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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Mein Sohn arbeitet als Geselle in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb

Kundenfrage

Mein Sohn arbeitet als Geselle in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb als Landschaftsgärtner. Eine Baustelle war in unmittelbarer Nähe eines Bürgersteigs. Der Bürgersteig musste mit Gerätschaften befahren werden. Mein Sohn hat gestern den Bürgersteig gereinigt und ist dann in die Pause gegangen. In der Pause ist angeblich eine Frau auf dem Bürgersteig gestürzt. Die Polizei kam und hat die Stelle besichtigt und meinen Sohn befragt. Jetzt hat sein Arbeitgeber ihm erklärt, dass er nicht haften würde für den Sturz der Frau sondern mein Sohn. Wie ist die Rechtslage?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Warum ist die Frau denn gestürtzt?

Welchen Vorwurf macht man Ihrem Sohn?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Frau sei angeblich über einen Schlauch gestolpert und der Bürgersteig durch Schlamm noch etwas nass war gefallen.


Der Chef macht meinem Sohn den Vorwurf, dass er nicht aufgeräumt hat und der Bürgersteig angeblich nicht sauber war und erklärte ihm, dass er für den Sturz verantwortlich sei und er als Chef nichts bezahlen werde.


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Na war es denn auch so?

Hatte er den Weg nicht beräumt?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Er hat den Weg geräumt. Kann ich Ihnen den Brief, den sein Chef ihm geschrieben hat in Kopie beifügen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, gern.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich schreibe Ihnen den Wortlaut ab:


Sie hatten am 19.12.12 ab 07:30 Uhr die Aufgabe am BV Mehrfamilienwohnhaus Stöckmattenstreße 1a unsere Baumaschinen mit einem Wasserhochdruckreiniger zu säubern.


Sie wurden eingewiesen und auch darauf hingeiwesen, ja auf die vorbeifahrenden Autos zu achten, ebenso auf vorbeigehende Fußgänger auf dem angrenzenden Gehweg.


Ich selbst war bis um 10:45 Uhr nicht an der Baustelle.


Um ca. 09:30 Uhr soll im Arbeitsbereich auf dem Gehweg eine Fußgängerin gestürzt sein, Polizei und Bauleiter Klein behaupten im Namen der Geschädigten über Wasserschläche u.a. Arbeitsgeräte.


Sie selbst waren um diese Zeit nicht auf der Baustelle. Diese haben Sie zur Frühstückspause ab ca. 09:30 Uhr bis wahrscheinlich nach 10:00 Uhr verlassen.


Es ist mir grundsätzlich egal, was jeder in seinen Pausen macht. In diesem Fall ist es jedoch unakzeptabel, dass Sie die Baustelle verlassen und es kommt durch herumliegende Arbeitsgeräte (Schlauch etc.) zu einem Unfall!! Das ist grobe Verletzung der Aufsichts-Unfallverhütungspflicht die Sie als verantwortlicher Facharbeiter wahrnehmen müssen, zudem es sich hier um einen öffentlichen Bereich (Gehweg) handelt.


Ich warte nun den weiteren Bericht der Polizei ab, diese hat im 1. Verhör meinerseits gesagt, dass die Geschädigte leicht verletzt sei, die Sache geht an den Staatsanwalt wegen Körperverletzung.


Ich gebe jetzt schon bekannt, dass ich nicht für diese Sache gerade stehe, der Schaden, den die Geschädigte körperlich erlitten hat, bitte ich Ihrer Haftpflichtversicherung zu melden!!


Auch evtl. Kosten von Strafverfahren müssen von Ihnen übernommen werden.


Mit freundlichen Grüßen.


Soweit der Wortlaut des Arbeitgebers. Mein Sohn hat bei der Polizei ausgesagt, dass er die Arbeitsgeräte alle vor seiner Pause aus dem Gehwegbereich entfernt hat und dann nach der Pause (bei Eintreffen der Polizei) wieder geholt hat und weitergearbeitet hat.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ok, aber er hat sicher keine Zeugen, oder?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Er hat einen Kollegen als Zeugen, aber wir wissen nicht, ob dieser nicht vom Chef schon beeinflusst wurde. Ob dieser von der Polizei befragt wurde, weiß ich nicht!

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sie sollten dies der Polizei melden, damit diese die Person als Zeugen anhören kann.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wie ist denn die rechtliche Lage der Haftung in diesem Fall? Muss nicht der Arbeitgeber haften? Er müsste doch sicherlich eine Versicherung haben.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, der Arbeitgeber haftet.

Wenn der Arbeitnehmer aber schuldhaft gehandelt hat, kann man auch ihn teilweise belangen.

Ihr Sohn hat aber nicht schuldhaft gehandelt.

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