnis nur dann verweigern, wenn wichtige betriebliche Gründe entgegen stehen.

Ein solcher Grund kann in Ihrem Falle anzunehmen sein, wenn Ihr Arbeitgeber im Falle des Abfeierns der Überstunden den Betrieb nicht aufrecht erhalten kann.

Also wenn Sie die einzige Arbeitskraft sind, die in der Lage ist den Laden zu betreiben, dann liegt ein solcher Grund vor, so dass Ihnen der Arbeitgeber das Abfeiern versagen kann.

In einem solchen Falle muss er Ihnen allerdings die aufgelaufenen Überstunden wie die normale Arbeitszeit auch vergüten.

Also: Wenn Ihr Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse an der Fortführung des Betriebes hat, kann er sich dem Abfeiern entgegenstellen, muss Ihnen dann aber die Überstunden bezahlen.

Sie sollten daher den Arbeitgeber nochmals anschreiben und auffordern dem Abfeiern der Überstunden zuzustimmen. Machen Sie ihn in dem Schreiben aber auch darauf aufmerksam, dass wenn er nicht zustimmt (Schweigen ist keine Zustimmung) er Ihnen die aufgelaufenen Überstunden bezahlen muss.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt