So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.

RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24862
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe gegen eine fristlose telefonische Kündigung

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe gegen eine fristlose telefonische Kündigung eine Kündigungsschutzklage innerhalb der Dreiwochenfrist beim Arbeitsgericht unter (eigentlich überflüssigem) Verweis auf Annahmeverzug eingereicht. Weitere Fakten: Am Tag nach der Kündigung erfolgte schriftliches Arbeitsangebot meinerseits mit Eingangsbestätigung; Arbeitgeber beschäftigt nur mich, Kündigung ohne Schriftform.
In der Güteverhandlung legt der Arbeitgeber die Kopie einer handschriftlichen Kündigung vor, er wird im Kammertermin beweisen wollen, sie fristgerecht am Abend nach dem Telefonat in meinen Briefkasten eingeworfen zu haben. Der Briefkasten befindet sich -öffentlich zugänglich- außerhalb des Mehrfamilienhauses. Wenn er Sie tatsächlich eingeworfen haben sollte, vermute ich, dass Sie mit der Reklameflut, die oft aus den Briefkästen quillt und von Mitbewohnern entfernt wird, abhandengekommen ist.
Mir liegt zwischenzeitlich die Kopie des Kündigungsschreibens vor. Die Kopie ist gegenüber den anderen Gerichtsunterlagen etwas vergrößert worden, so dass von der Identität ( Namen, Str, HsNr, PLZ, Ort in einer Zeile) des Absenders nur die unteren Buchstabenhälften erkennbar sind, was ein beweisentscheidendes Dokument äußerst verdächtig macht, da die Adressfragmente auf der Kündigung nicht mit dem Wohn- und Arbeitsort des Arbeitgebers übereinstemmen. Der Arbeitgeber war am Tag der Kündigung mit seinem Haushalt umgezogen und hat vermutlich die neue Adresse verwendet. -Wohlwollend können einige untere Buchstabenhälften der neuen Adresse zugeordnet werden. Die Ummeldung beim Bürgeramt fand erst einige Wochen später statt. Genaues Datum erhalte ich noch.
Kurioserweise gibt es noch zwei an mich, nach der Kündigung gerichtete gedruckte Schriftstücke mit der alten Adresse und auch später mit neuer Adresse.
Es liegt folglich der Verdacht nahe, dass das Kündigungsschreiben nachträglich erstellt worden ist.

Das Kündigungsschreiben hat möglicherweise Mängel.
Ist eine schriftliche Kündigung wirksam, wenn
1. die Absenderidentität des Arbeitgebers eine andere Straßenbezeichnung trägt als die noch aktuelle Melde- und gleichzeitig Arbeitsadresse?
2. die Kopie des Kündigungsschreibens keine, an mich gerichtete Adresse, sondern nur die Anrede Liebe Frau H.... trägt? Damit könnte sich auch meine erwachse Tochter angesprochen fühlen.
3. erwähnt der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben ein falsches Einstellungsdatum und musste auf meine Intervention Sozialabgeben nachentrichten.
4. mehr als 10 Personen die Unterschrift nicht identifizieren konnten. Ich hatte allerdings den Vor- und Zunamen getrennt, jeweils als einzelnes Wort aus der Dokumentkopie herausgeschnitten und den Probanden vorgelegt ohne bekanntzugeben, dass es sich um Vor- und Zunamen handeln würde.
5. der Arbeitgeber nicht den Wortlaut ich kündige benutzt, sondern mitteilt: „...Ihr Beschäftigungsverhältnis endet am 31.5.12. Das liest sich eher wie eine Arbeitsbescheinigung.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Bärbel Hoffmann
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Darf ich Sie fragen:

Behauptet denn der Arbeitgeber die Kündigung selbst bei Ihnen in den Briefkasten eingeworfen zu haben?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

In der Güteverhandlung erklärte der juristisch ausgebildete Lebensgefährte zunächst beiläufig und einige Gedanken später auf Nachfragen nochmals, den Einwurf selbst vorgenommen zu haben. Auf Nachfrage, wie denn der Briefkasten ausgesehen habe... Pause..., wo denn die Briefkastenanlage angebracht gewesen sei.... Pause ..., wie denn die Wohnanlage zu beschreiben sei, verließ Ihn in Summe die Erinnerung. Daraufhin hatte ich die Vorsitzende gebeten die Vergleichsverhandlung abzubrechen und einen Kammertermin zu bestimmen. Im nachfolgenden Schriftsatz erklärt die Beklagte, ihr Lebensgefährte hätte nur das Auto gefahren, Sie selbst hätte das Kündigungsschreiben im Beisein Ihrer Tochter eingeworfen. mfg Bärbel Hoffmann

 

Der Lebensgefährte hatte die nicht anwesende Beklagte vertreten.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zu den Punkten 1-3:

Grundsätzlich ist es unerheblich ob sich im Adressfeld irgendwelche Mängel oder Ungereimtheiten befinden.

Ausschlaggebend ist alleine, dass die Kindigung in Ihren Machtbereich also in Ihren Briefkasten gekommen ist.

Etwas anderes kann sich natürlich aus der Bezeichnung der angeschriebenen Person ergeben. Sofern sich hier Ihre Tochter angesprochen fühlen könnte kommt es darauf an, ob auch Ihre Tochter im selben Betrieb arbeitet. In diesem Falle wäre die Kündigung mangels Bestimmtheit unwirksam.

Dies muss der Arbeitgeber zur Überzeugung des Gerichts beweisen.

Der Arbeitgeber selbst ist Partei und kann nicht als Zeuge auftreten.

Es kommt also darauf an, ob der Richter der Aussage der Tochter Glauben schenkt.

Dies erscheint mir deshalb jetzt bereits zweifelhaft da der Lebensgefährte in der Güteverhandlung behauptet hatte den Einwurf vorgenommen zu haben.

Wenn nun, da in der Güteverhandlung für den Richter erkennbar wurde, dass der Lebensgefährte offenbar ihre Örtlichkeit nicht gekannt hat, die Arbeitgeberin die Tochter als Zeugin vorschiebt, so wird das Gericht dieser Aussage mit Skepsis begegnen.

Wahrscheinlich wird diese "nachgeschobene" Zeugin nicht als glaubwürdig erachtet.



4. Punkt

Was nun die Unterschrift der Arbeitgeberin anbelangt, so muss die Kündigung von dieser natürlich unterzeichnet werden.

Wenn Sie nun Zweifel an der Unterschrift haben, so sollten Sie schriftsätzlich bestreiten, dass die Unterschrift von der Arbeitgeberin stammt und zum Beweis ein graphologisches Gutachten anbieten.

5. Punkt:

Das Wort Kündigung muss in der Kündigungserklärung nicht vorkommen. Es ist vielmehr ausreichend, wenn in der Erklärung zum Ausdruck kommt, dass das Arbeitsverhältnis beendet werden soll.

Insoweit ist die Formulierung in der Kündigungserklärung ausreichend.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt




Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
< Zurück | Weiter >
  • Gute juristische Darlegung des gesetzlichen Sachverhaltes. Volker Kraft Raisdorf
  • Ihre Antwort hat mir wieder Mut gemacht. Ich werde wohl ein treuer Kunde bei Ihnen werden. Vielen Dank! PS: Anmeldung wird in Betracht gezogen Rudolf N. Leichlingen
  • Sehr nette und schnelle Beratung. Einfach Klasse. Spart lange Sitzungen im Anwaltsbüro. Sehr zu empfehlen und wenn nötig, immer wieder gern. Vielen Dank! Susanne Weimar
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    1311
    Rechtsanwalt
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/raschwerin/2009-12-08_112115_RA_Steffan_-_neu_Large.jpg Avatar von raschwerin

    raschwerin

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    1311
    Rechtsanwalt
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/TR/troesemeier/2012-8-30_105621_IMG4178.64x64.JPG Avatar von troesemeier

    troesemeier

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    1255
    seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/SC/SchiesslClaudia/2013-11-27_153731_unnamed2.64x64.jpg Avatar von Schiessl Claudia

    Schiessl Claudia

    Rechtsanwältin und Fachanwältin

    Zufriedene Kunden:

    1796
    Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RE/rechtso/2011-4-16_115947_P10100052.64x64.JPG Avatar von ra-huettemann

    ra-huettemann

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    1125
    Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/JA/Jason2016/2013-3-17_141035_IMG1566.64x64.JPG Avatar von RASchroeter

    RASchroeter

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    497
    Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/RAUJSCHWERIN/2012-4-24_184611_1109007sw10erxLarge.64x64.jpg Avatar von RA_UJSCHWERIN

    RA_UJSCHWERIN

    Rechtsanwältin

    Zufriedene Kunden:

    264
    Rechtsanwältin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/RA/rafork/2012-2-16_121835_RF2500x500.64x64.jpg Avatar von ra-fork

    ra-fork

    Rechtsanwalt

    Zufriedene Kunden:

    262
    Selbständiger Rechtsanwalt in Dortmund
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht