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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19823
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag ich habe anfang November einen neuen arbeitsvertrag

Kundenfrage

Guten Tag

ich habe anfang November einen neuen arbeitsvertrag unterschrieben in der schweiz als lkw fahrer ! Aber jetzt muss ich leider den führerschein für 1 Monat in der schweiz abgeben weil ich zu schnell mit meinem pw unterwegs war , das habe ich am 02.01.2013 meinem neuen arbeitgeber gesagt wo ich am 07.01.2013 hätte anfangen sollen. Er war nicht sehr erfreut und will mich jetzt haftbar dafür machen ! Meine frage ist für was kann er mich alles haftbar machen jetzt?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Arbeitgeber kann Sie für die Kosten haftbar machen, die ihm dadurch entstehen, dass er für die Dauer Ihres Führerscheinentzugs - also für die Dauer eines Monats - eine Ersatzkraft organisieren muss.

Der Arbeitgeber konnte und durfte unter den gegebenen Umständen nämlich darauf vertrauen, dass Sie Ihre Stelle als LKW-Fahrer vereinbarungsgemäß am 07.01. antreten würden.

Durch die Ihnen zur Last falllende Geschwindigkeitsübertretung - und als Folge dessen durch den einmonatigen Führerscheinverlust - ist dieses schutzwürdige Interesse des Arbeitgebers schuldhaft von Ihnen verletzt worden. Der Arbeitgeber kann daher von Ihnen den Ersatz derjenigen Aufwendungen verlangen, die er zur Behebung dieses Vertrauensschadens tätigen muss.

Leider werden Sie daher die Kosten für die Beschaffung einer Ersatzkraft tragen müssen. Das heißt aber natürlich nicht, dass Sie die kompletten Lohnkosten tragen müssen. Sie müssen nur die Kosten der Beschaffung eines anderen Fahrers übernehmen, also etwa Kosten einer kurzfristigen Umdisponierung oder Kosten für ein Inserat. Die Lohnkosten selbst wären im Übrigen auch dann angefallen, wenn Sie nun nicht den Führerschein verloren hätten. Denn dann hätte der Arbeitgeber Sie ja bezahlen müssen. Der Arbeitgeber kann von Ihnen also nicht die Übernahme der Lohnkosten für die Ersatzkraft verlangen.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


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Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Das heist jetzt ich habe die lohnkosten nicht zu zahlen ? Was würde passieren wenn er denn lkw stehen lassen müsste weil er jetzt in den 2 tagen kein ersatzfahrer gefunden hat? Was kann er dann verlangen? Zählt es dann auch in der schweiz?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Richtig, die Lohnkosten müssen Sie nicht zahlen, denn diese hätte der AG Ihnen ja ebenfalls zahlen müssen. Insoweit besteht ein schadenrechtliches Bereicherungsverbot: Sie müssen nichts zahlen, was der AG ohnehin selbst hätte zahlen müssen.

Wenn er den LKW stehen lassen müsste, weil er in der Kürze der Zeit keinen Ersatzfahrer findet, könnte er von Ihnen die Ausfallkosten verlangen. Das würde aber voraussetzen, dass solche Ausfallkosten tatsächlich anfallen. Hierfür wäre der AG in der vollen Beweispflicht. Er müsste Ihnen also nachweisen, dass ein Transport deshalb ausfällt, weil er kurzfristig keinen Ersatz besorgen konnte und dass ihm aus diesem Grund ein ganz konkreter materieller Schaden entstanden ist.

Diese Rechtslage gilt auch in der Schweiz.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19823
Erfahrung: Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Der neue AG will sich mit mir am Montag in einer Woche trefffen um mit mir die weiteren details zu besprechen muss ich da hin da ich mit dem pw dann auch nicht in der schweiz fahren darf ? Kann ich in der probezeit kündigen auch wenn im vertrag 2 Monate stehen die doch erst nach der probezeit eintretten würden? Weil er mich indirekt der lüge beschuldigt hat das ich nicht alles unternommen hätte denn Führerschein nicht abgeben zu müssen und ich auf da auf keine vertrauensbasis mehr will ich dort nicht mehr anfangen! Kann er mich dazu zwingen oder nicht?

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Wenn Sie in der Schweiz derzeit nicht fahren dürfen, müssen Sie auch nicht zu dem Gesprächstermin erscheinen. Der AG hat dann nach Alternativen zu suchen, um sich mit Ihnen abzustimmen oder zu einigen.

In der Schweiz gilt - falls vertraglich nichts Abweichendes vereinbart ist - während der Probezeit eine Kündigungsfrist von sieben Tagen.

Haben Sie arbeitsvertraglich bestimmt, dass die Kündigungsfrist auch schon während der Probezeit zwei Monate betragen soll, so würde leider dies gelten. Schauen Sie aber noch einmal in Ihren Vertrag. Möglicherweise ist das die Kündigungsfrist, die nach Ablauf der Probezeit gelten soll. Ist das so, dann können Sie mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen das Probearbeitsverhältnis kündigen.

In keinem Fall kann der AG Sie zwingen, das Arbeitsverhältnis anzutreten, wenn Sie dies nicht mehr wollen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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