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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26362
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Rechtsanwälte Meine Frau arbeitet in einem Steuerbüro

Kundenfrage

Sehr geehrte Rechtsanwälte
Meine Frau arbeitet in einem Steuerbüro als Steuerfachgehilfin in Teilzeit.Sie arbeite an 3.Tagen in der Woche.
Im Jahr 2010 heirateten wir an einem Freitag standesamtlich.
Im Jahr 2012 verstarb ihr Bruder in Kasachstan und ihre eheliche Tochter heiratet am Samstag den 27.10.12 standesamtlich in Wien.
Meine Frage ist nun ob ihr in diesen Fällen Sonderurlaub zu steht.
Ihr Chef lehnte in jeweils immer ab,mit der Begründung das im ersten und zweiten Fall kein Anpruch besteht und im letzten Fall die Hochzeit mit einem Urlaub verbunden wurde.
Nun liegt Wien nicht um die Ecke, da wir in Köln leben, und so haben wir diese Hochzeit mit unserem Uraub verbunden.
Vielen Dank XXXXX XXXXX bemühen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich nachfragen:

Sie haben also für die Hochzeit letztendlich zusätzlich Urlaub genommen?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Wir haben unseren Urlaub letzendlich so gelegt das wir an der Hochzeit teilnehmen können

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Also in beiden Fällen wäre Ihre Frau nach § 616 BGB wegen persönlicher Verhinderung von der Arbeitspflicht befreit gewesen, hätte aber gleichwohl einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung gehabt.

Eheschließung und Begräbnis zählen nach Ansicht des BAG zu den persönlichen Gründen die eine Freistellung erfordern (BAG Urteil vom 27.04.1983).

Im Regelfall wird eine solche Freistellung für 1 bis 2 Arbeitstagen gewährt.

Im Falle Ihrer Frau (Wien Kasachstan) wäre aufgrund der Entfernung sicherlich eine längere Freistellung angebracht (Bei 2 Tagen für An und Abreise sicherlich 4 Tage).

Der Arbeitgeber hat den Anspruch Ihrer Frau zu Unrecht abgelehnt mit der Folge, dass Ihre Frau den Urlaub nicht hätte nehmen müssen.

Wenn man für jedes Ereignis 4 Tage zugrundelegt, so wären Ihrer Frau daher 8 Tage Urlaub gutzuschreiben.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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