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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo ich bin 38 jahre alt und arbeite seit fast 22 jahren

Kundenfrage

Hallo ich bin 38 jahre alt und arbeite seit fast 22 jahren bei der Stadt erst war ich im öffentlichen bereich tätig und seit 12 jahren arbeite ich als friedhofsarbeiter leider habe ich oft das problem dass ich gerade zum frühjahr oder herbst sehr anfällig bin was krippe betrifft dashat zur folge dass ich dahingehend in dieser zeit schnell mal ausfalle.Bisher hatte damit nie einer ein problem nun haben wir aber einen neuen chef der sich zur aufgabe gemacht hat meine kranktage unter die lupe zunehmen ohne das er mich selber mal darauf angesprochen hätte warum es genauer zu den ausfällen kommt.Also habe ich gestern durch zufall erfahren dass ich ab nächster woche im rathaus vorgeladen bin zum personalgespräch und soweit ich das weiss wollen die mich auch zum amtsarzt schicken da sie meine krankheit oder kranktage wie auch immer anzweifeln.Nun meine Frage an sie wie weit darf der Arbeitgeber überhaupt gehen und was habe ich indem fall für rechte ,darf der arbeitgeber mich kündigen aus einer annahme heraus oder halt unterstllung?

Gruss....sven...
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, auf die ich wie folgt näher eingehe.

Eine Kündigung die lediglich auf Annahmen oder unbewiesenen Behauptungen beruht, ist natürlich nicht zulässig und kann arbeitsgerichtlich angegriffen werden.

Der Arbeitgeber ist nach Maßgabe des § 618 BGB verpflichtet und berechtigt, Sie einer amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen, soweit der Verdacht besteht, dass eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, wenn Sie den Arbeitsplatz zukünftig weiter ausfüllen werden.

Weitergehend darf die Untersuchung auch nicht gehen und müssen Sie auch nicht dulden.

Keinesfalls ist der Amtsarzt in der Lage, Ihre früheren Krankschreibungen näher zu untersuchen. Dies ist nicht möglich.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für ihre schnelle und präzise Antwort.Eine weitere frage habe ich.Wenn der Amtsarzt von mir vordert dass ich ihn quasi die erlaubniss geben soll sich erkundigungen über meinen Krankheitsverlauf einzuholen ist das erlaubt und wenn ich nein sage mach ich mich damit unglaubwürdig?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

leider darf er über den Krankheitsverlauf Auskünfte einfordern.

Verweigern Sie die Zustimmung kann dies eine Abmahnung des Arbeitgebers nach sich ziehen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich sag erstmal soweit danke.Das Geld lasse ich sofort gutschreiben sobald ich nächste woche näheres weiss denn sollte ich noch weitere fragen an sie haben müsste ich ja bestimmt wieder neu bezahlen oder?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern können Sie kostenlos weitere Nachfragen stellen, wenn Sie hier bereits eine positive Bewertung vorgenommen haben, um die ich Sie an dieser Stelle bitten würde. Das ist kein Problem.

Sie stellen die Nachfrage dann hier in diesem Thread wieder ein.

Vielen Dank.

troesemeier und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich hab noch eine Frage und zwar brachte mich meine frau gerade drauf.Wenn ich dann dort zum Gespräch bin legen die mir ja bestimmt irgendwelche krankenscheine vor die nase und meinen na sagen sie mal was dazu aber erstens weiss ich gar nicht mehr was ich an welchen tag für krankheiten hatte und ausserdem steht auf den krankenscheinen für den arbeitgeber ja gar keine diagnose drauf denn die liegt ja bei der aok vor.Ist der Arbeitgeber dazu im recht die auskunft dann von der aok einzuholen muss ich da genau wie beim arzt grünes licht geben dass die das dürfen?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

dem Arbeitgeber müssen Sie keine weiteren Auskünfte zu Ihren früheren Erkrankungen geben.

Eine Schweigepflichtsentbindung darf auch nur hinsichtlich etwaiger Krankheiten oder Beschwerden mit Bezug auf die Leistungsfähigkeit im arbeitsrechtlichen Sinne verlangt werden. Mehr dar auch der Amtsarzt nicht prüfen und auch nicht mehr an den Arbeitsgeber an Informationen weitergeben.

Die AOK darf überhaupt keine Informationen an den Arbeitgeber erteilen.

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