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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17046
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind ein Kleinbetrieb mit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind ein Kleinbetrieb mit drei Mitarbeitern, konkret handelt es sich um die Assistenz für meine behinderte Tochter(erwachsen) im Privathaushalt. Die Assistenten haben ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, einen ganz normalen Arbeitsvertag. Ebenso ist eine Betriebsnummer vorhanden.
Unser Problem: eine Mitarbeiterin ist seit dem 26.09.12 arbeitsunfähig. Bereits am 19.10.12 hat sie sich bis zum 06.11.12 krankschreiben lassen, exakt bis zum letzten Tag der 6-Wochenfrist für die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Am 07.11.12 folgte eine neue Au-Schreibung, sicher mit neuer Diagnose. Allerdings ist sie ihrer Anzeigepflicht nicht nachgekommen, sondern hat den Krankenschein am 09.11.12 nur im Briefkasten hinterlegt, ohne sich in irgendeiner Form zu melden. Die AU ging bis 11.11.12.Bis 13.11. erfogte wieder keine Benachrichtigung. Daraufhin hat die Mitarbeiterin eine Abmahnung erhalten, mit angedrohter Kündigung bei erneuter Pflichtverletzung ihre Au nicht unverzüglich anzuzeigen. Erst am 14.11.12 wurde die nächste Au-Schreibung im Briefkasten hinterlegt, ausgestellt am 12.11.12
Zwischenzeitlich habe ich Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen, um eine Begutachtung durch den MDK zu veranlassen. Im Arbeitsvertrag ist die Au-Schreibung ab dem ersten Krankheitstag festgelegt.
Meine Frage: Ist im konkretem Fall ein fristlose Kündigung möglich? Die hätte eine Sperre des Arbeitslosengeldes zur Folge ( wir glauben deshalb kündigt die Mitarbeiterin nicht selbst)
Der Betriebsablauf ist empfindlich gestört, da keine Planung möglich ist, weil nur drei Mitarbeiter zur Verfügung stehen.
Außerdem ist das Vertrauensverhältnis empfindlich gestört, eine Zusammenarbeit für die Zukunft eigentlich nicht zumutbar.
Die Mitarbeiterin hat in den letzten 3Jahren über 20 AU- Schreibungen vorgelegt, dadurch mßte der Dienstplan ständig umgestellt werden und die beiden anderen Mitarbeiter mussten ständig für sie einspringen.
Muss die Lonfortzahlung auch im falle einer fristlosen Kündigung weiter geleistet werden?
Für die Beantwortung meiner Fragen bin ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine krankheitsbedingte Kündigung ist möglich, wenn die Gesundheitsprognose für die Zukunft entsprechend negativ ist.

Die Untersuchung durch den medizinischen Dienst ist noch nicht erfolgt?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Begutachtung durch den MDK ist noch nicht erfolgt.


Ich hatte eher an eine verhaltensbedingte Kündigung gedacht, da sie ihren Pflichten nicht nachkommt und so den betriebsablauf empfindlich stört.


Danke

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Durch die Krankschreibungen und das ständige Fehlen liegt nur dann ein verhaltsbedingter Kündigungsgrund vor, wenn man ihr nachweisen kann, dass sie nicht wirklich krank ist.

Daher muss man (leider) erstmal die Untersuchung durch den MDK abwarten.

Dann kann man aber entweder verhaltensbedingt oder krankheitsbedingt kündigen.
raschwerin und 3 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Ich muss nochmal nachfragen ob eine fristlose Kündigung möglich ist?


Vielen Dank

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja, nach § 626 BGB ist dies möglich, wenn sich herausstellt, dass die Arbeitnehmerin nur krank gemacht hat.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung1


Viele Grüße

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Gern, alles Gute.