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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

bin am 16.7. fristlos gekündigt worden, am 17.7. bis auf weiteres

Kundenfrage

bin am 16.7. fristlos gekündigt worden, am 17.7. bis auf weiteres krankgeschrieben u. am 18.7. aufs arbeitsamt. arbeitsamt meinte die krankenkasse wäre dafür zuständig, kk meint sie wären auch nicht zuständig dafür soll zum arbeitsamt, die meinten ich solle Harz4 beantragen. Wer ist jetzt denn wohl zuständig . Es kann ja nicht sein das ich vorher 1750,-brutto verdient habe wo ich dann ca 70% Krankengeld dafür bekäme jetzt nur noch Anspruch auf Harz4 habe.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer. Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt.

Leider sind Sie hier in eine gesetzliche Ausnahmesituation geraten. Ein Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse besteht dann, wenn Sie noch während des bestehenden Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig erkrankt sind.

Da Ihr Arbeitsverhältnis durch die fristlose Kündigung am 16.07. geendet hat, haben Sie keinen Anspruch auf Krankengeld, weil die Arbeitsunfähigkeit erst am 17.07. begonnen hat.

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld durch die Meldung am 18.07.2012 besteht aus zweierlei Gründen wohl nicht. Einerseits sind Sie arbeitsunfähig erkrankt, können also nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und andererseits wurde Ihr Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt, was, wenn Sie durch Ihr Verhalten zu der fristlosen Kündigung beigetragen haben, ebenfalls zu einer Sperrfrist beim Arbeitslosengeld führt.

Deswegen ist es tatsächlich so, dass Sie bis zur Gesundschreibung leider nur einen Anspruch auf ALG II haben.

Sie hätten gegen die fristlose Kündigung die Feststellungsklage vor dem Arbeitsgericht erheben müssen, dass die fristlose Kündigung nicht rechtmäßig ist und Ihr Arbeitgeber die ordentliche Kündigungsfrist einhalten muss. Sie hätten dann erst einmal Anspruch auf Lohnfortzahlung und Krankengeld gehabt.

Nun muss eine solche Klage binnen 3 Wochen ab Kündigung erhoben werden. Diese Frist ist leider schon abgelaufen, so dass aber immer noch die Möglichkeit besteht, beim Arbeitsgericht eine Antrag auf Zulassung der Feststellungsklage nach Ablauf der Klagefrist zu stellen. Normalerweise hätten Sie vom Arbeitsamt darauf hingewiesen werden müssen, dass Sie sich gegen die Kündigung durch Klage zur Wehr setzen müssen.

Beauftragen Sie daher einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, damit Ihre Rechte im Nachhinein noch gesichert werden können und der finanzielle Ausgleich erfolgt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben sein sollte. Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Hr. Rösemeier, habe noch eine Frage an Sie.


Wenn ich nun durch einen Fachanwalt beim Arbeitsgericht einen Antrag auf Zulassung der Feststellungsklage nach Ablauf der Klagefrist stelle, habe ich dan gute Chancen doch noch Arbeitslosen oder Krankengeld zu beziehen?


 


Mit freundlichen Grüßen


Christiane Weiß

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hätte doch gerne meine letzte Frage noch beantwortet.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erneut posten: Unvollständige Antwort.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Kollege ist offline und wird sich gern später melden.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie dürften dann gute Chancen haben, da das Gericht dann feststellen sollte, dass das Arbeitsverhältnis fortbestanden hat.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hab mich bei meinem Anwalt gemeldet und Ihm diese Mitteilung überbracht , er aber nicht bereit ist dies bei Gericht zu melden. Kann ich dies auch selber tun?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
ja, das können Sie auch selbst machen

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