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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22362
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, ich bin seit 20 Jahren (Eintrittsdatum .01.04.1992)

Kundenfrage

Guten Abend,
ich bin seit 20 Jahren (Eintrittsdatum .01.04.1992) im Unternehmen tätig. Immer im Vertrieb. Zwischenzeitlich bzw. gerade anfänglich auch mit weiteren oder anderen Tätigkeiten (zusätzlichen Aufgaben) betraut. z.B. Produkt Management, Einkauf.
Die neuen Mehrheitsgesellschafter (gleichzeitig neue Geschäftsführung) gibt mir seit ca. 4 Jahren zu verstehen das sie mich weghaben will. Vergangene Woche wurde mir gesagt: "Du machst jetzt folgende neue Aufgabe" oder du bist weg.
In meinem Arbeitsvertrag steht unter §2:
Der Mitarbeiter wird angestellt als kfm. Angestellter für den europäischen Vertrieb. Arbeitsort ist (Stadt) xxx. Das Recht zur Versetzung und Umsetzung der Firma bleibt unberührt.
Meine Frage:
Bezieht sich dieses Recht auf den Standort. Also zum Beispiel: Einsatzort ist Stadt xxx und kann wegen Umzug nun Stadt yyy sein.
Oder bezieht sich dieser passus auch auf die Abteilung. Sagen wir mal, du bist nicht mehr im Vertrieb, sondern du machst jetzt die Buchhhaltung.
Besten Dank
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Passus in Ihrem Arbeitsvertrag bezieht sich ausschließlich auf den Einsatzort Ihrer Tätigkeit.

Hinsichtlich des Arbeitsortes kann der Arbeitgeber innerhalb der Grenzen billigen Ermessens (§ 315 BGB) in Verbindung mit seinem Weisungsrecht auch bestimmern, dass Sie an einem anderen Arbeitsort tätig sein soilen.

Nicht bezieht sich dieser Passus dagegen auf die Art der von Ihnen auszuübenden konkreten Tätigkeit. Insoweit haben Sie einen Anspruch auf eine Beschäftigung gegenüber dem Arbeitgeber, die der Beschreibung/Bezeichnung der Tätigkeit in Ihrem Arbeitsvertrag entspricht.

Sind Sie daher als kaufmännischer Angestellter für den europäischen Vertrieb eingestellt worden, und sind Sie bisher auch in diesem Bereich (und zusätzlich auch in Bereichen, die diesem Bereich nahestehen) beschäftigt worden, so können Sie verlangen, auch künftig in disem Bereich beschäftigt zu werden.

Sie können daher nicht im Bereich Buchhaltung beschäftigt werden, denn insoweit handelt es sich um einen gänzlich anderen Aufgabenbereich. der weder Ihrem bisherigen Tätigkeitsprofil noch Ihrer Arbeitsplatzbeschreibung entspricht.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Hallo Herr Hüttemann,


vielen Dank für die prompte Antwort.


Das Beispiel des wechsels in die Buchhaltung war nun etwas weit hergeholt. Tatsächlich soll ich das ProductMarketing machen. Aber eben mit der Androhung einer Kündigung, wenn ich das nicht will. Nebenbei wurde mir auch gesagt: So oder so werden wir Dir dein Auto wegnehmen. Ein Firmenfahrzeug hab ich in Zusammenhang mit dem Vertrieb seit mehr als 10 Jahren.


Unter Product Marketing wir bei uns verstanden: Kunden, Mitarbeiter, Presse usw. über neue Produkte informieren, entsprechende Listen führen, Ein(zu)kauf auf europäischen Mäkten (ca. 15% des portfolios) etc. erledigen. Bei ca. 4500 Artikeln, mit teilweise sehr technischem Hintergrund sehe ich mich aufgrund der Menge und notwendigem zeitlichem aufwand sowie meiner Ausbildung (kfm. Groß u. Außenhandel) nicht wirklich in der lage diese Aufgabe wirklich zu bewältigen.


Desweiteren schätze ich, das mich das Unternhemen hiermit einfach dazu drängen will von alleine zu gehen um eine Abfindung und lange Kündigungsfrist zu umgehen.


Kann ich nun ggfs. diese neue Aufgabe "freundlich ablehnen" und mich auf einen evtl. Rechtsstreit einlassen ?


Gruß


Volker Riedl

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Auch diese Ihnen nun zugedachte Tätigkeit entspricht nicht Ihrer Arbeitsplatzbeschreibung und Ihrer bisherigen Tätigkeit.

Der Verdacht liegt hier in der Tat nah, dass man sich Ihrer entledigen will.

Sie sollten unter Berufung auf die oben näher dargestellte Rechtslage diese Tätigkeit ablehnen und auch (wie erläutert) darauf verweisen, dass die Zuweisung dieses neuen Aufgabengebiets nicht mehr von dem Direktions- und Weisungsrecht des Arbeitgebers gedeckt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt