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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 21812
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich hatte mich während meiner Arbeitszeit für 2 Stunden bei

Kundenfrage

Ich hatte mich während meiner Arbeitszeit für 2 Stunden bei meinem Verkaufschef ab- und auch wieder angemeldet, jedoch vergessen, diese beiden Stunden aus der monatlichen Stundenabrechnung zu streichen. Jetzt wird mir Arbeitszeitbetrug vorgeworfen, der mit einer Abmahnung geahndet wird und ich soll aus einem laufenden innerbetrieblichen Qualifizierungsprogramm gestrichen werden. Ich bin seit 9 Jahren in diesem Unternehmen ohne jede Beanstandung. Sind diese Sanktionen rechtens?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist eine Abmahnung möglich bei erheblichen Verstößen gegen die arbeitsvertraglich geschuldeten Pflichten.

Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist vor der Erteilung einer Abmahnung aber stets zu prüfen, ob auf den betreffenden Vorfall nicht mit einer weniger einschneidenden Maßnahme angemessen reagiert werden kann.

Der Arbeitgeber ist in jedem Einzelfall zu einer umfassenden Abwägung aller in Betracht kommenden Umstände und zur Auswahl des am wenigsten belastenden Mittels verpflichtet.

Gemessen an diesen Grundsätzen erscheint die Ihnen erteilte Abmahnung als arbeitsrechtliches Sanktionsmittel überzogen, wenn Ihnen erstmalig ein solcher Verstoß zur Last fällt und Sie sich bisher vollkommen beanstandungsfrei geführt haben. Hinzu kommt, dass der gegen Sie erhobene Vorwurf nur einen geringen Unrechtsgehalt aufweist, denn Sie haben lediglich aus reiner Vergesslichkeit gehandelt.

Unter diesen Bedingungen hätten weniger einschneidende Sanktionsmittel wie eine Ermahnung oder ein Gespräch mit dem Vorgesetzten ausgereicht, um die Pflichtverletzung zu ahnden.

Die Abmahnung wäre daher nicht rechtens, und Sie könnten deren Entfernung aus Ihrer Personalakte verlangen. Kommt der AG dem Entfernungsverlangen nicht freiwillig nach, können Sie entsprechende Klage zum Arbeitsgericht führen.




Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Geben Sie bitte kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Leider wurde mein ergänzende Anfrage nicht mehr bearbeitet.... Dann wäre ich gerne zu einem Bonus bereit gewesen!

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Leider habe ich Ihre Nachfrage nicht erhalten - es tut mir Leid.

Bitte seien Sie so nett, und senden Sie mir diese noch einmal. ich werde Ihre Nachfrage selbstverständlich umgehend beantworten.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Meine ergänzende Frage lautete :


Hätte nicht auch berücksichtigt werden müssen, daß eine korrekte Ab- und Anmeldung beim Vorgesetzten (Verkaufschef) erfolgte und ist damit nicht einem wesentlichen Teil der Arbeitnehmerpflicht genüge getan worden? Hätte eben dieser Vorgesetzte, der nun die Abmahnung ausspricht, dies nicht mit bewerten müssen und zu dem Schluß kommen, daß eine einmalige Vergesslichkeit vorliegt?


 


Nochmals vielen Dank!

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung - entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten, aber auf die derzeitigen technischen Probleme auf der Seite, haben die hier beratenden Anwälte keinen Einfluss.

Zu Ihrer Nachfrage:

Ich kann Ihnen nur beipflichten: Soweit Sie sich ordnungsgemäß bei dem Vorgesetzten an- und abgemeldet haben, mindert selbstverständlich auch dieser Umstand den Unrechtsgehalt der Ihnen zur Last gelegten Pflichtverletzung.

Dies gilt natürlich umso mehr, als derselbe Vorgesetzte Sie nun abmahnt, denn insbesondere ihm hätte in Anbetracht der Umstände klar sein müssen, dass hier in derTat keine schwer wiegende Pflichtverletzung vorliegt, die Gegenstand einer Abmahnung sein kann, sondern vielmehr eine Nachlässigkeit/Vergesslichkeit Ihrerseits.

Auch vor diesem Hintergrund erweist sich die Abmahnung als unverhältnismäßig und damit rechtswidirg. Sie können und sollten sich daher gegen diese in der oben näher beschriebenen Weise aktiv zur Wehr setzen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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