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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RAScholz ist jetzt online.

Hallo, kann mich jemand zum Thema Zeugniskorrektur unterst

Kundenfrage

Hallo, kann mich jemand zum Thema Zeugniskorrektur unterstützen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

was für eine Frage stellt sich Ihnen denn konkret?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich habe Im Juli den Arbeitgeber gewechselt. etwa 7 Wochen danach erhielt ich ein Arbeitszeugnis das wesentlich schlechter war als das Zwischenzeugnis dass ich 2008 erhalten hatte. Ich hatte zunächst selbst dem ehemaligen Arbeitgeber geschrieben. Der hat daraufhin ein neues Zeugnis geschickt in dem er mir in ein paar Punkten entgegengekommen ist. Die Hauptaussagen waren jedoch geblieben. Ich habe einen Rechtsanwalt kontaktiert, der hat aber jedoch nur die Attribute so gesetzt, dass sie einer sehr guten Note entsprechen. Das Ganze dann noch sehr oberflächlich. Ich bin mit der Lösung von diesem Rechtsanwalt nicht zufrieden, muss aber wohl trotzdem zahlen. Wie soll ich jetzt am geschicktesten Vorgehen?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter RAScholz,


 


Ich habe im Juli meinen Arbeitgeber gewechselt. Nach 6 Wochen wurde mir ein Abschlusszeugnis zugeschickt. Das Abschlusszeugnis ist allerdings viel schlechter als das Zwischenzeugnis dass ich 2008 erhalten hatte.


Auf einem Scheriben von mir kam mir der ehemalige Arbeitger etwas entgegen. Die wesentlichen Punkte waren jedoch immer noch sehr schlecht. Ich habe einen Rechtsanwalt kontaktiert, er hat jedoch nur die attribute so getzt, dass gute Noten rauskommen. Was kann ich nun tun?

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben Anspruch auf eine objekive Beurteilung Ihrer Leistung. Art und Dauer der Tätigkeit muss aus dem Zeugnis hervorgehen. Sie können weiterhin verlangen, dass Leistung und Verhalten im Zeugnis beurteilt werden.

Einen Berichtigungsanspruch haben Sie gegen den alten AG, soweit objektiv unwahre oder unrichtige Angaben im Zeugnis stehen.

Ansonsten steht die sprachliche Ausgestaltung des Zeugnisses im Ermessen des AG.

Wenn der AG nunmehr die Änderungsvorschläge des RA angenommen und umgesetzt hat, hätten Sie nunmehr nur noch einen Anspruch darauf, das Unrichtigkeiten entfernt werden (bspw. falsche Angaben zur Dauer oder Art der Tätigkeit oder etwa falsche Tatsachen, was Ihre Leistung oder Verhalten angeht).

Wenn Sie das vom RA korrigierte Zeugnis dem AG noch nicht übersandt haben, sollten Sie das machen, damit Sie wissen, worauf Sie sich beim AG was die weitere Gestaltung des Zeugnisses angeht, einzustellen haben.

Der Gebührenanspruch des RA ist durch die Bearbeitung des Zeugnisses entstanden.

Einen klagbaren Anspruch, dass die Vorschläge des RA eins zu eins auf Ihr Zeugnis genommen werden, haben Sie allerdings nicht. Rechtlich können Sie gegen das Zeugnis im Wege der Klage vor dem ArbG nur insoweit vorgehen, als die schlechten Punkte eben nachweislich nicht wahr sind. In der Nachweispflicht sind Sie.

Konnte ich Ihnen damit weiterhelfen?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Infos.


Das hilft mir schon mal weiter.


 


Alle Zeugnisse enthalten Angaben über Verhalten, Leistung, Dauer der Beschäftigung.


Das Zwischenzeugnis war viel besser, Note 2. Das Abschlusszeugnis würde ich auf Note 5 Einstufen.


Das Zwischenzeugnis ist von meiner Seite das Einzigste, wass ich als Nachweis im Falle eine Klage habe. Eventuell würde noch ein ehemaliger Arbeitskollege aussagen. Ansonsten werden sich die Vorgesetzen sicher einheitlich zeigen.


 


Der RA hat im Zeugnisentwurf nur einige Attribute auf die Note "sehr gut" gesetzt. Manche Punkte die ich noch als große Abweichung zwischen Abschlusszeugnis und Zwischenzeugnis gesehen habe, wurde in seinem Entwurf nicht berücksichtigt. Ich denke, der Entwurf wurde vom RA sehr oberflächlich entworfen.


Attribute wie "tüchtig" sind nicht zeitgemäß und für einen Entwicklungsingenieur unpassend.
In dem Arbeitsumfeld geht es nicht immer freundlich. Niemand ist überall besonders beliebt. Diese Aussagen sind übertrieben und es gibt keien Grundlage, das nachzuweisen.


 


Können Sie mir einen Vorschlag machen, wie ich einen wirklich kompetenten Rechtsanwalt finden kann, der sich dieser Sache annimmt. Ist es ratsam einen Rechtsanwalt zu suchen, der in der nähe des alten Arbeitgebers wohnt um bei einer Klage keinen langen Anfahrtswege zu haben?


 


 


 


 

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bei Arbeitszeugnisfragen sollten Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht in Betracht ziehen, der zumindest auch, besser überwiegend Interessen von Arbeitnehmern vertritt. Streitigkeiten bei Zeugnissen sind immer so eine Sache. Im Prinzip hat der AG einen Beurteilungsspielraum. Sprachlich kann er gestalten, darf aber tatsächlich keine "Geheimfloskeln" verwenden. Das ergibt sich schon aus dem Gesetz, § 109 GewO:

"Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen."

Es empfiehlt sich, einen RA vor Ort des Sitzes des AG zu nehmen, dies schon deshalb, weil der zu beauftragende Kollege die Gepflogenheiten des anzurufenden Arbeitsgerichtes kennt und vorab schon einmal Stellung zu den Möglichkeiten nehmen kann, die das Gericht bei der Rechtsfindung zulässt. Zu empfehlen wäre Ihnen auch, eine Erstberatung beim FA für Arbeitsrecht vor Ort zu nehmen. Sie sollten Sie hier gezielt über die Aussichten eines Rechtsstreits beauskunften lassen. Die Erstberatung darf nicht mehr als 190,- zzgl. 19% USt. kosten. Zwar wäre das zu investieren, jedenfalls aber erhalten Sie dann eine Auskunft von einem Kollegen, der tatsächlich abschätzen kann, was in Ihrem Falle vor dem Arbeitsgericht "rauszuholen" ist.

Im Vorfeld sollten Sie schon einmal versuchen, für einen etwaigen Rechtsstreit Beweise, heißt Zeugen, zu aktivieren. Auch darauf wird es ankommen.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.