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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo, ich möchte mein Arbeitsverhältnis morgen schriftlich

Kundenfrage

Hallo,
ich möchte mein Arbeitsverhältnis morgen schriftlich kündigen schriftlich nach 6,5 Jahren bei einer Bank. Im Mai habe ich aufgrund eines Vorgesetztenwechsels noch ein sehr, sehr gutes Zwischenzeugnis der letzten 6 Jahre bekommen. Seit Juni bin ich bei einem neuen Chef und er wollte mich nie in seiner Abteilung haben. Es war für mich so belastend dass ich Anfang September einen Bandscheibenvorfall bekam und jetzt erstmal bis auf weiteres krank geschrieben bin. Es kann sein, dass sich das noch ein paar Monate hinzieht und ich bis Ende Dezember krankgeschrieben bin. Kündigen muss ich Ende September um Ende Dezember das Arbeitsverhältnis zu beenden. Ich bin noch ziemlich jung und Teamleiterin. Wichtig ist mir jetzt dass mir der jetzige Chef kein schlechtes Endarbeitszeugnis ausstellt aufgrund der letzten 4 Monate, in denen ich NICHT rund um die Uhr für ihn gearbeitet habe, nur 10h pro Tag.
Deshalb eine Frage, soll ich in die schriftliche Kündigung jetzt schon mitaufnehmen, dass ich ein Arbeitszeugnis wünsche. Würde die Bank es dann jetzt schon anfangen auszustellen oder würden sie es sowieso erst am Ende, sprich Dezember ausstellen.
Und welche Chance hat mein jetziger Chef mir ein schlechtes Endzeugnis zu geben, wenn ich unter ihm bisher genau 4 Monate gearbeitet habe (im Vergleich zu den 6 Jahren zuvor, in der meine Leistung mit sehr gut bewertet wurde) und seit Anfang September krank geschrieben bin.
Wie soll ich Ihrer Meinung nach jetzt am Besten vorgehen, damit ich das Zeugnis bekomme, dass meine Leistung so bewertet wie ich es verdient habe.

Vielen Dank vorab.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Bei Beendigung eines Arbeits-/Dienstverhältnisses haben Sie nach § 630 BGB Anspruch auf Erstellung eines Zeugnises.

Sie können dieses bereits bei der Kündigung anfordern.

Sie haben nach der Rechtsprechung Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis, welches Ihrem beruflichen Fortkommen nicht hinderlich sein darf.

In ein Arbeitszeugnis gehören grundsätzlich nur Tatsachen von Belang, an denen ein zukünftiger Arbeitgeber interessiert sein könnte. Bloße Behauptungen, Mutmaßungen oder gar Vorfälle, die für die Beurteilung der Leistung und des Verhaltens nicht charakteristisch sind, gehören nicht ins Zeugnis.

 

 

 

Das Zeugnis muss der Wahrheit widersprechen und darf nicht nur das Bild der letzten Monate widerspiegeln, sondern die gesamte Zeit der Tätigkeit.

 

Der neue Chef hat also keine Chance das Zeugnis negativ zu beeinflussen, zumal Sie auf Ihr sehr gutes Zwischenzeugnis verweisen können.



Sollte das sodann erteilte Zeugnis aus Ihrer Sicht nicht gerechtfertigt sein, können Sie arbeitsgerichtlich auf Erstellung eines neuen Zeugnisses klagen.