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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3080
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator
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Meine Tochter ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation hat

Kundenfrage

Meine Tochter ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation hat aber nach der Lehre nur in div. Callcentern gearbeitet. Vor einem Jahr ist Sie an Depressionen erkrankt und wurde krankgeschrieben. Daraufhin wurde ihr gekündigt. Man wollte Sie jedoch nach Gesundung wieder einstellen. Das Jahr ist nun abgelaufen. Jedoch hat ihr der behandelnde Arzt strikt abgeraten weiterhin in einem Callcenter zu arbeiten. So hat meine Tochter den Gang zum Arbeitsamt angetreten. Sie hat dem Arbeitsamt mitgeteilt, dass die Arbeit in einem Callcenter nicht mehr für Sie in Frage kommt. Desgleichen soll Sie auf Rat des Arztes erstmal zur Einarbeitung nur halbtags arbeiten. Sie hatte heute einen Termin beim Arbeitsamt und sich erkundigt wie es aussieht in einer Weiterbildungsmaßnahme in Buchhaltung und Englisch unterzukommen. Dies hat man abgelehnt, mit der Begründung sie hätte keine Grundkenntnisse in Buchhaltung. Nachdem dies Teil Ihrer Ausbildung war, kann ich dies nicht nachvollziehen. Und Englisch kann Sie sich am Computer selbst beibringen. Ausserdem hat man Ihr gesagt, dass ihr wenn sie vorläufig nur halbtags arbeiten kann (30 Std.) das Arbeitslosengeld bis zur Arbeitsvermittlung nur anteilsmäßig zusteht. Ist dies korrekt denn bisher hat sie immer voll gearbeitet. Das Arbeitslosengeld wird doch auf bisher geleistete Zahlungen entrichtet und nicht auf künftige Einzahlungen. Vor allen Dingen hat sie ja auch vor sobald sie es sich zutraut wieder ganztags zu arbeiten. Momentan ist dies aber gesundheitlich noch nicht angeraten.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

für die Zahlung des Arbeitslosengeldes ist Voraussetzung, dass ihre Tochter vermittlungsfähig ist. D.h., dass sie eine Arbeit, zu der sie vermittelt wird, annehmen kann. Ist diese Vermittlungsfähigkeit eingeschränkt, besteht für das Arbeitsamt die Möglichkeit, das Arbeitslosengeld in der Höhe zu kürzen, in der eine Vermittlungsfähigkeit nicht besteht. Hier könnte dies sodann etwa ¼ betragen. Besteht jedoch überhaupt eine Vermittlungstätigkeit, ist auch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld in der genannten Höhe vorhanden.

Bezüglich der Umschulung sollte sie nochmals die ärztlichen Diagnosen darstellen und sodann auch dem Arbeitsamt aufgeben, dass eine Vermittlungsfähigkeit und Arbeit im alten Job nicht möglich ist. Sodann dürfte keine Alternative bestehen zu einer entsprechenden Umschulung, da die Vermittlung ungelernter Arbeitskräfte ohne weiteres schwieriger ist. Hinzukommt, dass nach ihrem Angaben Vorkenntnisse bestehen, die gegenüber dem Arbeitsamt gegebenenfalls nachgewiesen werden können.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben. Sofern sie mit meiner Antwort zufrieden sind, bitte ich Sie, diese zu akzeptieren. Wenn noch weitere Informationen notwendig sein sollten, fragen Sie bitte weiter.

Viele Grüße

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